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ABB prämiert Nachwuchsforschende

Tibor Schneider und Yannick Salamin von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) sowie Michael Graf von der Ecole Polytechnique Fédérale Lausanne (EPFL) haben die ABB-Forschungspreise 2021 erhalten. Damit würdigt ABB ihre herausragenden Master- und Doktorarbeiten in den Bereichen Informations- und Automatisierungstechnik beziehungsweise Energietechnik.

Tibor Schneider hat in seiner Masterarbeit ein Framework vorgestellt, das selbst bei komplexen, störungsanfälligen Rekonfigurationen von Kommunikationsnetzwerken eine sichere Migration garantiert. Yannick Salamin hat in seiner Doktorarbeit eine neuartige integrierte elektro-optische Technologie entwickelt und einen darauf beruhenden drahtlosen Empfänger gebaut, der Signale direkt in optische umwandeln kann: ein wichtiger Schritt in Richtung energieeffizienter Kopplung von Glasfaser- zu Drahtlosverbindungen mit hoher Kapazität. Die beiden wurden für ihre Beiträge offiziell vergangenen Samstag im Rahmen des diesjährigen ETH-Tags ausgezeichnet.

Michael Graf hat im Rahmen seiner Dissertation die Eigenschaften von Nanoporen in atomar dünnem Molybdändisulfid optimiert und unter anderem gezeigt, dass die Ionenselektivität dieser Membran durch Licht um einen Faktor fünf erhöht werden kann. In der Praxis könnte Sonnenlicht auf die Membran konzentriert und damit die osmotische Energiegewinnung an Flussmündungen verbessert werden. Den Preis für seine Arbeit nahm er Anfang November in Lausanne entgegen.

Mit den ABB-Forschungspreisen zeichnet ABB Schweiz jedes Jahr an der ETHZ und der EPFL herausragende Abschlussarbeiten in der Energie- sowie der Informations- und Automationstechnik aus. Im Rahmen ihres umfassenden Engagements für Bildung, Innovation und Nachhaltigkeit arbeitet ABB weltweit mit über 100 Universitäten zusammen und investierte 2020 rund 1,3 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung sowie Digitalisierung. Das entspricht rund fünf Prozent des Konzernumsatzes. Eines der sieben ABB-Forschungszentren befindet sich in Baden-Dättwil, wo rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Grundlagen künftiger technischer Lösungen erarbeiten. ABB hat im vergangenen Jahr zum wiederholten Mal mehr Patente beim Europäischen Patentamt (EPA) angemeldet als jedes andere Unternehmen in der Schweiz. 

abb.ch