Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 07/2017, 14.07.2017

Controller mit – künstlicher Intelligenz

Der Industrieautomatiserer Omron entwickelt einen neuen Maschinen-Controller mit künstlicher Intelligenz. Damit will der Hersteller die Echtzeitintegration von Maschinensteuerungen ermöglichen.

In den vergangenen Jahren hat sich der Trend zur Kleinserienfertigung und zur flexiblen Fertigung weltweit durchgesetzt. Der Bedarf für die Einführung von künstlicher Intelligenz (KI) und des Internets der Dinge (IoT) in der Fertigungsumgebung hat stetig zugenommen. Hersteller wollen damit den Auswirkungen von Fachkräftemangel und steigenden Arbeitskosten begegnen sowie gleichzeitig die Auslastung ihrer Anlagen steigern und eine stabile Produktion von Qualitätsprodukten erzielen.

Um Daten in der Fertigungsumgebung zu nutzen, in der eine Steuerung im Mikrosekundentakt erfolgt, braucht es eine sehr schnelle, hochpräzise Erfassung der Daten – beispielsweise zu Positionen, Schwingungen und Temperaturen – und deren exakte Zuordnung zu Zeitdaten. In solchen Umgebungen ist ein sofortiges Ansprechen essenziell.

Im Moment geschieht aber gerade das Gegenteil: Durch die rasche Verbreitung des IoT ist das Datenaufkommen in letzter Zeit enorm gestiegen, was die Datenübertragung in die Cloud zur Analyse mittels KI erschwert. Einen weiteren Engpass bei der Einführung des IoT in der Fertigungsumgebung stellen die Verzögerungszeiten der bilateralen Datenübertragung dar. Diese ergeben sich, wenn die Daten von Sensoren oder anderen Geräten in die Cloud und wieder zurück übertragen werden müssen.

Um diesen Problemen zu begegnen, hat die Omron Corporation mit Sitz im japanischen Kyoto für die Fertigungsumgebung «Intelligenz entwickelt durch IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie)» entwickelt. Die Idee dahinter: Das Know-how von Fachkräften wird in die Steuerung von Anlagen und Prozessen integriert. Erreicht wird dies durch den Einsatz einer breiten Palette von Fabrikautomationsprodukten, die eine IoT-fähige automatisierte Produktion ermöglichen oder über optimale KI-Algorithmen verfügen.

Der nach diesem Konzept entwickelte KI-Controller soll Anzeichen von Anlagenstörungen sofort erkennen. Dank seiner KI-Algorithmen kann er anhand von Sensordaten immer wiederkehrende Bewegungsabläufe der Anlagen erlernen und nachfolgend Rückmeldungen zur Statusüberwachung und Echtzeitsteuerung der Maschinen generieren. Diesen Controller hat Omron bereits auf der letzten Hannover Messe vorgestellt. Das Gerät soll als Erstes seiner Art eine Echtzeitintegration der KI-Verarbeitungsfunktion und der SPS-Funktionalität erzielen, die Produktionslinien und Geräte im Mikrosekundentakt steuert und es soll untypische Bewegungen von Maschinen vorhersagen können. Zur Überwachung des Status' der Anlagen und Prozesse kommen Sensoren zum Einsatz, die ebenfalls von Omron stammen. Dies soll eine sichere Steuerung durch den Controller gewährleisten und damit Störungen unterbinden.

Erste Muster des Controllers wurden 2016 an Kunden ausgeliefert. Bei diesen und an eigenen Standorten hat der Hersteller Untersuchungen zur Vorhersage und Analyse von Anlagenstörungen durchgeführt. 2018 soll nun die Produkteinführung dieses KI-Controllers und die Supportbereitstellung erfolgen. (msc)

Omron Electronics AG
6300 Zug, Tel. 041 748 13 13
customerservice.ch@eu.omron.com



Omron will Controller mit künstlicher Intelligenz auf den Markt bringen, die Zeitverluste durch Datenstau in der Cloud ausbremsen und so eine Echtzeitsteuerung von Maschinen ermöglichen. (Bilder: Omron).