Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
28.01.2020

Siemens und die ETHZ gehen strategische Partnerschaft ein

Die Siemens Schweiz AG und die ETH Zürich haben im Rahmen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos die Fortsetzung ihrer strategischen Partnerschaft bekannt gegeben. Das Engagement wird nach der Unterzeichnung eines neuen Fünfjahresvertrages in den kommenden Jahren zu einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen der ETH Zürich und Siemens führen.

Bevölkerungswachstum, Verstädterung und Energieversorgung gehören zu den grössten Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb fördert Siemens mit einer Schenkung an die ETH Foundation den Bereich «Nachhaltiges Bauen / Digitale Fabrikation» und ermöglicht innovative ETH-Forschungsprojekte.

«Die Forschungsprojekte werden gemeinsam definiert und liefern unseren Fachleuten wertvollen Input für die eigene Produktentwicklung im Bereich Gebäude- und Energietechnik», erklärte Cedrik Neike, CEO von Siemens Smart Infrastructure. ETH-Präsident Joël Mesot ergänzt: «Dank der Zusammenarbeit mit Industriepartnern wie Siemens können wir Innovationen zum Nutzen der Gesellschaft noch schneller vorantreiben.»

Ein erstes Projekt im Rahmen dieser erneuerten Kooperation wurde bereits Anfang Januar 2020 lanciert. Dabei geht es um die Anwendung von maschinellen Lernprozessen bei der Planung von Gebäuden.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern hat eine lange Tradition. 2009 unterstützte Siemens die Finanzierung der neuen Professur «Sustainable Building Technologies». Durch diese Förderung konnte die ETH Zürich die Forschung und Lehre im Bereich «Nachhaltigkeit und Energie» weiter ausbauen. 2014 lancierten die beiden Partner zudem in Singapur ein aussergewöhnliches Energieeffizienz-Projekt für Bürogebäude.

Das von der ETH entwickelte 3for2-Konzept ermöglicht es, auf einer Raumhöhe, die normalerweise für zwei Stockwerke vorgesehen ist, drei Etagen unterzubringen – ohne dass sich die nutzbare Höhe der Innenräume verringert. Die ETH-Forschenden setzten modernste Gebäudetechniklösungen von Siemens ein und konnten damit beim Prototyp in Singapur den Energieverbrauch um 40% reduzieren. Nebst dem Thema Bauen arbeiten Siemens und die ETH Zürich auch im Bereich «Mobilität der Zukunft» eng zusammen.

Die ETH Zürich – Wo Zukunft entsteht
Freiheit und Eigenverantwortung, Unternehmergeist und Weltoffenheit: Die Werte der Schweiz sind das Fundament der ETH Zürich. Die Wurzeln unserer technisch-naturwissenschaftlichen Hochschule reichen zurück ins Jahr 1855, als die Gründer der modernen Schweiz diesen Ort der Innovation und des Wissens geschaffen haben.

Studierende finden an der ETH Zürich ein Umfeld, das eigenständiges Denken fördert, Forschende ein Klima, das zu Spitzenleistungen inspiriert. Im Herzen Europas und weltweit vernetzt entwickelt die ETH Zürich Lösungen für die globalen Herausforderungen von heute und morgen.

Über die ETH Foundation
Die ETH Foundation unterstützt die ETH Zürich dabei, ihre strategischen Ziele in Forschung und Lehre schneller zu erreichen und ihre Spitzenposition weiter auszubauen. Als führende Hochschulstiftung gewinnt die ETH Foundation Unternehmen, Privatpersonen und Stiftungen als Förderpartner, um gemeinsam die Grenzen des Wissens zu verschieben und Innovationen voranzutreiben – für die Schweiz und weltweit.

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ETH-Präsident Joël Mesot (rechts) und Cedrik Neike, CEO Siemens Smart Infrastructure nach der Vertragsunterzeichnung. Bild: ETH Zürich/Andreas Eggenberger. (Bild: Siemens)