Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Blaser Swisslube: Kühlschmiermittel: Ausgabe 09/2018, 03.10.2018

Mensch und Maschine profitieren

Die Liste der Probleme mit Kühlschmierstoffen bei der Saxonia-Franke AG war lang, als 2016 die Zusammenarbeit mit Blaser Swisslube begann: Zu den kurzen Emulsions- und Werkzeugstandzeiten gesellten sich auch noch Gesundheitsprobleme bei Mitarbeitern. Nach Analyse der Prozesse und der Optimierung des Kühlschmierstoffes liess sich die Emulsionsstandzeit verdreifachen, die Werkzeugstandzeit um rund 30 Prozent steigern und gesundheitliche Schwierigkeiten sind Geschichte.

Die Saxonia-Franke AG ist seit 1963 in sämtlichen Bereichen der Feinstanz- und Umformtechnik, im Bereich Kunststoffspritzguss sowie in der Baugruppenmontage tätig. Das Familienunternehmen mit Sitz in Aadorf im Kanton Thurgau fertigt für die Automobil-, die Elektro- und die Bauindustrie. Dabei wird vor allem aus Stahl und rostfreiem Stahl gefräst.
In den Werkstätten des Unternehmens gab es aber seit geraumer Zeit einige Probleme. «Einigen Mitarbeitern machten Hautirritationen und Atemwegsreizungen zu schaffen. Der eingesetzte Kühlschmierstoff beeinträchtigte das Arbeitsumfeld auch durch einen sehr beissenden Geruch», erinnert sich Mike Fritschi, Produktionsleiter Werkzeugbau bei der Saxonia-Franke AG. Auch die Emulsionsstandzeit von wenigen Monaten war nicht zufriedenstellend und sollte optimiert werden.
Nach der Kontaktaufnahme mit den Kühlschmierstoff-Experten von Blaser Swisslube kam es zu einer gemeinsamen, detaillierten Analyse der Produktionsprozesse. «Im ersten Schritt dieser Analyse entnehmen wir immer eine Wasserprobe und überprüfen das Ansetzwasser», berichtet Blaser-Anwendungstechniker Marco Steiger. Das Wasser sei zwar eines der Hauptelemente im Prozess, werde aber dennoch oft vernachlässigt. «Je nach Region kann es sehr hart oder sehr weich sein. Die im Wasser enthaltenen Nitrate und Sulfate nehmen Einfluss auf den Kühlschmierstoff. Blaser bietet für verschiedene Wasserqualitäten verschiedene Produkte, um auf die Bedürfnisse vor Ort eingehen zu können», sagt Steiger.
Danach werden die anderen Hauptkriterien unter die Lupe genommen: Welche Materialien werden bearbeitet, welche Werkzeuge werden verwendet, wie sieht der Materialmix aus? Nach Rücksprache mit dem Verkaufsteam und den Experten in Labor und im Technologiecenter empfielt der Blaser-Anwendungstechniker dann ein Produkt. Im Falle der Saxonia-Franke AG war dies der Kühlschmierstoff B-Cool 755.
«B-Cool 755 ist sehr hautschonend und erbringt über den gesamten Materialmix eine hohe Leistung», erklärt Steiger. B-Cool 755 ist ein wassermischbarer, chlorfreier KSS auf Mineralölbasis, der eine gute Resistenz gegen das Wachstum von Mikroorganismen zeigt und tiefe Nachfahrraten ermöglicht.
Ende 2016 wurde bei Saxonia-Franke für Testzwecke eine erste Anlage – eine 3-Achsen-Fräsmaschine vom Typ Mikron VCE 1000 Pro – mit B-Cool 755 befüllt. «Im Normalfall will ein Kunde nicht gleich alle Maschinen auf einen neuen KSS umstellen, sondern es wird zuerst auf der kritischsten Maschine getestet. Für uns ist das die Chance, den Kunden zu überzeugen», sagt Niklaus Allemann, Verkaufsleiter Metallbearbeitung Schweiz bei Blaser. Durch die Betrachtung des kompletten Produktionsprozesses, die Auswahl der optimalen KSS-Formulierung und durch deren korrekte Anwendung wird aus dem Kühlschmierstoff ein flüssiges Werkzeug, das dem Kunden einen echten Mehrwert bringt und seine Zerspanungsprozesse verbessert, ist Allemann überzeugt.
Bei Saxonia-Franke verliefen schon die ersten Tests sehr erfolgreich, bald wurden weitere Anlagen mit B-Cool 755 befüllt. Im Mai 2017 wurde schliesslich die gesamte Produktion auf diesen Kühlschmierstoff umgestellt. «Gerade Hautirritationen verschwinden nicht von heute auf morgen. Das ist ein Prozess. Dennoch war die Verbesserung sehr schnell augenscheinlich», berichtet der Anwendungstechniker Marco Steiger. Die Hautprobleme und Atemwegreizungen gehören heute der Vergangenheit an. 
Zudem konnte die Produktivität stark erhöht werden. Die neue Emulsion erreicht eine dreimal höhere Standzeit als das zuvor eingesetzte Produkt – ganz ohne Zugabe von Steueradditiven. Die Werkzeugstandzeit ist jetzt um rund 30 Prozent besser. Und nicht zuletzt trägt die optimierte Maschinensauberkeit und der garantierte Rostschutz zum tollen Ergebnis bei.  (msc) 

Saxonia-Franke AG
8355 Aadorf, Tel. 052 369 61 61 
info@saxonia-franke.ch

Blaser Swisslube AG
3415 Hasle-Rüegsau, Tel. 034 460 01 01
contact@blaser.com



Mikron-Bearbeitungscenter bei Saxonia-Franke AG (Bilder: Blaser)


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