Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 03/2018, 21.03.2018

Super League der Automatisierungsprofis

Der Wettbewerb «Grand Prix Automatiker» geht in die dritte Runde: Zusammen mit der SMC Schweiz AG und der Messe «Sindex» sucht die «Technische Rundschau» die besten Automatikerprofis der Schweiz. Der Startschuss zu diesem schweizweit wohl einmaligen Event fällt am 16. März 2018.

Autor: Wolfgang Pittrich

Bereits zum dritten Mal veranstaltet die «Technische Rundschau» zusammen mit der Messe «Sindex» den Wettbewerb «Grand Prix Automatiker» (GPA). Startschuss ist der 16. März 2018 mit Veröffentlichung des theoretischen Teils auf der Homepage der «Technischen Rundschau». Der eigentliche Wettbewerb findet dann am 29. August anlässlich der Sindex in Bern statt (siehe Kasten «Auf einen Blick»). Gesucht werden die besten Automatikerprofis der Schweiz. Gefragt ist technisches Wissen, handwerkliches Geschick und ein gutes Nervenkostüm – wie im normalen Berufsleben auch.

In diesem Jahr ist die SMC Schweiz AG der Hauptindustriepartner des Wettbewerbs. Der führende Schweizer Pneumatik- und Automatisierungsanbieter übernimmt in dieser Rolle die Aufgabenstellung des theoretischen Teils, die Schulung der Teilnehmer und die Ausrichtung des eigentlichen Wettbewerbs auf der Sindex.

Für Alessandro Grizzetti, Leiter Business Development der SMC Schweiz AG, ist die Teilnahme an diesem Berufswettbewerb eine spannende Herausforderung, aber auch eine Bestätigung des eigenen Aus- und Weiterbildungsengagements für die Schweizer Automatisierungsbranche: «Wir sind überzeugt, dass der Grand Prix Automatiker das ideale Schaufenster ist, um SMC als idealen Partner auch im Bereich Trainingssysteme vorzustellen. Wir erwarten ausserdem einen spannenden Wettbewerb und den Austausch mit Automatikprofis als Anwender unserer Produkte und Systeme. Daraus gewinnen wir wieder wertvolle Rückmeldungen für künftige Produktentwicklungen.»

Wie läuft der Wettbewerb eigentlich ab? Am Anfang steht die Selektion der fünf Kandidaten, die sich am 29. August im fairen Wettkampf Mann (Frau?) gegen Mann gegenüberstehen werden. Sie werden über einen theoretischen Teil ausgewählt, der ab dem 16. März auf der Microsite «technische-rundschau.ch/grandprix-automatiker-2018/» freigeschaltet ist («Die Aufgaben»). Einsendeschluss dafür ist der 15. Juni. Bevor dann in Bern das grosse Finale steigt, werden die fünf ausgewählten Automatikerprofis bei SMC auf den Wettbewerb hin geschult. Die Kandidaten sollen nämlich über einen möglichst einheitlichen Wissensstand verfügen.

Auf der Sindex heisst es dann am 29. August: «Jeder gegen jeden und alle gegen die Uhr». Anhand einer fiktiven Aufgabe müssen die Kandidaten eine Automatisierungslösung erarbeiten und diese dann an einer Workstation abarbeiten. Eine Jury bewertet die Teilnehmer nach einem genau vorgegebenen Punkteschema. Für die Ausarbeitung der Lösung und die Umsetzung hat jeder Kandidat nur insgesamt zwei Stunden Zeit. Damit alles mit rechten Dingen zugeht, wird ein neutraler Oberjuror den Wettbewerb mit Argusaugen verfolgen.

Mit diesem Szenario wollen die Macher des Grand Prix Automatiker die Alltagsroutine der Automatikerprofis abbilden: Unter Zeitdruck eine gute oder eben bessere Lösung finden. Denn gesucht wird ja nicht irgendwer, sondern der beste Profi der Profis. Der Wettbewerb soll deshalb auch ein Ansporn sein für junge Berufsleute, sich für diesen Beruf zu entscheiden, der extrem vielseitig, aber auch spannend ist und in Zukunft sicherlich noch an Bedeutung gewinnen wird. So sieht es auch Fritz Diebold, der für die SMC Schweiz AG die Aufgaben für den theoretischen Teil zusammengestellt hat und den Wettbewerb betreut: «Das Anforderungsprofil an einen Automatiker ist in den letzten Jahren gestiegen und wird weiter steigen. Die Digitalisierung, die Vernetzung der Systeme, die zunehmende Roboterisierung und nicht zuletzt das Thema Industrie 4.0 wird dafür sorgen, dass diese Ausbildung mit ihrem breiten Aufgabengebiet in einer der vielseitigsten Berufe sein wird, mit dem sich junge Menschen ihre Grundausbildung aneignen können.»

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Digitalisierung beim diesjährigen Grand Prix Automatiker eine Rolle spielen wird, wie Fritz Diebold leise antönen lässt: «Das Thema wird bestimmt in der einen oder anderen Form eine kleine Hürde darstellen, die es zu überwinden gilt.»

Auch Wolfgang Pittrich, Chefredaktor der Technischen Rundschau, die den Wettbewerb initiiert hat, ist davon überzeugt, dass die digitale Transformation nochmals einen Schub für den Beruf des Automatikers bringt: «Wir beobachten gerade im Bereich der Digitalisierung der fertigungstechnischen Prozesskette einen Trend hin zu immer mehr Automatisierung und Sensoreinsatz und damit einhergehend Cloud-gestütztes Monitoring. Das heisst: Die Datenanalyse wird den Automatiker in Zukunft immer mehr beschäftigen.» Unter anderem aufgrund dieser Veränderungstendenzen ist für ihn die Sindex der ideale Austragungsort für den GPA: «Als Schweizer Schaufenster der Automatisierungsbranche bietet die Sindex das beste Umfeld. Hier sind die aktuellsten Entwicklungen live erlebbar.»

Noch steht die Automatisierungsbranche erst am Anfang der digitalen Transformation. Aber sie wird unausweichlich kommen. Deshalb nehmen Fritz Diebold und die SMC Schweiz AG den Wettbewerb auch sehr ernst: «Berufswettbewerbe sind so spannend wie Sportwettbewerbe. Wir bewegen uns mit dem Grand Prix Automatiker auf einem hohen Niveau und spielen in der Super League. Es ist in jeder Berufsgruppe ein Challenge, mit Profis zu arbeiten. Wenn man an das Thema Industrie 4.0 denkt, dann sind Automatiker als Profis die Zukunft der Schweiz.»

smc.ch

technische-rundschau/grandprix-automatiker-2018




Fritz Diebold, Industry Manager Training Systems, SMC Schweiz AG.

Auf einen Blick

Grand Prix Automatiker 2018

Zum dritten Mal veranstalten die Zeitschrift «Technische Rundschau» und die Messe «Sindex» den Wettbewerb «Grand Prix Automatiker» (GPA). Hauptindustriepartner in diesem Jahr ist die SMC Schweiz AG. Gesucht wird der beste Automatikerprofi der Schweiz. Dazu treten fünf Kandidaten im fairen Wettkampf am 29. August im Rahmen der Branchenmesse Sindex gegeneinander an. Sie werden über einen theoretischen Aufgabenteil ausgewählt, der ab 16. März über die Homepage der «Technischen Rundschau» (technische-rundschau.ch) oder direkt über die Microsite «technische-rundschau.ch/grandprix-automatiker-2018» abgerufen werden kann. Einsendeschluss ist der 15. Juni. Eine Jury kürt anschliessend die fünf Kandidaten für die Endausscheidung. Sie werden im Vorfeld der Veranstaltung von SMC geschult, damit alle mit einem möglichst einheitlichen Wissensstand an den Start gehen.

Beteiligen kann sich jeder Automatiker, der über eine gewisse Berufserfahrung verfügt. Und Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall! Denn neben der Ehre, zu den Besten seines Faches zu gehören, gibt es wertvolle Preise zu gewinnen:

1. Sieger: Barpreis im Wert von CHF 3000.–, gesponsert von der SMC Schweiz AG

2. Sieger: Barpreis im Wert von CHF 2000.–

3. Sieger: Barpreis im Wert von CHF 1000.–

4. und 5. Sieger: Jeweils Barpreis im Wert von CHF 500.–

Weitere Sponsoren der Veranstaltung sind (Stand Februar):

- Baumer Electric AG (baumer.com/ch/de)

- Conrad Electronic AG (conrad.ch)

- ifm electronic ag (ifm.com/ch/de)

- Alfred Imhof AG (imhof-sew.ch)

- Murrplastik Systemtechnik GmbH (murrplastik.de)

- Siko MagLine AG (siko-global.com/dechat-ch)

Fünf Fragen an Fritz Diebold, SMC Schweiz AG

«Automatikerberuf hat äusserst spannende Zukunft vor sich»

Herr Diebold, Sie sind bei der SMC Schweiz AG für den Wettbewerb Grand Prix Automatiker zuständig. Was macht aus Ihrer Sicht den Reiz dieser Veranstaltung aus?

Getreu dem Motto: «Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden», soll dieser Wettbewerb auch ein Ansporn sein, in seine Aus- und Weiterbildung zu investieren. Dazulernen geht immer. Die Sindex als Leistungsschau der Automation ist dafür die ideale Plattform, um Automatisierungsprofis eine Möglichkeit zu geben, sich im direkten Vergleich zu messen.

Wie wichtig ist für SMC die Ausbildung zum Automatiker in der Schweiz?

Mit unserem neuesten Trainingssystem «Sif 400» (Smart Innovativ Factory) können alle Aspekte der Automation geschult werden. Dazu gehören die klassischen Schulungsthemen wie beispielsweise die Mechatronik, die Fluidtechnik, die Robotik, die Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik und auch neuste Anwendungen wie «Predictive Maintenance», «Artificial Vision» oder «Augmented Reality». Mit weiteren Themen wie Big Data oder Cloud-Anbindungen sind wir mitten drin in den neusten Themen der Automation. Das zeigt uns doch eines deutlich: Der Beruf des Automatikers hat durch das Aufkommen der digitalen Transformation eine äusserst spannende Zukunft vor sich.

Stichwort digitale Transformation: Bildet SMC diesen Trend bereits heute in ihren Ausbildungsmodulen ab?

In unserem neusten Trainingssystem, dem Sif 400, bilden wir eine voll automatisierte Produktion nach. Das ist eine intelligente Fabrik einschliesslich Industrie-4.0-Technologie, fortgeschrittener Herstellungskonzepte und voll vernetzter Unternehmensumgebung.

Werden wir dazu bereits etwas auf der Sindex zu sehen bekommen?

Wir überlegen in diese Richtung und haben uns noch nicht abschliessend festgelegt. Die Anlage, die wir für den Wettbewerb einsetzen, wird den Finalteilnehmern auf jeden Fall auch konventionelle Fertigkeiten abverlangen. Die neuen Technologien haben in Bezug auf diesen Wettbewerb zur Zeit noch zwei grössere Nachteile. Erstens: Es gibt noch keine allgemein anerkannten Standards. Und sie können zweitens sehr schnell recht zeitaufwendig sein. Wir müssen darauf achten, dass wir den vorgegebenen zeitlichen Rahmen nicht sprengen.

Sie haben die Aufgaben zum theoretischen Teil des Grand Prix Automatiker zusammengestellt. Worauf sollten die Teilnehmer bei der Beantwortung der Fragen besonders achten?

(Schmunzelt) Wir wollen hier nicht allzu viel verraten. Die Antworten sollten möglichst alle Aspekte der Aufgabenstellung abdecken. Wir werden deshalb nicht nur Multiple-Choice-Fragen einbauen, sondern auch offene Fragen stellen. Dadurch erhält die Qualität der Antworten mehr Gewicht. Nicht auszuschliessen ist, dass die eine oder andere Skizze erstellt werden muss. Da wäre dann Kreativität gefragt.