Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 06/2017, 13.06.2017

«Klare Strukturen sind die – Basis für Digitalisierung»

Die Staufen.Inova AG gilt als ein führendes Schweizer Beratungsunternehmen im Bereich Supply Chain und Lean Management. Im kommenden «Unternehmergespräch» (siehe Kasten) wird das Thema «Digitalisierung in der Supply Chain» thematisiert. Wir haben bei Jürg Hodel, Markus Götz und Thomas Spiess von Staufen.Inova nachgefragt, welche Bedeutung die Digitalisierung der Produktionsprozesse für die Schweiz hat.

Autor: Wolfgang Pittrich

Herr Spiess, Digitalisierung im Sinne von Vernetzung von Produktionsmitteln ist ein Megathema, auch und gerade für die Schweiz. Welchen Stellenwert nehmen in diesem Kontext die Supply Chain, aber auch Lean Management ein?

Spiess: Praktisch jede Geschäftsleitung macht sich heute Gedanken, wie sie mit dem Thema Digitalisierung und mit deren Einfluss auf die Wertschöpfungskette umgehen soll. Wir sehen aber ganz klar in unseren Gesprächen und Projekten, dass es sich oft nur um Teillösungen handelt, und der Überblick über den Gesamtzusammenhang fehlt. Hier ist es ausschlaggebend, dass man einen Top-down-Ansatz wählt, um die einzelnen – guten – Initiativen im Unternehmen fokussierter und abgestimmter anzugehen.

Lean Management, aber auch klare Strukturen in den Daten und Systemen, sind Basisanforderungen und bilden ein wichtiges Fundament, um Produktionsmittel digital zu vernetzen. Dies spielt sich primär im Unternehmen selber ab. Im Supply Chain-Management betrachtet man über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus die ganze Wertschöpfungskette vom Kunden des Kunden bis zum Lieferanten des Lieferanten. Die grosse Herausforderung besteht darin, Unternehmen und ihre Systeme übergreifend miteinander zu verbinden. Erst in einer so vernetzten Wertschöpfungskette können Konkurrenzvorteile erzielt werden. In Zukunft werden eindeutig diejenigen Unternehmen die Nase am Markt vorne haben, welche auf eine hochgradig agile Supply Chain zurückgreifen können.

Wie reflektieren Sie diese Thematik im Unternehmergespräch?

Götz: Als Einstieg in die Veranstaltung werden wir mit unserer Vision «Eutopos» die Geschäftsprozesse der Zukunft darlegen und daraus Thesen über mögliche Herausforderungen für die Unternehmen ableiten. «Staufen.Digital Neonex» wird als Experte für die digitale Transformation Aufschluss über die Anforderungen und den Reifegrad zur erfolgreichen Umsetzung der Digitalisierung geben. Die «eMDe», ein sehr erfolgreiches Start-up-Unternehmen in der Blechbearbeitung, wird demonstrieren, wie ein neues Geschäftsmodell durch Digitalisierung unterstützt werden kann, um in einem Verdrängungsmarkt trotzdem die «Nase vorn zu haben».

Gibt es spezielle Trends?

Götz: Die Digitalisierung verändert den Dentalmarkt. Von «Ivoclar Vivadent» erfahren wir, wie Abläufe effizienter gemacht werden können. Digitalisierung verlangt aber auch einen ganzheitlichen Ansatz, um nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten. Der Maschinenbauer und Lohnfertiger «Berhalter» zeigt auf, wie Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter sinnvoll integriert werden. Die abschliessende Diskussion mit Experten und Referenten wird den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, spezifische Fragen zu klären.

Welche Zielgruppe spricht Staufen.Inova mit den Unternehmergesprächen an?

Hodel: Bereits seit mehreren Jahren bieten wir unseren Kunden und mittlerweile einem erweiterten Teilnehmerkreis eine Vielzahl von Event-Formaten. Darunter das Unternehmergespräch, was sich als beliebte und gefragte Veranstaltung insbesondere bei den Adressaten der C-Levels etabliert hat. Der praxisnahe Austausch und die Diskussion in einem möglichst breiten und heterogenen Teilnehmerkreis machen den Charakter dieses Formats aus und sind zentrale Elemente, um für die Besucher einen Mehrwert zu generieren.

Geben Sie unseren Lesern doch bitte einen Tipp, wie man sich dem Thema Digitalisierung nähern sollte.

Spiess: Ein guter Start kann der Besuch von BestPractice-Unternehmen sein, die Ideen mit Digitalisierungsansätzen bereits in ihre Geschäftsmodelle integriert haben. Mit einem «Digital Readiness Check» kann sich ein Unternehmen in wenigen Tagen einen guten Überblick über die Situation verschaffen. In diese gesamtheitliche Betrachtung werden das Geschäftsmodell, das Produkte- und Dienstleistungsportfolio, die Prozesse sowie die Organisation und IT-Systeme mit einbezogen. Auf der Basis der Reifegrade können Ideen oder Szenarien für neue Geschäftsfelder und Businessmodelle definiert werden. Abgeleitete Massnahmen werden dann in einer Roadmap entsprechend für die Umsetzung priorisiert. Das Wichtigste jedoch ist, dass man einfach loslegt, und dass das Thema vom Topmanagement vorangetrieben wird.

Staufen.Inova AG
8832 Wollerau, Tel. 044 786 33 11
anfrage@staufen-inova.ch



Markus Götz, Senior Expert Staufen.Inova: «Als Einstieg in die Veranstaltung werden wir mit unserer Vision ‹Eutopos› die Geschäftsprozesse der Zukunft darlegen.»


Thomas Spiess, Senior Manager, Staufen.Inova: «Das Wichtigste jedoch ist, dass man einfach loslegt, und dass das Thema vom Topmanagement vorangetrieben wird.»


Jürg Hodel, Geschäftsführer Staufen.Inova: «Der praxisnahe Austausch ist zentrales Element, um für die Besucher einen Mehrwert zu generieren.» (Bilder: Staufen.Inova)

Auf einen Blick

Staufen.Inova-Unternehmergespräch

Das nächste Unternehmergespräch «Exzellent aus der Schweiz: Erfolgsfaktor Digitalisierung in der Supply Chain» findet am 29. Juni ab 16:30 Uhr im Art Deco Hotel Montana in Luzern statt. Dabei werden folgende Fragen behandelt: Wofür steht der Begriff Digitalisierung eigentlich? Braucht es dafür Spezialisten? Wie sieht es mit dem Reifegrad in den Unternehmen aus? Ist man bereit für eine nutzenstiftende Digitalisierung? Wie können Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten einbezogen werden?
Erfolgreiche Führungspersönlichkeiten stellen dazu ihre Visionen vor und zeigen anhand realisierter Lösungen auf, wie sie durch die Digitalisierung entlang der Supply Chain Wettbewerbsvorteile erzielen. Ein Netzwerkapéro rundet den Anlass im Kreis von Industrie- und Health-Tech-Vertretern ab. Diese Veranstaltung wird zusammen mit Health Tech Cluster Switzerland (HTCS) und der Swiss Medtech Expo durchgeführt. Weitere Informationen und Anmeldung unter
staufen-inova.ch