Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Kühlschmierstoffe: Ausgabe 12/2018, 18.12.2018

Blaser Swisslube optimiert bei Laubscher den KSS-Prozess

Optimal gekühlt fliegen die Späne besser: Im eigenen Technologiecenter hat der Kühlschmierstofflieferant Blaser Swisslube den gesamten Fertigungsprozess seines Kunden Laubscher Präzision AG nachgebildet um ihn zu optimieren. Die erzielten Forschungsergebnisse überzeugen – unter anderem wurde die Taktzeit markant reduziert und die Werkzeugstandzeit deutlich verlängert.

Beim Start des Gemeinschaftsprojekts vor rund zwei Jahren, war es das erklärte Ziel, einen bestehenden Fertigungsprozess mit einer Rundtaktmaschine von Pfiffner zu verbessern, indem man diesen bei Blaser Swisslube abbildete um ihn dann schrittweise zu optimieren. Die Prüfung der Strategie und der Werkzeugwahl gehörten ebenso dazu wie die Wahl des optimalen Kühlschmierstoffes.

«Mit unserem Technologiecenter haben wir die Möglichkeit, neu entwickelte Kühlschmierstoffe auf Herz und Nieren zu prüfen, und die Prozesse unserer Kunden praxisnah zu simulieren. Denn die Faktoren Maschine, Strategie, Werkzeug, Material und Kühlschmierstoff beeinflussen den Bearbeitungsprozess massgebend», erklärt Christoph Wüthrich, Leiter des Technologiecenters von Blaser.

Die Ausgangslage las sich wie folgt: Auf Rundtaktmaschinen werden aus Inox 14 305 Präzisonsdrehteile für die Medizintechnik hergestellt. Neben dem Drehen selbst werden auch die Fertigungsschritte Fräsen, Bohren, Sägen und weitere Prozesse betrachtet. Mirko Laubscher dazu: «Wir wollten mit unserem Kühlschmierstoffpartner Blaser Swisslube den gesamten Prozess anschauen, um produktiver fertigen zu können.» Die Verbesserung der weichen Faktoren, wie  Schaumarmut, Transparenz des Schneidöls und Reduzierung des Ölnebels, war für Laubscher ebenso wichtig.

Während der Testphase wurden bei Blaser Werkzeuge und Kühlschmierstoffe geprüft, Prozessschritte analysiert und optimiert. «Wir haben Schritt für Schritt alle möglichen Parameter einzeln getestet, um den Fertigungsprozess zu verbessern», so Simon Sakica, Application Engineer bei Blaser. «Ein universelles Schneidöl haben wir durch ein transparentes Hochleistungsschneidöl der neusten Generation ersetzt.»

Letzlich konnten aufgrund der eineinhalb Jahre dauernden Forschungsarbeit die Taktzeit um über 16 Prozent reduziert und durch Optimierung des Fertigungsprozesses zudem zwei Stationen eingespart werden. Damit nicht genug, auch die durch die angepasste Werkzeugwahl um rund 15 Prozent verlängerte Werkzeugstandzeit kann sich sehen lassen.

«Ein durch und durch zufriedenstellendes Projektresultat, das unsere Erwartungen vollumfänglich erfüllt. Wir freuen uns, die Umsetzung bei uns in der Fertigung anzugehen», schliesst Mirko Laubscher ab. Auch bei Blaser Swisslube zieht man eine positive Bilanz, da ein messbarer Mehrwert erzielt werden konnte: «Das neu eingesetzte Schneidöl von Blaser Swisslube, Blasomill GT 22, überzeugt durch Transparenz, Schaumarmut und den reduzierten Ölnebel», ergänzt Sakica. 

Das Projekt zeigt eindrücklich auf, dass die Faktoren Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Bearbeitungsqualität in hohem Masse von der Wahl und der Qualität des Kühlschmierstoffes und vom Know-how der Zerspanungsspezialisten abhängen. Durch die Fachkompetenz der Blaser-Experten wird ein Kühlschmierstoff zu einem flüssigen Werkzeug, zu einer genau auf die Bedürfnisse des Partners zugeschnittenen Lösung.

laubscher-praezision.ch

blaser.com



Beim Start des Gemeinschaftsprojekts vor rund zwei Jahren war es das erklärte Ziel, einen bestehenden Fertigungsprozess zu verbessern. (Bilder: Blaser)


Mirko Laubscher (rechts) im Gespräch mit Simon Balz von Blaser: «Wir wollten mit unserem Kühlschmierstoffpartner Blaser Swisslube den gesamten Prozess anschauen, um produktiver fertigen zu können.»


Laubscher ist Zulieferer von Präzisionsdrehteilen mit Sitz in Täuffelen.