Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 05/2018, 11.05.2018

Präzisionsmesstechnik für einmalige Bauwerke

Riva Engineering plant und realisiert hochwertige Fassadenkonstruktionen für eine weltweite Kundschaft. Zur Verarbeitung kommen Werkstoffe aus Aluminium, Edelstahl, Messing und Kupfer. Oft wird aus dem Vollen zerspant mit Werkstücklängen bis zu 14 m. Um bei diesen Dimensionen und unterschiedlichen Materialien die geforderte Genauigkeit und Oberflächenqualität einhalten zu können, setzt das Unternehmen auf Messsysteme von Blum-Novotest.

Die heiligen Stätten der Muslime in Mekka werden vom saudischen Königshaus mit immensem Aufwand ständig erweitert, vergrössert und verschönert. Einen deutlich sichtbaren Anteil daran hat Riva Engineering aus Backnang, wo kilometerlange Balustraden, Tore und Fassaden mit aufwändigen Ornamenten sowie riesige, fahrbare Skylights für die Bauwerke hergestellt werden. Zusammen mit hochspezialisierten Partner- und Tochterunternehmen bietet Riva ein umfassendes Leistungsportfolio aus einer Hand rund um die Bereiche der Fassadentechnologie und des Bauwesens an. Gerade für die Oberflächenbehandlungen ist eine hohe Oberflächengüte vonnöten – und auch sonst stellen die Auftraggeber höchste Anforderungen an die Präzision. Genauigkeiten von unter 0,1 mm bei 5 m langen Teilen sind keine Seltenheit.

Oft wird mehr als die Hälfte des Volumens eines Rohlings zerspant, und das bei Elementen in Grössenordnungen von mehreren Metern in der Fläche und einigen Zentimetern Dicke. Maschinenlaufzeiten von 35 bis 50 h sind daher keine Seltenheit. Die Verfahrwege der eingesetzten Bearbeitungszentren spannen von 800 mm bis hin zu 14 m.

Um in diesen Dimensionen hohe Genauigkeit, beste Oberflächen und zuverlässige Bearbeitung über viele Stunden zu erreichen, ist eine ständige und hochpräzise Überwachung der Bearbeitungsprozesse und -werkzeuge notwendig. Dazu nutzt Riva auf 15 Bearbeitungszentren Messsysteme von Blum-Novotest; teils als Lasermesssysteme, teils als Messtaster im Werkzeugmagazin. Auf einigen Maschinen sind zudem Werkzeuglängenmesssysteme des Typs «Z-Nano» verbaut.

Die Lasermesssysteme werden als Trägersysteme, bei denen Sender und Empfänger auf einem gemeinsamen Träger sitzen, oder als Singlesysteme eingesetzt, wobei Sender und Empfänger getrennt voneinander im Arbeitsraum positioniert sind. So kommen beispielsweise in einer Spezialmaschine von Chiron mit sechs Maschinenköpfen sechs dieser Systeme zum Einsatz. Damit lassen sich alle Grössen der bei Riva genutzten Werkzeuge messen, von 0,3-mm-Kugelfräsern bis hin zu Messerköpfen mit 250 mm Durchmesser. Einen grossen Vorteil der Lasermesssysteme sieht Riva in der hohen Genauigkeit und Zuverlässigkeit unter rauen Arbeitsbedingungen. Sie dienen hauptsächlich zur Werkzeugbruch- und Einzelschneidenkontrolle. Dabei lassen sich selbst kleinste Schneidenausbrüche µm-genau erfassen – und das bei Bearbeitungsdrehzahl. Neben den optischen verwendet der Fassadenspezialist auch taktile Messsysteme wie den Funkmesstaster «TC60». Diese Mess­taster werden oft für das Aufnehmen von Werkstücknullpunkten genutzt.

In den grossen Bearbeitungszentren kommen dagegen Messtastersysteme mit BRC-Funktechnologie zum Einsatz. Gegenüber der gebräuchlichen Infrarot-Übertragung bieten sie den Vorteil, dass keine direkte Sichtverbindung zwischen Messtaster und Empfänger bestehen muss und bis zu sechs Messsysteme sequentiell angesteuert werden können. Um den Messvorgang möglichst kurz zu halten und keine wertvolle Maschinenzeit für die Messzyklen zu verbrauchen, hat Blum-Novotest seine Taster auf hohe Verfahr- und Antastgeschwindigkeiten ausgelegt.(pi)

Riva GmbH Engineering DE-71522 Backnang, Tel. +49 7191 904 38-0 info@rivagmbh.de

Blum-Novotest GmbH 2543 Lengnau, Tel. 032 653 77 11 r.gasser@blum-novotest.com



Die sechs Stockwerke hohe Glasfassadenkonstruktion von Riva auf dem Mecca Royal Clocktower: Über 1000 grün beschichtete Scheiben vermitteln das Bild eines geschliffenen Smaragdes. (Bild: Fotolia)


Messen unter Last: Beim Antasten sind bis zu 5 m/min Verfahrgeschwindigkeit möglich, ohne die Wiederholgenauigkeit von 0,3 μm (2σ) zu gefährden.

Am Rande bemerkt

Fassaden für eine heilige Stätte

Ein grosses Projekt in Mekka, Saudi-Arabien, erwies sich für die Riva GmbH als bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens. Eine über sechs Stockwerke hohe Glasfassadenkonstruktion thront über der weltgrössten Uhr an der Spitze des monumentalen Mecca Royal Clock Tower Hotels – dem momentan dritthöchsten Gebäude der Welt. Das wegen seiner Form so genannte Juwel legte den Grundstein für die intensive Zusammenarbeit bei der Erweiterung der Heiligen Moschee in Mekka. Mittlerweile hat Riva auch die Herstellung zahlreicher Bauelemente aus Edelstahl und Aluminium übernommen sowie komplexe Fassadenelemente in unterschiedlichster Ausführung.