Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
DMG Mori: Bearbeitungszentren: Ausgabe 09/2018, 05.10.2018

Produktivitätsgewinn auf kleinem Raum

Mit dem Invest in eine 5-achsige «DMU 50 3rd Generation» inklusive «PH-150»-Palettenhandling steigert die Ludwig Feinmechanik GmbH ihre Produktivität schlagartig. Weiterer Vorteil: Die kompakte Anlagengrösse kommt den begrenzten Platzverhältnissen des Lohnfertigers sehr entgegen.

Ludwig Feinmechanik ist spezialisiert auf komplexe Bauteile unter anderem für den allgemeinen Maschinenbau sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie. 14 Fachkräfte und zehn CNC-Maschinen von DMG Mori sorgen für eine qualitätsorientierte und zuverlässige Produktion von anspruchsvollen Einzelteilen und Serien. Als jüngste Anschaffung im Maschinenpark steigert eine 5-achsige DMU 50 3rd Generation mit PH-150-Palettenhandling die Produktivität in der Fertigung.
Als Gerhard Ludwig 2014 in den Ruhestand ging, übernahm die ficonTEC Holding sein Unternehmen. Frank Warnke, der neue Geschäftsführer, hatte das Ziel, den erfolgreichen Kurs von Ludwig Feinmechanik fortzusetzen: «Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, haben wir zusätzlich zum Kundenstamm aus dem Technologiepark ein zweites Standbein in der Industrie aufgebaut.» Zu den kleinen Losgrössen sind fortan auch grössere Serien bis 2000 Teile hinzugekommen.
In den Aufträgen steckt eine hohe fertigungstechnische Kompetenz, die Ludwig Feinmechanik mit vielen Fachkräften sicherstellt. Laut Frank Warnke ist es eine Herausforderung, qualifiziertes Personal zu finden, das die Möglichkeiten der modernen CNC-Technologie voll ausschöpfen kann. Trotzdem hat er den Maschinenpark in den vergangenen Jahren kontinuierlich erneuert: «Zum einen ist die Maschinenverfügbarkeit bei neuen Modellen höher, zum anderen müssen wir auch technologisch mit der Zeit gehen.» 
Das Team vertraut seit vielen Jahren auf Werkzeugmaschinen von DMG Mori. Zu den jüngeren Modellen in der Produktion gehören eine «DMC 1450 V» für die Vertikalbearbeitung, eine «DMU 60 eVo linear» für die 5-Achssimultanbearbeitung und eine «NLX 2500» mit Gegenspindel im Bereich des Drehens. Die DMU 50 3rd Generation inklusive PH-150-Palettenhandling im kürzlich vorgestellten «Vertico»-Design erlaubt Ludwig Feinmechanik seit diesem Jahr die automatisierte Fertigung. «Mannlose Nacht- und Wochenendschichten steigern unsere Produktivität erheblich», freut sich Frank Warnke. Der zuständige Bediener kann die zehn Palettenplätze mit ganz unterschiedlichen Einzelteilen vorbereiten und am nächsten Morgen oder nach dem Wochenende entnehmen.
Von dieser Fertigungslösung war Frank Warnke mehrfach angetan: «Da unsere Produktionsfläche begrenzt ist, war die kompakte Bauweise eines der wichtigsten Kriterien. Hier überzeugt das Gesamtsystem mit zehn Paletten auf unter 16,5 m² Aufstellfläche.» Der verhältnismässig grosse Arbeitsraum für Werkstücke bis 300 kg des jüngsten DMU-50-Modells fällt ebenfalls positiv ins Gewicht. «Damit sind wir sehr flexibel und decken ein breites Bauteilspektrum ab.» Für grössere und schwerere Werkstücke steht die DMU 60 eVo linear oder die dreiachsige DMC 1450 V zur Verfügung. Auch im Bereich der Leistungsfähigkeit und des Funktionsumfangs schneidet die DMU 50 3rd Generation laut Frank Warnke hervorragend ab: «5-Achssimultanbearbeitung, eine leistungsstarke Spindel und Kühlmassnahmen für eine hohe Präzision bilden ein beeindruckendes Gesamtpaket in einer attraktiven Preisklasse». Der Schwenkbereich des kompakten 5-Achs-BAZ reicht von − 35° bis + 110°, die «speedMaster»-Spindel arbeitet mit 20 000 min-1, bei einer Leistung von 21 kW und 111 Nm Drehmoment. Neu sind die 36 Monate Gewährleistung, die auf alle Master-Spindeln ohne Stundenbegrenzung gegeben werden. 
Frank Warnke schätzt ausserdem das DMG Mori-Design, sowohl aus ergonomischen wie optischen Gründen: «Die gute Einsicht in den Arbeitsraum und das Palettenhandling als auch die leichte Zugänglichkeit der Maschine erleichtern für den Bediener die Rüstprozesse.» Das Werkzeugmagazin mit 60 Plätzen ermöglicht sogar das hauptzeitparallele Rüsten bequem von vorne. Nicht umsonst denkt er bereits einen Schritt weiter: «Die Kombination aus DMU 50 3rd Generation und PH 150 steht beim nächsten Maschinenkauf in der engeren Auswahl.» (pi) 

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Die DMU 50 3rd Generation inklusive Automationslösung war für die Ludwig Feinmechanik GmbH ein guter Weg, trotz räumlich begrenzter Möglichkeiten und Fachkräftemangel die Produktivität zu steigern. (Bilder: DMG Mori)


Frank Warnke, Geschäftsführer von Ludwig Feinmechanik: «Sowohl die gute Einsicht in den Arbeitsraum als auch die leichte Zugänglichkeit der Maschine erleichtern für den Bediener die Rüstprozesse.»


Die kompakte Automationslösung bietet auf 16,5 m² Platz für zehn Paletten.