Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 05/2017, 25.05.2017

Die 3. Generation einer Erfolgsstory

Das Bearbeitungszentrum «DMU 50» ist ein Renner unter den 5-Achs-Maschinen von DMG Mori. Über 10 000 Stück wurden bisher weltweit verkauft. Nun wurde die 3. Generation aufgelegt. Unter anderem kann die Maschine auf der Messe «Moulding Expo» in Stuttgart in Augenschein genommen werden.

(pi) Im 5-Achs-Sortiment von DMG Mori vereint die DMU 50 eine 20-jährige Erfahrung. Aufbauend darauf erfährt der Bestseller nun sein drittes Update. Augenfälligste Neuerungen: Ein vergrösserter Schwenkbereich, die leistungsstärkere Spindel und ein innovatives Kühlkonzept sollen dem Anwender noch mehr Wettbewerbsfähigkeit bringen. Der Einsatzbereich reicht von der Ausbildung über den allgemeinen Maschinenbau und den Werkzeug- und Vorrichtungsbau bis hin zu den anspruchsvollen Industriezweigen Aerospace, Medical und Automotive.

Bei der Neuauflage der DMU 50 hat DMG Mori das modern anmutende Design mit einer anwenderfreundlichen Bedienung in Einklang gebracht. So bietet die grosse Türe zum Arbeitsraum eine komfortable Zugänglichkeit von vorne, auch in Verbindung mit Automationslösungen. Hinzu kommt eine ergonomische Beladehöhe des Tisches von 800 mm. Auch bei den Wartungskomponenten wie Schaltschrank, Fluidbox, Ölnebelabscheider, Wärmetauscher oder Kühlaggregat wurde auf die Bedienerfreundlichkeit geachtet.

Mit Verfahrwegen von 650 × 520 × 475 mm und einem maximalen Werkstückgewicht von 300 kg deckt die DMU 50 ein grosses Bauteilspektrum ab. Der NC-Schwenkrundtisch verfügt über einen vergrösserten Schwenkbereich von − 35°/+ 110°. Eilgänge von 42 m/min in den linearen Achsen und 30 min-1 in der Dreh- und Schwenkachse sorgen für die notwendige Dynamik in der 5-Seiten- bis 5-Achs-Simultanbearbeitung. Neben der DMG-Mori-eigenen «Speedmaster»-Motorspindel mit 15 000 min-1 hat der Anwender die Wahl zwischen weiteren Motorspindeln bis 20 000 min-1. Ebenfalls optional verfügbar ist eine Erweiterung des Werkzeugmagazins auf bis zu 120 Plätze. In der Standardvariante sind 30 Werkzeugstationen enthalten.

Um nicht nur schnell, sondern auch präzise bearbeiten zu können, verfügt die Maschine über ein einteiliges Maschinenbett und ein spezielles Kühlungssystem für Führungen, Antriebe und Tischlager. Direkt angetriebene Kugelgewindetriebe sowie direkte Wegmesssysteme in allen fünf Achsen komplettieren die Ausstattung hinsichtlich präzises Arbeiten. Immerhin erreicht die DMU 50 eine Genauigkeit beim Kreisformtest unter 6 µm. Optional kann das 5-Achs-BAZ um Kühlmittelanlagen und eine Werkzeugvermessung erweitert werden.

Als State-of-the-art-Steuerungsoptionen stehen eine Siemens «840 D solutionline» mit «Celos»-Oberfläche oder Heidenhain «TNC 640» zur Verfügung; beide mit Bedienterminal «ErgoLine» und 21-Zoll-Bildschirm. Darüber hinaus bietet DMG Mori diverse Automatisierungslösungen wie Werkstück- oder Palettenhandling an. Mit diesen Updates bringt die DMU 50 der 3. Generation weiterhin alle Voraussetzungen mit, das am besten verkaufte 5-Achsmodell von DMG Mori zu bleiben.

DMG Mori Schweiz AG 8404 Winterthur, Tel. 058 611 50 00 www.ch-de.dmgmori.com

Moulding Expo Halle 5 Stand 5A12



Markus Rehm, Geschäftsführer Deckel Maho Seebach GmbH. (Bild: TR)


Die 3. Generation der DMU 50 punktet durch verbesserte Schnelligkeit und Genauigkeit. (Bild: DMG Mori)

Vier Fragen an Markus Rehm, Deckel Maho Seebach GmbH

«Das Ende der Genauigkeit ist noch nicht erreicht»

Herr Rehm, wie wichtig ist der Werkzeug- und Formenbau für DMG Mori?

Nach wie vor sehr wichtig. Ich denke, rund 30 Prozent unserer Kunden kommen aus diesem Bereich. Das sind unsere Wurzeln und ist eine unserer Kernkompetenzen.

Was wird es auf der Messe Moulding Expo von DMG Mori zu sehen geben?

Produkte vom Drehen, Fräsen bis hin zur Lasertechnologie. Wir werden unter anderem die DMU 50 der 3. Generation präsentieren. Das war übrigens die erfolgreichste Maschine auf der traditionellen Hausmesse von DMG Mori in Pfronten in diesem Winter. Eine Maschine, die seit 1997 über 10 000-mal verkauft wurde, 20 Jahre Technologieerfahrung vereint und immer weiterentwickelt wird.

Was macht die DMU 50 so besonders?

Es ist eine kleine Maschine mit 650 Millimeter X-Weg, die über eine hohe Genauigkeit verfügt. Wir liegen beim Kreisformtest kleiner sechs Mikrometer. Die Speedmaster-Spindel ist bei der DMU 50 der dritten Generation im Standard enthalten. Ausserdem – ganz wichtig auch für den Werkzeug- und Formenbau – bieten wir diverse Automatisierungsmöglichkeiten mit Werkstück- oder Palettenlösungen.

Apropos wichtig: Wo sehen Sie die zukünftigen Herausforderungen für den Werkzeug- und Formenbau?

Einerseits wird sich die Branche darauf einstellen müssen, immer mehr unterschiedliche Werkstoffe auf den Maschinentisch zu bekommen. Das Thema Leichtbau und damit Composites wird zunehmen. Zweitens bekommt das Thema Automatisierung einen immer grösseren Stellenwert. Und drittens gerät die Genauigkeit der Bearbeitung immer mehr in den Fokus. Während man früher noch mit zwei Hundertstel gut dabei war, ist man heute unter 10 Mikrometer zuhause. Ein Beispiel für die extrem genaue Bearbeitung sind die Spritzgussformen für moderne Scheinwerfer. Das ist eine Herausforderung, auch für die Maschinenhersteller. Nicht umsonst sind viele Maschinen heute volumetrisch kompensiert. Wir sind also gefordert, unsere Maschinen immer genauer zu machen. Das Ende ist hier noch lange nicht erreicht.

Wolfgang Pittrich