Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 04/2018, 12.04.2018

Zackiger Pulverwechsel

Anlässlich der Hausausstellung bei Deckel Maho in DE-Pfronten anfang Jahres präsentierte DMG Mori mit der «Lasertec 30 SLM» eine neue Anlage für die additive Fertigung im Metallpulverbett. Zudem erhält die Prozesskette rund um die Lasertec-SLM-Baureihe mit «Celos SLM» eine durchgängige Software- und Steuerungslösung.

Die Maschinen der Lasertec-SLM-Reihe für das additive Laserschmelzen im Pulverbett runden bei DMG Mori das Portfolio für additive Fertigungstechnologien mit der Pulverbetttechnologie ab. Vor kurzem lancierte der Maschinenbauer mit der Lasertec 30 SLM ein weiteres Modell. Die wichtigsten technischen Daten in Kürze: 300 × 300 × 300 mm Bauvolumen, Faserlaser von 600 W bis 1 kW, Schichtdicken von 20 bis 100 µm, Argonverbrauch nur 70 l/h, integrierte Pulverwiederaufbereitung, austauschbares Pulvermodul, durchgängige Softwarelösung «Celos SLM», abgestimmte Prozesskette in der Nachbearbeitung auf Maschinen der HSC- und DMU-Baureihe desselben Herstellers.

Mit Celos SLM bietet der Hersteller eine umfassende Softwarelösung für die CAM-Programmierung und Maschinensteuerung aus einer Hand mit abgestimmter und einheitlicher Bedienoberfläche. Damit lassen sich Bauteile unabhängig von deren Komplexität mit minimalem Zeitaufwand programmieren und die Daten sofort auf die Maschine übernehmen, heisst es. Kleinere Anpassungen könnten ohne Rückschritt im gleichen Bedienkomfort auch auf der Maschinensteuerung vorgenommen werden.

Weiter bietet Celos SLM eine dem Bauteil angepasste Belichtungsstrategie, die automatisch vor dem Prozessstart generiert wird. Mit ihr wird der Energieeintrag in das Bauteil während des Bauprozesses in Taktraten von rund 10 µs exakt gesteuern und auf ein optimales Mass begrenzt. Alle prozessrelevanten Parameter, wie Scangeschwindigkeit, Laserleistung und Fokusdurchmesser, fliessen dabei in die Programmierung ein. Verformungen und Stressgenerierung im Material werden vermieden und selbst dünne waagerechte oder senkrechte Wände prozesssicher hergestellt, verspricht DMG Mori.

Das Schnellwechselpulvermodul verkürze die Wechselzeit zwischen zwei Werkstoffen von zuvor rund anderthalb Tagen auf zwei Stunden, so der Hersteller weiter. (msc)


DMG Mori Schweiz AG
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In der neue SLM-Anlage «Lasertec 30 SLM» ermöglicht ein flexibles Pulvermodul schnelle Pulverwechsel. (Bilder: DMG Mori)