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Ausgabe 04/2017, 21.04.2017

Control 2017: Rekordbeteiligung

Die Messtechnik- und Qualitätssicherungsmesse «Control» (9. bis 12. Mai, DE-Stuttgart) steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Digitalisierung. En passant hat sie bei Fläche und Ausstellern zugelegt; ein neues Hallen-Layout soll zudem für einen entspannteren Messebesuch sorgen. Die «Technische Rundschau» stellt auf den folgenden Seite ausgewählte Exponate vor.

(pi) Deutlich mehr als 900 Aussteller, ein Plus von zehn Prozent bei der Ausstellungsfläche (brutto: 52 500 m2) und ein neues Hallenlayout: Die «Control» bleibt auch bei der 31. Aufführung (9. bis 12. Mai) ihrem Image treu, die wichtigste Plattform für die industrielle Messtechnik und Qualitätssicherung zu sein. In diesem Jahr steht sie ganz unter dem Motto «Digitalisierung». Dazu gehört auch, dass über «m.control-messe.de» ein direkter Zugang zur für Smartphones und Tablets optimierten Website erfolgt. Mit dem neuen Hallenlayout, verteilt auf die Hallen 3, 4, 5, 6 und 7 des Stuttgarter Messegeländes, sollen sich die Besucherströme entzerren und damit ein entspannterer Messebesuch möglich werden. Neben den Exponaten sorgen Sonderschauen, Technologieparks und Fachvorträge für zusätzlichen Know-how-Transfer.

Unter anderem veranstaltet die Fraunhofer-Allianz «Vision» bereits zum 13. Mal ihre Sonderschau «Berührungslose Messtechnik». Rund 20 Aussteller zeigen dort neuste Entwicklungen und zukunftsweisende Technologien rund um die berührungslose Mess- und Prüftechnik. Die Themen spannen dabei vom «System zur Schichtdickenmessung in Echtzeit und Bestimmung der thermischen Eigenschaften» (Winterthur Instruments AG) über «Mikrostrukturen mobil auf grossen Bauteilen messen» (Alicona Imaging GmbH) hin zu «Schnelle und zerstörungsfreie Werkstoffprüfung mit Ultraschall» (Fraunhofer IKTS). (Unter dem Shortcut «http://t1p.de/xyx3» kann das gesamte Programm der Sonderschau abgerufen werden.) Die Fraunhofer-Allianz betreibt auch selbst einen Stand auf der Control, der in diesem Jahr unter dem Motto steht «Monitoring entlang des Produktlebenszyklus mit Bildverarbeitung». Gegliedert in die Themenbereiche «Inspektion und Charakterisierung von Oberflächen», «Optische 3D-Messtechnik», «Inspektion unterhalb der Oberfläche und im Materialinnern» sowie «Akustische Qualitätssicherung» zeigen die Forscher anhand von 23 Exponaten die grosse Bandbreite der industriellen Bildverarbeitung auf.

Jenseits dieser eher visionären Messtechnik zeigt die Mapal Dr. Kress KG Handfestes für den Toolmanager von heute: «Uniset-C» ist ein Einstiegsgerät zum optischen Einstellen von Werkzeugen mit einem Durchmesser und einer Länge bis maximal 400 mm. Bei der Entwicklung stand vor allem das einfache Handling beim optischen Einstellen und Messen im Vordergrund. So vereinfacht ein in den Messbügel integrierter Laser das schnelle Anfahren auf die gewünschte Werkzeugposition, da die aktuelle Kamerastellung durch einen roten Lichtpunkt immer ersichtlich ist.

Ein stark vereinfachter Bedienermodus mit vordefinierten Einstellprogrammen für bestimmte Werkzeugtypen erleichtert die Arbeit auch bei unregelmässiger Nutzung des Geräts. Bereits integrierte Regelgeometrien ermöglichen es, innerhalb weniger Sekunden vollautomatische Messungen durchzuführen. Zum schnelleren Aufrufen oder Protokollieren von Werkzeugdaten steht optional das System «Balluff» zur Verfügung.

Auf die Kombination digitaler und analoger Messtechnik setzt Blum-Novotest mit seinem Mess­taster «TC 63-Digilog». Damit soll im Einsatz bei grossen Dreh-Fräszentren eine hohe Flexibilität erreicht werden. Mit dem Mess­taster können digitale Messungen und analoge Scanvorgänge direkt auf der Maschine durchgeführt werden.

Vorteile bietet das analoge Messen laut Hersteller immer dann, wenn es um die Beurteilung von Flächen oder Linien geht, zum Beispiel bei der Überprüfung einer Werkstückoberfläche auf Bearbeitungsfehler. Bei Nutzung eines schaltenden Digitaltasters müssen in einem solchen Fall sehr viele Punkte gemessen werden, um eine ausreichende Auflösung zu erreichen. Ein Analogtaster dagegen kann schnell viele Messdaten mit grosser Genauigkeit generieren. Dabei sind Verfahrgeschwindigkeiten von bis zu 2 m/min realisierbar. Auf Dreh-Fräszentren eingesetzt, erweitert sich das Einsatzspektrum um eine vollautomatische Rundheits-, Rundlauf- und Planlaufmessung.

Vollkommen berührungslos dagegen arbeitet der optische 3D-Sensor «AIMax cloud» der Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH. Laut Anbieter setzt er den «neuen Massstab in der roboterbasierten 3D-Inlinemesstechnik in den Bereichen Blechverarbeitung und Karosseriebau». Der Sensor generiert dazu 3D-Punktewolken direkt in der Produktionslinie und soll komplexe Merkmale präzise und in Sekundenbruchteilen vermessen.

Dadurch bietet sich die Möglichkeit, mehrere Merkmale wie Biegekanten, Nieten, Flächenpunkte oder T-Pins mit nur einer Aufnahme zu messen. Der Sensor kann in der roboterbasierten 3D-Messtechnik in den Bereichen Blechverarbeitung und Karosseriebau sowohl inline als auch atline, also direkt in der Produktionslinie, eingesetzt werden.

Seine Stärken soll AIMax cloud vor allem bei Messungen von bisher schwer auswertbaren Merkmalen wie zum Beispiel bei Nieten, Muttern hinter Blech sowie charakteristischen Designlinien ausspielen. Durch die kurze Messdauer ist der Sensor für den Einsatz von 100-Prozent-Prüfungen bei kurzen Taktzeiten geeignet.

Ebenfalls um sicherheitrelevante Aspekte geht es beim Winkelmessgerät «ECA 4000» von Heidenhain. Hintergrund: Beim Einsatz von Torquemotoren in Werkzeugmaschinen ist häufig die Einstufung der Messgeräte für sicherheitsgerichtete Anwendungen nach «SIL 2» (nach EN 61 508) oder Performancelevel «d» (nach EN ISO 13 849) erforderlich. Dazu können die Functional-Safety-Ausführungen der modularen Winkelmessgeräte ECA 4000 mit bidirektionaler EnDat-2.2-Schnittstelle in Verbindung mit einer sicheren Steuerung als Ein-Geber-Systeme eingesetzt werden.

Neben der Datenschnittstelle ist zusätzlich die mechanische Ankopplung der Messgeräte sicherheitsrelevant. Der Nachweis einer sicheren mechanischen Verbindung kann für den Maschinenhersteller sehr aufwändig sein. Mit der Functional-Safety-Ausführung wird dieser Nachweis laut Heidenhain wesentlich erleichtert. Denn der mechanische Fehlerausschluss des ECA 4000 ist im Rahmen einer Baumusterprüfung für einen breiten Einsatzbereich bestätigt und damit unter allen spezifizierten Betriebsbedingungen sichergestellt. So sind beispielsweise Werkstoff- und Oberflächeneigenschaften von Welle und Flanschbauteilen, Schraubenlängen, Schraubensicherungen oder Anzugsmomente definiert. Das modulare Winkelmessgerät ist mit einer Vielzahl von Durchmessern und in zwei Trommelformen verfügbar.

Mit einem interessanten und attraktiven Dienstleistungsangebot kommt die Wenzel Group auf die Control. Mit dem Wenzel «Full Service 4.0» bietet der Hersteller von Messmaschinen ab sofort ein Rundum-sorglos-Paket: Auf Basis einer festen vierteljährlichen Rate sind alle notwendigen Services und Komponenten für die vollständige Einsatzbereitschaft der Messmaschine abgedeckt.

«Mit dem individuell abgestimmten Full Service übernimmt Wenzel das Kostenrisiko und die Instandhaltungsplanung», erklärt Karl Nager, Leiter After Sales Service bei Wenzel. «So wird neben der absoluten Kostentransparenz und einfachen Budgetierbarkeit über die gesamte Laufzeit die maximale Verfügbarkeit der Maschine sichergestellt und eine gut planbare Durchführung vorbeugender Wartungen garantiert.» Full Service 4.0 startet in Deutschland mit taktilen und scannenden Wenzel-Portalmessmaschinen der Baureihen «XO» und «LH». Die Erweiterung auf weitere Länder und Modelle ist in Planung.

www.blum-novotest.com
Control Halle 3 Stand 3410

www.vision.fraunhofer.de
Control Halle 6 Stand 6302 und 6406

www.heidenhain.ch
Control Halle 4 Stand 4307

www.mapal.com
Control Halle 7 Stand 7112

Wenzel Group: www.metromec.ch
Control Halle 5 Stand 5102

www.zeiss.de/imt
Control Halle 4 Stand 4400



Sonderschau Bildverarbeitung: Das Fraunhofer EZRT präsentiert mit dem «PolyCT» eine Messgeräterweiterung für industrielle Computertomographen. (Bild: Fraunhofer EZRT)


Das Uniset-C ist ein Werkzeugvermessungs- und -einstellgerät für Einsteiger. (Bild: Mapal)


Schnell und flexibel: Digital-Analog-Kombitaster für grosse Dreh-Fräszentren. (Bild: Blum-Novotest)


Der optische Sensor AIMax cloud erfasst 3D-Punktewolken direkt in der Produktionslinie. (Bild: Zeiss)

Factsheet

Control

  • Was: Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung
  • Wann: 9. bis 12. Mai 2017, 9:00 bis 17:00 Uhr; 12. Mai bis 16:00 Uhr
  • Wo: Messe Stuttgart
  • Kosten: Tageskarte Euro 28
  • Weitere Infos: www.control-messe.de