Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 08/2018, 17.08.2018

Saugen nicht was, sondern bis das Zeug hält

Die Firma «talsee» aus Hochdorf im Luzerner Seetal stellt individuell gestaltete Badausstattungen wie Badmöbel oder Badewannen her. Zur Bearbeitung des anspruchsvollen Werkstoffs Corian setzt man dort auf Aluminium-Blocksauger von Schmalz. Sie halten das Material beim Fräsen und Sägen sicher gespannt.

Seit über 40 Jahren entstehen in Hochdorf hochwertige Badmöbel. Rund 80 Mitarbeiter fertigen nach Kundenwunsch Möbelstücke als Unikate an modernen CNC-Maschinen. Um eine konstant hohe Qualität zu erzielen, sind die Produktionsprozesse nach Losgrösse 1 organisiert und laufen in engem Zeitrahmen ab.
Für die Badmöbel verwendet man unter anderem Corian. Der mineralisch-organische Verbundwerkstoff ist besonders langlebig und besitzt eine glatte, homogene Oberfläche. Er lässt sich fräsen, schneiden und fugenlos verbinden. Deswegen ist er im Sanitärbereich sehr gefragt. Allerdings erfordert das extrem harte Material hohe Schnittkräfte bei der Bearbeitung. Bei der Fertigung von kundenspezifischen Waschtischplatten und Kleinteilen aus Corian traten deshalb beim besagten Hersteller Probleme auf. Mit der bisher verwendeten Spanntechnik mussten die Werkstücke nach dem Gehrungsschnitt wegen Rattermarken auf einer CNC-Maschine unter hohem Zeitaufwand nachgeschliffen werden. Um solche Zusatzarbeiten zu vermeiden, suchten die Verantwortlichen nach einer Alternative.
Talsee setzt Spannmittel von Schmalz bereits erfolgreich in anderen Anwendungen ein, deshalb war der Kontakt zum Ansprechpartner für Spanntechnik schnell gefunden. Guido Bertschy, Systemberater bei Schmalz Schweiz, empfahl nach einem Augenschein vor Ort Aluminium-Blocksauger. In einer zweiwöchigen Testphase für die Feinabstimmung sammelten die Projektpartner wichtige Erkenntnisse und arbeiteten Details zu den kundenspezifischen Saugern aus.
Die Abmessungen wurden auf die Werkstücke angepasst und zudem ein besonderer Reibbelag ausgewählt, der die Oberfläche der Teile nicht beschädigt. «Der Testlauf war für uns sehr aufschlussreich und hat unsere Entscheidung positiv beeinflusst», hält Pirmin Meier, Leiter Maschinen bei Talsee fest.
Die von den Schmalz entwickelten Blocksauger bestehen aus einem massiven Grundkörper aus Aluminium. Eine spezielle Dichtschnur sorgt für ein konstant hohes Vakuum. Der Reibbelag aus Schmirgelpapier oder Gummi verstärkt die Aufnahme von Querkräften enorm. Dichtschnur und Reibbelag in Kombination ermöglichen prozesssicheres Spannen – auch von Werkstücken mit strukturierten Oberflächen.
Der Einsatz der Alu-Blocksauger bei Talsee bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. «An erster Stelle steht für uns die Zeitersparnis. Wir stellen jetzt die Badkomponenten komplett auf der CNC-Maschine her. Es fallen keine Nacharbeiten an», beschreibt Pirmin Meier. Die Durchlaufzeiten wurden verkürzt und die Fertigung so optimiert.
Zudem wurde die Sicherheit der Mitarbeiter verbessert, denn da die Werkstücke jetzt optimal fixiert sind, ist für die Bediener die Gefahr durch sich losreissende Teile gebannt.
Die Aluminium-Blocksauger punkten auch in einem weiteren Bereich: Bei den sehr kleinen, auf den CNC-Maschinen aufwändig zu bearbeitenden Teilen aus Corian spart man 30 Prozent an Zeit ein, weil man mit höherem Vorschub und vergrösserter Zustelltiefe fahren kann. «Das rechnet sich am Ende des Tages», freut sich Pirmin Meier.
 (msc)

talsee AG
6281 Hochdorf, 041 914 59 59
info@talsee.ch

Schmalz GmbH
8309 Nürensdorf, Tel. 044 888 75 25
schmalz@schmalz.ch
Sindex Halle 3.0 Stand D03



Dank des passenden Sauger-Layouts kann das Werkstück rundum bearbeitet werden.


Die Werkstücke aus Corian werden mithilfe von Aluminium-Blocksaugern von Schmalz prozesssicher gespannt. (Bilder: Schmalz)