Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 04/2017, 21.04.2017

Das 5-in-1-Messgerät

Die Digitalisierung und damit Industrie 4.0 krempeln auch die Mess- und Prüftechnik um. Die neuste Version der «VirtualBench» von National Instruments, Spezialist für das automatisierte Testen, adressiert mit leistungsstärkerem Oszilloskop und einem Funktionsgenerator, der eine analoge Bandbreite von 500 MHz bietet, diese Herausforderung. Das Gerät ist auf die Erfassung und Sinussignalerzeugung bis 40 MHz für besonders leistungsfähige Benchtop- und automatisierte Prüfanwendungen ausgelegt.

(msc) Das leistungsstärkste Modell der «VirtualBench»-Reihe von National Instruments (NI), das «VB-8054», ist ein Universalmessgerät, das die am häufigsten am einem Prüfplatz verwendeten Messinstrumente in nur einem Gerät vereint, ohne dabei die Leistungsfähigkeit der einzelnen Messgeräte einzuschränken. Der Funktionsumfang umfasst ein Mixed-Signal-Oszilloskop mit Protokollanalyse, einen Funktionsgenerator, digitale I/O, ein einstellbares Netzgerät und ein Digitalmultimeter (weiter Angaben im nebenstehenden Kästchen).

Dank moderner Software und einer intuitiven Programmierschnittstelle ermöglicht das VB-8054 eine effizientere Interaktion mit Benchtop-Messgeräten. Dem Anwender will NI so die einfachere Entwicklung von kostengünstigen, automatisierten Prüfsystemen ermöglichen.

«Aufgrund der zunehmenden Technologiekonvergenzen in aktuellen Smart Devices werden Prüfplätze und Testsysteme immer komplexer und benötigen mehr und mehr Messgeräte», begründet Luke Schreier, Director of Automated Test Product Marketing bei NI, die Entwicklung. «VirtualBench vereint den Funktionsumfang und die Leistungsfähigkeit von mehreren Messgeräten, die für die Charakterisierung neuer Produktentwicklungen oder die Validierung von Baugruppen in der Fertigung benötigt werden. Dank der 500-MHz-Oszilloskopbandbreite und einem schnelleren Funktionsgenerator kann das neue Modell in noch mehr Anwendungsbereichen eingesetzt werden.»

Alle in VirtualBench enthaltenen Messgeräte werden auf einem einzigen Bildschirm dargestellt. Auf der einheitlichen Benutzeroberfläche für alle Messgeräte kann der Anwender gleichzeitig alles ansehen und bedienen. Das Gerät bietet unter anderem Digital-Phosphor-Technologie für die parallele Darstellung mehrerer Signalerfassungen, einen XY-Modus für die grafische Gegenüberstellung von Kanälen und einen «Smart Capture»-Modus für die freihändige Erfassung sich wiederholender, stabiler Signalverläufe.

Die Bedienung und Steuerung erfolgt entweder via WLAN oder USB-Kabel von einem Laptop aus beziehungsweise nur über WLAN über ein iPad. In der WLAN-Betriebsart baut die Box entweder ein eigenes WLAN-Funknetz auf oder klinkt sich in ein vorhandenes Firmen-WLAN ein. Laptop oder iPad übernehmen auch die gesamte Visualisierung der Messdaten. Die VirtualBench-Anwendung erfordert keine Installation, die dazu nötige Software ist komplett in der Mess-Box abgelegt. Diese meldet sich automatisch mit einer übersichtlichen Visualisierungs-Ober­fläche beim steuernden Rechner an. Auf dem iPad ist vorher lediglich eine kostenlose App zu laden. Der Hersteller stellt mit der Veröffentlichung neuer Funktionen kostenlose Soft- und Firmware-Updates zur Verfügung. Die Interaktion erfolgt mit der Maus, kann aber auch über Multitouch-Gesten bewerkstelligt werden.

Die VirtualBench lässt sich nahtlos mit der Software LabView von National Instruments integrieren, sodass der User einfach benutzerdefinierte Anwendungen erstellen kann, um das Gerät programmatisch zu steuern. So lassen sich Bedienfehler bei sich wiederholenden Messungen besser vermeiden und man spart dabei erst noch Zeit.

Die VirtualBench-Hardware ist in drei Ausführungen erhältlich. Diese unterscheiden sich in erster Linie durch die Bandbreite ihres analogen Oszilloskops. Sie beträgt je nach Modell 100, 350 oder 500 MHz. Damit werden unterschiedlichste Budgetrahmen abgedeckt. VirtualBench eignet sich besonders für Hochschullabore, aber auch für Prüfstände zur Hardware-Charakterisierung und -Fehlerbehebung sowie für automatisierte Prüfsysteme. Für den bequemen Transport des Geräts gibt es optional einen Tragekoffer.


National Instruments Switzerland
5408 Ennetbaden, Tel. 056 200 51 51
ni.switzerland@ni.com



Das neue VirtualBench-Modell «VB-8054» kombiniert die folgenden Messinstrumente in einem Gerät: Mixed-Signal-Oszilloskop (1), Funktionsgenerator (2), digitale I/O (3), Netzgerät (4) und Digitalmultimeter (5). (Bilder: NI)


Das «VB-8054» von NI verfügt über ein Oszilloskop und einen Funktionsgenerator mit höherer Leistung und grösserer analoger Bandbreite.

Auf einen Blick

Funktionen des VB-8054

Die neuen Funktionen des VB-8054:

  • Mixed-Signal-Oszilloskop mit 4 Kanälen, 500 MHz, Samplerate 2 GS/s, Logikanalysator (34 Digitalkanäle).
  • Funktionsgenerator für Sinus- signale bis maximal 40 MHz, Rechtecksignale bis 5 MHz, Rampen- und Dreiecksignale sowie DC- und arbiträre Signalverläufe.

Weitere Funktionen der VirtualBench-Produktreihe:

  • Digitalmultimeter mit 5 ½-Stellen, 300 V-Eingangsbereich, einstellbarem Netzgerät (bis 3 A) mit 3 Kanälen sowie 8 universellen Digital-I/O-Kanälen.
  • Intuitive, einheitliche Softwareansicht aller fünf Messgeräte. Darstellung auf grösseren Anzeigen und schnelles Speichern von Daten und Screenshots.
  • Verbindung mit Windows-PC über USB, Ethernet und WLAN und mit iPads über WLAN.
  • Programmierschnittstelle zur Automatisierung von Messungen in LabView oder C.


www.ni.com