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Ausgabe 05/2018, 11.05.2018

Integriertes PDM schafft Flexibilität

Die Bärtschi Mechanik GmbH musste aufgrund gestiegener Marktanforderungen ihre Produktion effizienter gestalten. Mit der Einführung der 3D-CAD/CAM-Software «TopSolid 7» von Missler wurde ein entscheidender Schritt getan. Vor allem die Datendurchgängigkeit und das bereits integrierte Produktdatenmanagement (PDM) hat bei Bärtschi überzeugt.

Die Bärtschi Mechanik GmbH aus Birrhard gilt als Spezialistin für die Herstellung von sehr kleinen Alufrästeilen, insbesondere für Gehäuse für die Elektronik und Forschung. Der Dreimannbetrieb wurde 1997 von Jean-Paul Bärtschi gegründet. Während man in der Anfangszeit noch mit 2,5 D-CAM-Software programmierte, wurde in den letzten Jahren klar, dass der Einstieg in die moderne 3D-Welt mit Anbindung an übergeordnete Datenmanagementstrukturen unumgänglich war.

Die Wahl fiel schliesslich auf die Software TopSolid 7 von Missler, da diese Software unter anderem eine vollintegrierte CAD/CAM-Lösung bietet. Das heisst, es gibt keine Schnittstellenbrüche zwischen CAD und CAM. Da Bärtschi auch selbst konstruiert, bringt diese Durchgängigkeit deutliche Vorteile. Ein weiterer grosser und wichtiger Vorteil von TopSolid 7 ist für Bärtschi das bereits integrierte Produktdatenmanagement. Dank diesem PDM ist es möglich, das System von Anwenderseite flexibler anzupassen. «Durch die Kombination von CAD/CAM und PDM lassen sich kundenspezifsche Vorlagen wie Werkzeuglisten oder Rüstdokumente einfach generieren», erläutert Firmengründer und -chef Jean-Paul Bärtschi.

TopSolid stellt dazu eine digitale Prozesskette zur Verfügung, mit deren Hilfe Daten importiert, Teile und Baugruppen konstruiert, dimensioniert, geändert, programmiert, simuliert, hergestellt und kontrolliert werden können. Um den zentralen TopSolid-Kern sind die verschiedenen Module und Services angeordnet.

Bärtschi Mechanik hatte nach der Installation allerdings schnell festgestellt, dass die Abläufe beim Einrichten von wiederkehrenden Teilen noch nicht optimal umgesetzt waren: Es ging unter anderem zu viel Zeit bei der Suche nach Werkzeugen verloren. Dies betraf insbesondere die sehr kleinen Werkzeuge, mit Durchmesser unter 1 mm. Denn dort ist eine eindeutige, optische Identifizierung nicht mehr möglich.

Das hat den Lohnfertiger dazu bewogen, eine Werkzeugliste mit Lagerort der Werkzeuge zu kreieren. Mit Unterstützung des Teams von Missler Software Switzerland, das die während des Einführungsprojektes benötigten Dienstleistungen erbracht hatte und immer noch den IT-Support bereitstellt, konnte eine Werkzeugverwaltung inklusive Werkzeugliste erstellt werden. So wurde ein rasches und eindeutiges Rüsten der Werkzeuge pro Auftrag umgesetzt. Die Werkzeugliste wird anhand der Daten vom CAM-Programm automatisch generiert und basiert auf drei Bibliotheken:

  • Werkzeugaufnahmen: Abgelegt sind die genauen CAD-Modelle der verwendeten Aufnahmen mit entsprechender Identifikation.
  • Schneidwerkzeuge: Hier sind alle Schneidwerkzeuge erfasst und geometrisch genau definiert mit Schneidenlängen, Eckenradien oder Fasen, damit später das Bauteil auch im kleinsten Detail der Simulation im CAM entspricht.
  • Komplettwerkzeuge: Erfasst sind die zusammengebauten Werkzeuge (Aufnahmen und Schneidwerkzeuge) mit definierter Ausladung. Jedes Modell eines Komplettwerkzeuges wird in der Werkzeugliste mit den entsprechenden Identifikationsdaten auch bildlich dargestellt. Zudem werden diese Modelle für die Maschinensimulation verwendet.

Der Aufbau solcher Bibliotheken nimmt Zeit in Anspruch. Aber der deutlich reduzierte Zeitaufwand beim Einrichten zahlt sich aus, so die Erfahrung der Bärtschi GmbH. Ausserdem gibt es durch die eindeutige Werkzeugdefinition keine Missverständnisse, was massgeblich zu einer sicheren Reproduzierbarkeit der Produkte beiträgt, wie Jean-Paul Bärtschi bestätigt: «Nach Gesprächen mit unseren Partnern, die mit anderen CAD-Systemen ohne PDM konstruieren und später mit grossem Aufwand ein PDM dazukaufen und anpassen mussten, wurde uns klar, dass das bereits integrierte PDM im TopSolid 7 ein enormer Vorteil ist.» Auch dank des PDM war es für den Zerspanungsdienstleister möglich, das System, sei es auf der CAD- oder auf der CAM-Seite, nach eigenen Wünschen flexibel anzupassen: «Das war die richtige Entscheidung!» (pi)

Bärtschi Mechanik GmbH 5244 Birrhard, Tel. 056 225 04 00

Missler Software Switzerland AG 6312 Steinhausen, Tel. 044 738 27 27 info@topsolid.ch



Durchgängigkeit als Pluspunkt: Bei der vollintegrierten CAD/CAM-Lösung TopSolid 7 gibt es keine Schnittstellenbrüche. (Bilder: Missler)


Jedes Modell eines Komplettwerkzeuges wird in der Werkzeugliste mit den Identifikationsdaten bildlich dargestellt.


Jean-Paul Bärtschi: «Das bereits integrierte PDM im TopSolid 7 ist ein enormer Vorteil.»