Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 03/2018, 16.03.2018

E-Learning: Die fünf häufigsten Irrtümer

Irrtum 1: Der Entscheid für E-Learning bedeutet den Verzicht auf einen Präsenzkurs.

E-Learning bietet die ideale Möglichkeit, ein Präsenztraining oder eine Unterweisung am Arbeitsplatz vorzubereiten. Auch eignen sich Online-Inhalte hervorragend, um etwas «just in time» zu wiederholen, ohne dass der Trainer oder der Vorgesetzte anwesend sein muss.

Fazit: Gutes und nachhaltiges Lernen besteht immer aus einer Kombination verschiedener Methoden.

Irrtum 2: Mit E-Learning lernt es sich schneller.

Lernen ist ein Prozess. Unabhängig von der gewählten Methode wird Zeit benötigt, bis Wissen angewendet werden kann. Mit E-Learning können Zeitpunkt und Dauer beim Lernen individuell gewählt werden. Unbestritten ist, dass Abwechslung ein erfolgstreibender Faktor ist.

Fazit: Die Lernzeit wird mit E-Learning nicht direkt verkürzt. Abwechslung im Lernalltag beschleunigt die nachhaltige Wirkung.

Irrtum 3: E-Learning löst sofort ein akutes Problem.

Schnell eine Schulung organisieren, um Gegensteuer zu geben. Der Glaube ist verbreitet, dass sich mit E-Learning als günstige Variante Schaden in Grenzen halten lässt. In Ausnahmefällen kann das funktionieren. Meist aber lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten, das Problem zu erkennen und die geeignete Massnahme zu finden.

Fazit: E-Learning als Teil der Problemlösung hilft, wenn Lerninhalte rund um die Uhr und dezentral zur Verfügung stehen sollen.

Irrtum 4: Mit E-Learning wird die Verantwortung für den Lernerfolg an die Mitarbeiter delegiert.

Die technische Voraussetzung für E-Learning ist schnell erfüllt: Es braucht ein geeignetes Werkzeug und aufbereitete Lerninhalte. Zentral für den Lernerfolg aber ist Motivation. Ein anregendes Lernumfeld wirkt sich positiv aus.

Fazit: Ein Angebot mit einem Mix aus selbstverantwortlichem und gemeinsamem Lernen erhält die Motivation bis zum Schluss.

Irrtum 5: E-Learning kostet wenig.

Werden E-Learning-Module mit dem alleinigen Ziel eingekauft, die Ausgaben zu minimieren, geht die Rechnung nicht auf. Im Fokus muss der Nutzen stehen. Wenn dank E-Learning die Produktivität gesteigert, die Effizienz verbessert oder die Sicherheit erhöht werden kann, darf von einem Sparpotenzial ausgegangen werden.

Fazit: E-Learning kann Kosten optimieren, wenn es mit einem grossen Nutzen verbunden ist.

E-Learning ist für viele Unternehmen eine ideale Lernmethode. Clever eingesetzt, bietet sie zahlreiche Vorteile. Voraussetzung ist, dass die fünf genannten Irrtümer vermieden werden.

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