Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 05/2018, 11.05.2018

Rundherum alle Daten im Blickfeld

Prozesstransparenz ist das A und O, wenn es um Wirtschaftlichkeit und Termintreue geht. Beim Lohnfertiger Meag AG vernetzt das ERP-System der ams.Solution AG alle kaufmännischen und technischen Informationen in Echtzeit. Inzwischen weiss man mehr oder weniger auf Knopfdruck, wo die Aufträge stehen und kann bei Bedarf sofort eingreifen.

Die Kernkompetenzen der Meag AG sind das Bohren, Fräsen und Drehen von Gross- und Kleinteilen für den Maschinen- und Anlagenbau. Eine Konstruktionsschlosserei und der Systembau runden das Portfolio ab. Im Systembau reicht das Angebot von der Baugruppenmontage bis zur Fertigung kompletter Maschinen. Derzeit hat der Lohnfertiger rund 50 Werkzeugmaschinen unter Span. Das jährliche Auftragsvolumen beläuft sich auf etwa 7000 Fertigungsprojekte. Abhängig von der Komplexität der Kundenanforderungen liegen die Durchlaufzeiten zwischen zwei und zwölf Wochen. Meist werden Wiederholteile gefertigt, die einige dutzend-, zum Teil auch einige hundertmal aufgelegt werden. Es gibt auch Rahmenverträge mit bis zu mehrjähriger Laufzeit.

Seit 2014 hat die Meag AG ihre Geschäftsabläufe in «ams.erp» abgebildet, der Enterprise-Resource-Planning-Lösung der ams.Solutions AG. Sie löste damals eine DOS-basierte PPS-Lösung ab, die der Lohnfertiger bereits seit 1997 im Einsatz hatte. «Wir hatten das technologische Potenzial des Vorgängersystems weitgehend ausgereizt», erinnert sich Thomas Gretler, der den ERP-Einsatz bei der Meag AG koordiniert. «Um uns den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen, suchten wir daher nach einer Alternative.»

Vielen im Unternehmen sei diese Erkenntnis nicht eben leichtgefallen, so Gretler weiter. Denn wenn es um Prozessverbesserungen ginge, sei man eher gewohnt, über die Anschaffung einer neuen Werkzeugmaschine nachzudenken als eine vergleichbar hohe Investitionssumme in eine ERP-Software zu stecken. Interessanterweise waren es dann vor allem die jüngeren Mitarbeiter, die wichtige Impulse für den Wandel gaben.

Dass die Wahl dann auf das Auftragsmanagementsystem ams.erp fiel, ist auf seine branchenspezifische Affinität zurückzuführen. Das Beratungs- und Softwarehaus ams.Solution AG hat das modular aufgebaute System speziell für die Anforderungen der Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung ausgelegt. Wie stark sich die Lösung damit vom Gros der übrigen Marktangebote unterscheidet, zeigt sich bei der Meag AG zum Beispiel im Umgang mit den sogenannten O-Teilen. Hier erlaubt es ams.erp, Teile auch ohne Artikelnummer durch das gesamte Fertigungsprojekt zu führen. Für Lohnfertiger, die eine Vielzahl an Aufträgen mit überwiegend sehr kleinen Losgrössen haben, verspricht diese Wahlfreiheit eine erhebliche Arbeitserleichterung. Denn anderenfalls müssten sich die Anwender damit behelfen, Auftrag für Auftrag Dummy-Artikel anzulegen und diese gewissenhaft zu verwalten. Ein erheblicher manueller Arbeitsaufwand, dem in der auftragsbezogenen Lohnfertigung nur selten ein Mehrwert gegenübersteht.

Um Klarheit über die praktische Arbeit im ERP zu schaffen, hat die Meag AG gemeinsam mit den Organisationsberatern von ams ein unternehmensweites Prozessmodell erstellt. Schritt für Schritt ist darin festgelegt, wann wer welche Informationen erfassen oder weiterverarbeiten muss, damit sich der Fortschritt der Beschaffungs-, Fertigungs- und Montageaufgaben bereichsübergreifend nachvollziehen lässt. «Beispielsweise erfordert nun jede Materialbewegung eine Buchung, sei es durch das Scannen von Barcodes oder manuelle Eingeben am Rechner», erläutert Thomas Gretler. «Der sich hieraus ergebende Informationsgewinn wiegt den höheren Erfassungsaufwand klar auf: Mit der integrierten ERP-Lösung wissen wir jetzt beinahe auf Knopfdruck, wo die Aufträge stehen. Und können frühzeitig und punktgenau eingreifen, wenn Abläufe möglicherweise hängen.»

Das Unternehmen prüft permanent, an welchen Stellen es sich lohnt, die aktuelle Lösung weiter auszubauen. Zur Zeit richtet sich das Interesse auf die Anbindung von Grosskunden, um elektronische Lieferabrufe zu ermöglichen und die Fertigungsprozesse zu digitalisieren. Thomas Gretler ist sich sicher: «Dank solcher Entwicklungsmöglichkeiten ist ams.erp ein wichtiger Impulsgeber für uns. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten, um unsere Berechtigung am Markt und somit die Existenz zu sichern.»(pi)

Meag AG
5014 Gretzenbach, Tel. 062 858 46 46
info@meagag.ch

ams.erp Solution AG
8105 Regensdorf, Tel. 052 222 77 02
info@ams-erp.com



Im durchgängigen ERP führt jeder Arbeitsschritt, bei dem kaufmännisch relevante Informationen entstehen, zu einer spezifischen Datenerfassung. (Bilder: ams)


Die konsequente Nutzung des ERP-Systems erlaubt die vernetzte Auswertung aller fertigungsrelevanten Daten.

Auf einen Blick

Ams.erp im Einsatz bei der Meag AG

Durch die konsequente Nutzung von ams.erp erhält der Lohnfertiger eine prozessübergreifende Datenbasis, die vernetzte Auswertungen erlaubt. Mit diesem Wissen kann das Unternehmen seine Prozesse durchgängig organisieren und präzise erkennen, wie wirtschaftlich es gerade arbeitet. Das Informations- und Steuerungssystem bildet die Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab. Aus Sicht der Meag AG entsteht dabei der grösste Mehrwert in den Bereichen Angebotserstellung, Disposition, Einkauf von Rohmaterial, Steuerung der verlängerten Werkbank, Materialwirtschaft, Fertigung und Montage sowie Auslieferung und Rechnungswesen.