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Ausgabe 03/2018, 16.03.2018

«Visionärer Blick auf die Zukunft der Industrie»

Die «Sindex» (28. bis 30. August, Bern) hat sich mittlerweile als Schweizer Leitmesse für die industrielle Automatisierung etabliert. Aufsehen erregte bei der letzten Veranstaltung vor zwei Jahre unter anderem die Liveschaltung in Unternehmen im Rahmen des Industrie-4.0-Forums. Die «Technische Rundschau» wollte vom scheidenden Messeleiter Douglas Krebs wissen, welche Neuerungen in diesem Jahr geplant sind und lud auch seinen Nachfolger Alain Caboussat zum Gespräch.

Autor: Wolfgang Pittrich

Herr Krebs, in gut fünf Monaten startet die 4. Sindex. Liegen Sie mit den Ausstellerzahlen im Plan?

Krebs: Wir sind auf Kurs. Besonders erfreut sind wir über die Anzahl an Quadratmetern, welche sich bis heute summieren. Die Akquisition läuft aber nach wie vor aktiv bis zur Messe. Wir wünschen uns wieder rund 400 Aussteller; etwas mehr dürfen es immer sein.

Gibt es neben den «üblichen Verdächtigen» auch neue Aussteller für die Sindex?

Krebs: Da wir die Nomenklatur für 2018 überarbeitet und neu den Bereich ICT/IoT in der Industrie geschaffen haben, freut es uns ausserordentlich T-Systems Schweiz AG oder Sunrise zum ersten Mal an der Sindex willkommen zu heissen. Weiter haben wir besseren Anklang in der Montageautomation sowie im Bereich Additive Manufacturing gefunden. Zusätzlich freuen wir uns über ehemalige Aussteller, welche 2016 ausgesetzt haben, dafür 2018 wieder gewonnen werden konnten, wie zum Beispiel die Getriebebau Nord AG, Kern Studer AG, Wieland Electric AG oder die Bürkert Contromatic AG, um nur einige zu nennen.

Herr Caboussat, Sie sind das neue Gesicht der Sindex und verantworten in diesem Jahr die Messe. Gehen Sie auch mit einem überarbeiteten Messekonzept an den Start?

Caboussat: Das Messekonzept und die Strategie bleiben gleich, nur der Inhalt im Rahmenprogramm wird aktualisiert und – wie schon erwähnt – die Nomenklatur wurde ausgebaut. 2018 steht unter dem neuen Leitthema «Willkommen in der digitalen Zukunft». Dieses Motto wollen wir nutzen, um einen visionären Blick in die Zukunft der Industrie zu werfen.

Was kann man sich darunter vorstellen?

Caboussat: 2016 haben wir mit Liveschaltungen in vollautomatisierte Betriebe und Referaten zum Thema Industrie 4.0 in der Schweiz den Besuchern einen roten Faden zu den Herausforderungen in der Industrie zwischen heute und morgen vermittelt. Dieses Jahr wollen wir mit «Willkommen in der digitalen Zukunft» auf einer Seite polarisieren und mehr Aufmerksamkeit der Medien erhalten, und zum anderen wollen wir mehr Fachbesucher ansprechen mit dem Ziel, mehr Besucher an der Sindex zu haben.

Auf welche Messeaktivitäten oder Sonderschauen darf sich der Besucher sonst noch freuen?

Caboussat: Es wird eine Sonderschau geben, wo neue Technologien und Anwendungen aus der Industrie im Rahmen der digitalen Zukunft aufgezeigt werden. So kann der Besucher Praxisbeispiele aus der Augmented- und Virtual-Reality-Welt erleben und austesten sowie einen Serviceroboter aus der Pflegebranche bewundern. Das Fraunhofer-Institut stellt zum ersten Mal an der Sindex die Future Work Labs mit drei Beispielen aus. Dabei geht es um digitalisierte Arbeitsplätze der Zukunft, natürlich immer industriebezogen.

Krebs: Im Fachforum greifen wir drei Fokusthemen auf: 1. Unternehmen 2025: Welche digitalen Veränderungen kommen auf Schweizer KMU zu? 2. ICT der Zukunft. 3. Der Mensch im Zentrum: Wie funktioniert er in der digitalen Welt?

Caboussat: Im Foyer 3.1 wird neu eine Sonderschau zum Thema «Ausbildung 4.0» zusammen mit dem bestehenden Wettbewerb «Grand Prix Automatiker» in Zusammenarbeit mit der «Technischen Rundschau» vorgestellt. In dieser Sonderschau Ausbildung 4.0 kann sich der Besucher an Maschinen und Tools versuchen, welche in der Automation für die Aus- und Weiterbildung genutzt werden. Wir sind stolz darauf, hier die Festo AG, Siemens Schweiz AG, Bosch Rexroth AG und SMC als Partner dabei zu haben. Ausserdem ist eine Networking-Zone im hinteren Bereich des Foyers 2.1 in Zusammenarbeit mit swissT.net und Hochschulen gerade in Arbeit.

Gibt es noch weitere Highlights?

Caboussat: Aussteller und Besucher wird es freuen zu hören, dass Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Sindex 2018 eröffnen wird. Im Anschluss wird er auch einen Innovationsaward vergeben. Mehr Details dazu verraten wir in den nächsten Monaten.

Krebs: Wie in den vergangenen Jahren bieten wir wieder «Guided Tours» an. Einzelne Aussteller präsentieren dazu sicherlich erneut tolle Projekte auf ihren Ständen. Und wie bereits seit zwei Durchführungen werden wir einen neuen Grand Prix Automatiker erleben.

Nach zwei konjunkturell schwierigen Jahren, scheint sich die Schweizer Industrie nun zu erholen. Merken Sie diese Aufschwungtendenz auch bei Ihren Gesprächen mit den Ausstellern und begleitenden Verbänden?

Krebs: Der Aufschwung ist klar in den Gesprächen spürbar. Das heisst aber noch lange nicht, dass dann automatisch der Entscheid für eine Teilnahme zur Sindex gefällt ist. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Caboussat: Der Nutzen muss da sein, die Strategie und die Budgets müssen auch Messeauftritte zulassen. Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot der Sindex allen aus der Branche den gewünschten Nutzen erbringen können, dafür setzen sich die Bernexpo AG, swissT.net, GOP und alle Partner der Messe ein.

Es scheint, dass der Messeplatz Bern sich immer mehr auf Industriemessen fokussieren möchte. Neben der Sindex stehen mit der «Ble.ch» im März 2019 und der «Industrialis» im Dezember 2018 zwei weitere Industriemessen in den Startlöchern. Führen Sie diese Entwicklung teilweise auf den Erfolg der Sindex zurück?

Caboussat: Selbstverständlich. Die Sindex eröffnet der Bernexpo AG die Tore für weitere Industriemessen.


Bernexpo AG
3000 Bern 22, Tel. 031 340 11 11
info@bernexpo.ch, sindex.ch



Stabwechsel: Alain Caboussat (links) übernimmt von Douglas Krebs die Messeleitung der Sindex 2018. (Bild: TR)