Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 06/2017, 16.06.2017

«Das Bessere ist der – Feind des Guten»

Der technologische Fortschritt sorgt dafür, dass auch in der Medizinaltechnik Teile immer kleiner werden. Was tun, wenn die aufzubringende Seriennummer nur noch einen halben Millimeter gross ist oder die Markierung tiefschwarz sein muss? Die Firma Wyon hat mit dem Markierlaser «TruMicro Mark 2000» von Trumpf die richtige Antwort gefunden.

Die Firma Wyon aus Appenzell stellt aufladbare Lithium-Ionen-Mikrobatterien her, die auf allerkleinstem Raum maximale Energie aufnehmen und in der Formgebung relativ frei sind. Da Wyon fast ausschliesslich für Firmen im Medizinalbereich produziert, ist die lebenslange Rückverfolgbarkeit ein grosses Thema. Diese lässt sich am einfachsten über eine markierte Seriennummer herstellen, über die alle Produktionsdaten zurückverfolgt werden können. Um solche Seriennummern auf die kleinen Batterien zu setzen, hat sich die Firma schon längere Zeit mit dem Lasermarkieren beschäftigt. Doch die Batterien werden immer kleiner und das qualitativ hochstehende Markieren zusehends schwieriger. «Irgendwann mussten wir uns nach neuen Technologien umsehen und fanden eine, die uns definitiv weiterbringen wird», sagt Wyon-Mitgründer und -CEO Paul Wyser. Die neue Technologie steht seit Dezember 2016 bei Wyon in Form einer TruMicro Mark 2000 des Herstellers Trumpf.

Die Markiereinheit verfügt über einen Ultrakurzpulslaser (UKP) der TruMicro-Serie 2000. Dank diesem «kalten» Laser mit Pulsen im Pikosekunden (ps)- und Femtosekunden (fs)-Bereich ist er wie zugeschnitten auf das Einsatzgebiet der Medizinaltechnik. Denn mit ihm lassen sich Materialien praktisch ohne thermische und mechanische Beeinflussung effizient bearbeiten.

Auf den Mini-Akkus von Wyon wird normalerweise ein 1 mm kleines Logo eingefügt, und die Schrifthöhe der Seriennummer misst rund 0,5 mm. «Diese Mikromarkierung ist definitiv kein Problem. Ein weiterer Vorteil der TruMicro Mark 2000 ist, dass die Markierungen tiefschwarz sein können», erklärt Uwe Bernholz, Konstruktionsleiter bei Wyon. Denn durch die Bearbeitung mit dem Laser wird eine deutliche Farbänderung am Metall hervorgerufen und zwar bis hin zu einem dunklen Schwarzton. Dieses sogenannte «Black Marking» ist mitunter auch ein Qualitätsmerkmal, denn die Sichtbarkeit ist deutlich besser. Zudem ergibt sich eine matte Erscheinung ohne Reflexion.

Bei der TruMicro Mark 2000 handelt es sich um eine schlüsselfertige Lösung mit Markiersoftware, Sicherheitsfeatures, Absaugung, Scanner und Optiken. Der eingesetzte Ultrakurzpulslaser ist ein Universalwerkzeug und wird bei Trumpf in verschiedenen Ausführungen auch in anderen Produkten eingesetzt. Die Anwendungen sind vielfältig und reichen von Mikrobohrungen über das Abtragen dünnster Schichten bis hin zum Schneiden von Kunststofffolien.

Für Wyon könnten deshalb in Zukunft nebst dem Markieren auch andere Anwendungen mit dem Laser von Interesse sein. Denn die Batterien werden sicherlich weiter an Grösse verlieren und jeder Bearbeitungsschritt muss daher noch präziser werden. «Wir wollen nichts auschliessen», meint Paul Wyser, «denn wir gehen nach dem Motto vor: Das Bessere ist der Feind des Guten. Und mit dem neuen Markiersystem haben wir diesen Schritt vom Guten zum Besseren auch wieder getan.» (pi)

Wyon AG
9050 Appenzell Steinegg, Tel. 071 787 56 25
info@wyon.ch
Trumpf Maschinen AG
6340 Baar, Tel. 041 769 66 66
info@ch.trumpf.com
EPHJ/EPMT/SMT Stand D117



Mit dem UKP lassen sich Materialien praktisch ohne thermische und mechanische Beeinflussung bearbeiten. (Bilder: Trumpf/Philip Bond)


Paul Wyser, CEO Wyon AG: «Mit dem Markiersystem von Trumpf haben wir den Schritt vom Guten zum Besseren getan.»


Uwe Bernholz, Konstruktionsleiter Wyon: «Kleine Markierungen sind mit der TruMicro Mark 2000 kein Problem. »

TR-Glossar

Ultrakurzpulslaser (UKP)

Ultra­kurze Laser­pulse mit Dau­ern von eini­gen Fem­to­se­kun­den (1 fs = 10-15 s) bis hin zu weni­gen Piko­se­kun­den (1 ps = 10-12 s) erlau­ben völ­lig neue Bear­bei­tungs­ver­fah­ren, die mit kon­ven­tio­nel­len Werk­zeu­gen so nicht mög­lich sind. Im medi­zi­ni­schen Bereich eröff­nen sie neue The­ra­pie­mög­lich­kei­ten, bei­spiels­weise hoch­prä­zise und schä­di­gungs­arme Schnitte im Auge. Wesent­li­ches Merk­mal der Laser­blitze sind extrem hohe Spit­zen­in­ten­si­tä­ten, die aufgrund der star­ken zeit­li­chen Kom­pres­sion bereits mit sehr gerin­gen Pul­s­ener­gien erreicht wer­den kön­nen. Dies ermög­licht einen hoch­prä­zi­sen Mate­ri­al­ab­trag ebenso wie die Bear­bei­tung tem­pe­ra­tur­sen­si­bler Mate­ria­lien ohne ther­mi­sche Schä­di­gung.
(Quelle: ukp-laser.de)