Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 03/2018, 16.03.2018

Instandhaltung konkret

Die elfte Auflage der «Maintenance Schweiz» hielt sich an das bereits erprobte Muster: Eine Mischung aus Messe und Rahmenprogramm, mit Vorträgen auf einem zentral innerhalb der Messe platzierten, offenen, «ScienceCenter» genannten Forum. Erstmals fand parallel zur Instandhaltungsmesse die «Solids Zurich» mit eigenem Forum statt.

M esseleiter David Henz ist zufrieden mit der am 8. Februar in Zürich Oerlikon zu Ende gegangenen zweitägigen Doppelmesse «Maintenance»/«Solids», die sich an Instandhalter und an die Schüttgutbranche wendete. Laut Meldung des Veranstalters Easyfairs wurden mit 2350 Eintritten – wovon 1650 auf der Maintenance – heuer etwas weniger Besucher gezählt als im Vorjahr (2512), aber die Zahlen sind auch nur bedingt vergleichbar, weil die Maintenance 2016 mit der «Pumps & Valves» ausgerichtet worden war, die auf eine anderes Publikum zielt. Auch die rund 150 Aussteller in diesem Jahr wertet Henz als Erfolg, die Zahl liegt sogar leicht über Vorjahresniveau (142).

Das Vortragsprogramm war laut dem Easyfairs-Messe­leiter eines der Highlights. Er betont: «Es gibt sogar einzelne Besucher, die extra deswegen nach Zürich gekommen sind. Wir haben im Vorfeld der Veranstaltung mit Besuchern und Ausstellern lange über das Rahmenprogramm gesprochen und hier offensichtlich eine ideale Mischung gefunden.»

Mit den Fachvorträgen bietet man der Zuhörerschaft einen Mehrwert, wie etwa mit dem Referat von ZHAW-Professor Christoph Heitz, der sozusagen gratis und franko eine Formel zur Verfügung stellte, wie man tatsächlich Kostenminimierung und Verfügbarkeitserhöhung kombiniert. Sie lautet: R = Konsequenz (K) × Ausfallrate (r). Das Resultat zeigt, wie drastisch sich der Ausfall einer Maschine auf die Produktion auswirkt. Wer diese Formel über alle Maschinen anwendet, wird einen der wesentlichen Grundsätze der Instandhaltung begreifen: «Die richtigen Dinge tun», sagt Heitz, «und nicht einfach ‹Die Dinge richtig tun›, das ist der gravierende Unterschied.»

Zufriedene Gesichter konstatierte auch der TR-Redaktor auf seinem Rundgang. In Gesprächen mit Ausstellern betonten diese immer wieder, der grosse Vorteil der Messe liege darin, dass sie fast nur Fachpublikum anziehe, was Kontakte von hoher Qualität generiere. So auch Harald Strohbusch, Presales Consultant Cosmos bei Siemens Industry Software AG: «Tolle Messe! Was für uns gegenüber den international ausgerichteten Messen so wertvoll ist: Dass wir als Besucher Schweizer Fachleute haben, genau die Kunden, die wir ansprechen wollen.» Siemens zeigte unter anderem die Plant Engineering Software Cosmos. «Denn ein wichtiges Thema bei der Instandhaltung geht oft vergessen», sagt Strohbusch, «das ist der Personalwechsel und der damit verbundene Verlust von Wissen.» Um das Instandhaltungswissen zu speichern und neue Mitarbeiter zu schulen, kann man mit Cosmos eine Anlage über vorhandene 3D-Daten als virtuelle Anlage aufbauen und darin alle Instandhaltungsszenarien durchspielen.

David Henz dazu, wie sich der Bereich weiter entwickeln wird: «Wir sehen heute, dass neue Geschäftsmodelle entstehen, deren Grundlage die Serviceleistungen rund um die Instandhaltung sind. Das wird der Maintenance wei­teren Schub verleihen.» Die nächste Maintenance Schweiz wird am 13. und 14. Februar 2019 zusammen mit der «Pumps & Valves» stattfinden. (msc)


Easyfairs Switzerland GmbH
4132 Muttenz, Tel. 061 228 10 00
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Impressionen Maintenance 2018: Das ScienceCenter (links), die leidlich gut gefüllten Gänge und ein Überblick über die Messe. (Bilder: Easyfairs)