Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 05/2017, 25.05.2017

Sicherer Spänetransport

Die Komet Group erweitert kontinuierlich ihre Reihe additiv gefertigter Werkzeuge. Neuestes Produkt ist ein Bohrwerkzeug mit Spänespoiler zum Einbringen sogenannter Wasserstopfenbohrungen in Kurbelgehäuse.

(pi) Zylinderkurbelgehäuse enthalten in der Regel sogenannte Wasser- oder Froststopfen, die – sollte das Kühlwasser gefrieren – einen Motorschaden verhindern. Um die Bohrungen für diese Stopfen einzubringen, hat der Präzisionswerkzeugehersteller Komet spezielle Bohrer im Programm. Unter anderem ein völlig neu konzipiertes Komet JEL-PKD-Bohrwerkzeug, das mit sogenannten Spänespoilern ausgestattet ist.

Additive Fertigung sorgt für filigranes Werkzeugdesign

Sie sollen jegliche Spanablagerungen im Bauteil verhindern. Der Schlüssel dazu ist die von Komet eingesetzte additive Fertigungstechnologie, um die Spänespoiler besonders filigran zu bauen und mit optimierten, geschwungenen Kühlkanälen zu versehen.

Während der Spanraum eines konventionellen Aufbohrwerkzeugs zur Seite und nach vorne offen ist, deckt der an jeder Schneide vorhandene Spänespoiler die Nut frontal und radial ab. Er lässt zwischen sich und der Werkzeugschneide nur einen engen Spalt von wenigen Zehntel Millimetern offen, durch den der Span abfliesst. Der Spoilerkanal leitet ihn dann sicher aus der Bohrung. So lassen sich mit dem neuen Wasserstopfenbohrwerkzeug in der Bohrung zurückbleibende Späne vermeiden. Zudem haben erste Erfahrungen in der Produktion gezeigt, dass sich der Kontrollaufwand hinsichtlich im Bauteil verbleibender Späne deutlich reduziert.


Komet Group
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Die additiv gefertigten Spänespoiler sorgen für einen sicheren Spänetransport aus der Bohrung. (Bild: Komet)