Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 08/2018, 17.08.2018

Geballte Innovation und Spitzentechnologie

Es gilt als eines der ambitioniertesten Projekte für die zukünftige Personenbeförderung, die Hyperloop Pod Competition des Tesla-Gründers Elon Musk. Auch in diesem Jahr hat sich die Schweiz unter Federführung der ETH mit dem «Swissloop Pod» für die Endrunde qualifiziert. Mit an Bord sind Steckverbinder von Stäubli Electrical Connectors.

Für 2018 wurden die Beurteilungskriterien der Hyperloop Pod Competition (siehe Kasten) weiter verschärft: gefragt sind maximale Geschwindigkeit und Selbstantrieb. Zu schlagen sind die von der TU München letztes Jahr erreichten 325 km/h. Der neue Pod von Swissloop wurde in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von innovativen Schweizer Industrieunternehmen entwickelt und hergestellt. Das Swissloop-Team der Schweizer ETH setzt auf einen leistungsstarken Elektroantrieb. Zur Sicherstellung der verlustarmen Energieübertragung für höchste Leistung steht Stäubli Electrical Connectors den jungen Ingenieuren zur Seite, um für verschiedene Schnittstellen des Energieantriebskonzeptes Know-how und Technologie zu liefern.
Die Platzverhältnisse im Pod sind knapp und die Anforderungen an Dichtheit im Vakuumbetrieb hoch. Deshalb sind sichere, zuverlässig gesteckte Verbindungen gefragt. Die Anforderungen an die Steckverbinder lauten: möglichst klein, leicht und kompakt mit Modulen für verschiedene Medien wie Signale, Daten, Strom und Flüssigkeiten sowie grösstmögliche Energieübertragung mit minimalstem Spannungsabfall. Durch die Modularität und hundertprozentige Anpassbarkeit an Kundenbedürfnisse konnte das Steckverbindersystem «CombiTac» die Ingenieure von Swissloop sofort überzeugen, ebenso wie die Stäubli-eigene »Multilam»Kontakttechnologie. Sie erlaubt eine hohe Stromtragfähigkeit sowohl im zeitweiligen als auch im Dauerbetrieb und bietet eine zuverlässige Leistung in einem breiten Temperaturbereich.
Die Verbindung zwischen den leistungsstarken Batteriepaketen und den Wechselrichtern stellt ein massgeschneidertes CombiTac-System sicher; auch eine kompakte MSD-Lösung (manual safety disconnect) wird mit der Multikupplung umgesetzt. Mit Engineering-Unterstützung von Stäubli wurden die Lösungen für die Steckverbindungen basierend auf den anwendungsbezogenen Spezifikationen gemeinsam entwickelt – immer unter dem Gesichtspunkt von Kompaktheit und Gewichtsoptimierung.
Stäubli Electrical Connectors, ehemals Multi-Contact, ist Spezialist für zukunftsweisende Kontakttechnologie, mit einem Produktportfolio von Miniatur- bis hin zu Hochleistungssteckverbindern für Energieübertragung, Prüf- und Messtechnik, Transportwesen und viele weitere Branchen. In der Photovoltaik ist Stäubli mit seinen Steckverbinderkomponenten «MC4» Weltmarktführer. Kernstück aller Stäubli-Steckverbinder ist die einzigartig Mulitlam-Technologie
Der neue Swissloop Pod wurde in seiner Gesamtheit am 23. Mai 2018 allen Sponsoren, den Medien und der Öffentlichkeit vorgestellt: Eine geballte Ladung an Innovationskraft und Spitzentechnologie. Am 22. Juli 2018 war der Tag der Entscheidung bei SpaceX in Kalifornien, dem Weltraum­unternehmen von  Elon Musk: Leider wurde es nichts mit einem Platz auf dem Podest, da ein Problem mit den Motorreglern zu einem Kurzschluss bei den Hochleistungsbatterien führte. Den ersten Platz belegte wiederum die TU München, gefolgt von der TU Delft und dem zweiten Schweizer Team der EPF Lausanne mit ihrem EPF-Loop.  (pi)

Stäubli Electrical Connectors
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Das CombiTac-Steckverbindersystem sorgt im Swissloop Pod für sichere Verbindung und grösstmögliche Energieübertragung. (Bild: Stäubli)


Der Swissloop Pod der ETH. (Bild: Swissloop)

Auf einen Blick

Hyperloop Pod Competition

Vor fünf Jahren präsentierte Visionär und Unternehmer Elon Musk seine These vom «Hyperloop» zum Hochgeschwindigkeitstransport mittels Magnetschwebebahn in einer Vakuumröhre. Demzufolge strebt er die massive Verkürzung von weiten Reisewegen mit einer Geschwindigkeit von über 1200 km/h an. Am Standort seines Raumfahrtunternehmens SpaceX in Kalifornien lancierte er 2015 die «Hyperloop Pod Competition», um die Entwicklung von funktionierenden Prototypen und die Erforschung der nötigen technologischen Innovationen voranzutreiben. Er spricht damit Studierende und junge Ingenieure von technisch-wissenschaftlichen Hochschulen an, so auch das Swissloop-Team der ETH Zürich. Das junge Ingenieur-Team, das sich letztes Jahr mit seinem 3. Platz gegen 1200 Konkurrenten durchsetzte, qualifizierte sich auch dieses Jahr für die erneute Teilnahme am Wettbewerb in Kalifornien.