Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 05/2017, 26.05.2017

Das Beste aus zwei Welten

Auf der «Automation & electronics», die am 7. und 8. Juni in der Messe Zürich über die Bühne geht, werden laut Veranstalter Easyfairs über 130 Aussteller den Besuchern ihre neusten Produkte aus den Bereichen Antriebstechnik, Steuerung, Messtechnik und Stromversorgung zeigen. Ausserdem feiert die interaktive Netzwerkplattform «Stage 7» Premiere.

(msc) Der Veranstalter Easyfairs Switzerland hat sich für die Messe das hohe Ziel gesetzt, Business, Know-how, Innovation, Network und Entertainment an einem Ort zu verschmelzen. Ein wichtiges Mittel, die Messe spannender, informativer und abwechslungsreicher zu gestalten, ist ein hochkarätiges Rahmenprogramm, das Easyfairs, swissT.net und der Messebeirat gemeinsam erarbeitet haben.

Erstmalig im Angebot ist als neues Format die Stage 7. (Siehe auch vorangehendes Interview mit dem Messeverantwortliche von Easyfairs, David Henz.) Auf dieser interaktiven Netzwerkplattform soll ein Wissenstransfer stattfinden indem Aussteller als Referenten fungieren und so einen praxisnahen Austausch bieten.

Auch auf der Hauptmesse in den Hallen 5 und 6 warten diverse Highlights auf die Besucher. Verschiedene Referatsreihen umfassen unter anderem die Themen Robotics & more, Smart Factory und Industrie 2025. Dort sollen sich die Besucher unkompliziert über die neusten technologischen Entwicklungen und deren Einsatzgebiete informieren können. An den Messeständen kann anschliessend das neu erworbene Wissen anhand von Anwendungsbeispielen vertieft werden. So soll sich ein Kreislauf aus Networking, Business und Know-How-Gewinn ergeben.»

Natürlich darf an einer Automatisierungsmesse heutzutage das Thema, Industrie 4.0 auf keinen Fall fehlen. Messeleiter David Henz dazu: «Ganz klar, das ist das Trendthema. Wir haben jedoch in Gesprächen mit Ausstellern und Partnern herausgespürt, dass weniger ein Bedürfnis besteht, Industrie 4.0 von der theoretischen Seite her zu betrachten, sondern vielmehr über die praxisnahe Umsetzung. Da setzen wir an und versuchen Besuchern aus allen Industriezweigen Lösungsansätze zu zeigen.» Diese Aufgabe übernehmen vor Ort hauptsächlich die Aussteller, die Produkte, Lösungen und Best Practices vorführen Praktische Umsetzung von Industrie 4.0

Neben den rund 130 Unternehmen präsentieren sich an einem gemeinsamen Messestand auch fünf Hochschulen aus der Schweiz. Sie zeigen nebst den verschiedenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten auch aktuelle Forschungsprojekte und Technologien. Selbst Institute aus dem Ausland werden miteinbezogen. So bringen sich unter anderem das Fraunhofer Institut aus Stuttgart und die Technische Universität Baden-Württemberg auf der Stage 7 mit Fachreferaten ein.

In der Folge präsentiert die «Technische Rundschau» in alphabetischer Reihenfolge ein paar pfiffige Lösungen, die auf der Messe zu sehen sind.

Alfred Imhof bringt Movi-C nach Zürich, eine Komplettlösung für Automatisierungsaufgaben von SEW-Eurodrive. Das Gesamtpaket umfasst alle wesentlichen Komponenten von der Planungssoftware über den mechanischen Antrieb, den Getriebemotor, zu den elektronischen Steuerungs- und Regelungskomponenten wie den Frequenzumrichtern. Die Aspekte Inbetriebnahme und Betrieb sind ebenfalls darin enthalten. Das ganze System ist laut Hersteller voll integrierbar in alle Automatisierungskonzepte. Die Umsetzung soll sowohl mit standardisierten Einachs- oder Mehrachsapplikationen zu realisieren sein, aber auch mit individuellen und besonders komplexen Applikationen aus den Bereichen Motion Control oder Automatisierung gelingen.

Eaton ergänzt die bewährte Produktreihe RMQ-Titan mit den neuen flachen M30-Frontelementen und den platzsparenden Flat-Rear-Kontakt- und -LED-Elementen. Eine so ausgerüstete Maschine wird durch die neuen Befehls- und Meldegeräte kompakter. Durch die Modularität und die Kombination mit dem bestehenden RMQ-Programm ergeben sich zahllose Design-Möglichkeiten und Wege für die intuitive Benutzerführung. Die automatische Anpassung an die Blechstärke und der Verdrehschutz bei Montagebohrungen mit und ohne Nut erleichtern den Einbau der Elemente. Neue Multi-Color-LEDs verleihen Maschinen und Anlagen ein hochwertiges Erscheinungsbild.

Faulhaber erweitert seine Metall-Planetengetrieben der Serie R über die bisherigen Modelle 20/1R hinaus um die neuen Getriebe der Serien 26/1R und 32/3R mit Durchmessern von 26 mm und 32 mm. Dabei handelt es sich um Weiterentwicklungen der bisherigen Getriebemodelle 26/1 und 32/3. Durch das Beibehalten der bisherigen Geometrie ist die mechanische Kompatibilität mit den Vorgängern gewährleistet. Die für den Impulszyklusbetrieb verfügbare Ausgangsleistung wurde im Vergleich zur Vorgängergeneration mehr als verdoppelt. Die Modelle 26/1R und 32/R erreichen im Dauerbetrieb eine bessere Eingangsdrehzahl von bis zu 9000 min-1 beziehungsweise 8000 min-1, was einer Steigerung um 100 Prozent entspricht. Im intermittierenden Betrieb kann die Eingangsdrehzahl bis zu 10 000 min-1 beziehungsweise 9000 min-1 erreichen. Auch das maximale Abtriebsdrehmoment wurde verbessert und liegt nun im Dauerbetrieb bei bis zu 4 Nm beziehungsweise 8 Nm. Die Getriebe sind in ein- bis fünfstufiger Ausführung verfügbar, und die Spanne der 13 möglichen Untersetzungsverhältnisse reicht von 3,7 : 1 bis 1526 : 1. Sie können im Temperaturbereich von -10 °C bis +125 °C betrieben werden, sind aber optional auch für niedrigere Temperaturbereiche erhältlich.

Maxon motor bietet seit diesem Frühjahr mit dem «ENX Easy» eine Weltneuheit: den ersten dampfsterilisierbaren Encoder für seine bürstenlosen DC-Motoren. Er ist als Inkremental- (1024 Impulse) und Absolut-Version (4096 Schritte) erhältlich und ausgelegt für 1000 Zyklen im Autoklaven. Der Encoder kann ab sofort mit den passenden BLDC-Motoren und Planentengetrieben kombiniert werden. Er integriert sich ohne Längenzuwachs in die bürstenlosen Antriebe ECX 13 und ECX 16 Speed (bis 120 000 min-1 und 104 W). Zusammen mit den Getrieben GPX 13 und GPX 16 Speed entsteht ein komplett sterilisierbares Positioniersystem, das neue Möglichkeiten in der Medizintechnik eröffnet.

Wittenstein alpha bringt mit dem Verstiftungskonzept «Inira pinning» ein montagefreundliches Prinzip zum Verstiften von Zahnstangen afu den Markt. Das zweiteilige Montageset, bestehend aus Montagestift und -hülse, wird dabei nur mit Innensechskantschlüssel und Hammer montiert und ermöglicht so ein formschlüssiges Fixieren der Zahnstange am Maschinenbett. Der Zeitaufwand für das fachgerechte Verstiften, beispielsweise einer Zahnstange mit zwei Stiftbohrungen, reduziert sich dadurch laaut Anbieter von etwa einer halben bis dreiviertel Stunde auf wenig mehr als eine Minute. Auch im Servicefall sollen Zahnstangen so schnell und einfach getauscht werden können. Das neue Verstiftungskonzept «Inira pinning» verhindert bei hohen Belastungen, etwa im Crash- oder Notausfall, ein Gleiten der Zahnstange und damit die Gefahr, dass des gesamten Ritzel-Zahnstange-Antriebssystems ausfällt.

Für den Maschinenbauer hat das spanlose Verstiften eine Reihe von Vorteilen: Statt Zahnstange und Anschlusskonstruktion der Maschine während der Montage gemeinsam bohren und reiben zu müssen, um einen Stift einschlagen zu können, ermöglicht die neue, zweiteilige Lösung von Wittenstein alpha eine sichere Verbindung ohne Späne! Die erforderlichen Bohrungen in der Anschlusskonstruktion können bereits bei der Bauteilfertigung auf Passmass in einer Aufspannung mit den Befestigungsbohrungen hergestellt werden.

Das zweiteilige Montageset, bestehend aus Montagestift und -hülse wird nur mit Hammer und Innensechskantschlüssel montiert. Damit ist eine spanlose, sichere, formschlüssige Fixierung innert Minutenfrist möglich – anstatt 30 bis 45 Minuten beim herkömmlichen Verstiften. Demontier- und Wiederverwendbarkeit machen im Instandsetzungsfall oder bei einem Maschinen-Retrofit einen schnellen Austausch der Zahnstange möglich.

Alfred Imhof / SEW-Eurodrive
www.imhof-sew.ch
Automation & electronics Stand E12

Eaton
www.eaton.ch
Automation & electronics Stand E05

Faulhaber
www.faulhaber.com/de/ch
Automation & electronics Stand E10

maxon motor
www.maxonmotor.ch
Automation & electronics Stand F08

Wittenstein
www.wittenstein.ch
Automation & electronics Stand K06

Easyfairs Switzerland GmbH
4132 Muttenz, Tel. 061 228 10 00
www.easyfairs.com/schweiz



Komplettlösung für die Automatisierung: Movi-C von SEW-Eurodrive. (Bild: SEW)


Neue Planetengetriebe von Faulhaber. (Bild: Faulhaber)


Die sterilsierbare Motor-Getriebeeineheit von Maxon motor. (Bild: Maxon)


Das System von Wittenstein: Der Montagestift wird in die montierte Zahnstange eingesetzt und in die Stiftbohrung der Anschlusskonstruktion eingeschlagen, dann werden Montagehülse und -stift gegeneinander verdreht, bis die Hülse in der Stiftbohrung greift, zuletzt wird die Hülse mit dem Hammer eingeschlagen. (Bild: Wittenstein)

Fact Sheet

Automation & electronics

Was:
Automatisierungsmesse

Wann:
7. Juni 2017, 09:00 bis 17:00 Uhr
8. Juni 2017, 09:00 bis 16:00 Uhr

Wo:
Messe Zürich, Hallen 5 bis 7

Kosten:
Eintritt an der Kasse CHF 30.-. Wer sich direkt auf der Messe-Webseite registriert («Ihr Messe Ticket»), erhält ein Gratisticket für die Messe.

Weitere Infos:
Unter den Besuchern werden folgende Preise verlost: 1 Drohne «DJI Mavic Pro, 2 Kameras «TecTecTec XPRO360»
www.goo.gl/aEj5rl