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Hydro Nenzing erweitert Standort

Vergangene Woche erfolgte der offizielle Spatenstich für die umfangreiche Erweiterung des Aluminiumspezialisten in AT-Nenzing. Das Werk rüstet sich für die Zukunft und investiert in eine hochmoderne vierte Strangpressanlage und erweitert die Bearbeitungsmöglichkeiten um rund 40 Prozent.

Der für März geplante Spatenstich wurde aufgrund der Covid-Regelungen für Veranstaltungen in den Mai verschoben. So hatte die rund 500-köpfige Belegschaft nun im Rahmen der Spatenstichfeier gemeinsam mit den Vertretern des Landes und Bürgermeister Kasseroler die Möglichkeit, den Fortschritt der Bauarbeiten vor Ort zu besichtigen. «Es war uns besonders wichtig, dass die gesamte Belegschaft beim Spatenstich unseres Projektes MEGA dabei sein kann, denn sie sind unser Erfolgsmotor», betont Geschäftsführer Manfred Rotschne und freut sich, dass so viele zur offiziellen Feier mit anschliessendem Mittagessen erschienen sind.

Mit dem Bau einer zusätzlichen Presse erweitert das Werk die Strangpress-Kapazitäten um etwa 30 Prozent. «Die neue 10-Zoll-Presse mit 40 Meganewton Presskraft ermöglicht uns, die steigende Nachfrage am Markt zu decken und das wachsende Interesse nach grösseren Produkten künftig bedienen zu können», freut sich Rotschne. Die Anlage wird eine der modernsten in Europa und bietet den Kunden neue und aussergewöhnliche Möglichkeiten für innovative und komplexe Produkte. Damit setzt das österreichische Werk des norwegischen Aluminiumkonzerns Norsk Hydro neue Standards am Markt. Ein Projektteam befasst sich seit Monaten intensiv mit neuen Technologien und innovativen Möglichkeiten, um herausragende Produktmerkmale zu schaffen. Dazu gehören eine hochflexible Profilkühlung sowie ein direkt verketteter Materialfluss vom Bolzen bis zum bearbeiteten Produkt.

Durch die erweiterten Kapazitäten sowohl im Strangpressbereich als auch in der mechanischen Weiterverarbeitung dürfen sich die Kunden auf eine weiterhin exzellente Performance freuen. Die Erweiterung unterstützt die Strategie «Nenzing Exzellenz» des Standortes ungemein. Für den Kunden wird eine wesentliche Verbesserung im Bereich der Liefergeschwindigkeit zu spüren sein, vor allem weil man mit insgesamt vier Pressen noch flexibler agieren kann.

Bei der Projektplanung hat man neben dem Fokus auf höchstmögliche Effizienz besonderen Wert auf die Nachhaltigkeitsthemen gelegt, unter anderem wird eine Bolzenerwärmung angeschafft, die 40 Prozent weniger Energie als die bisherigen Anlagen benötigen. Zusätzlich bezieht Hydro Nenzing seit Anfang Januar dieses Jahres 100 Prozent der benötigten Energie aus Wasserkraft. Geschäftsführer Rotschne weist auf die positiven Auswirkungen hin: «Das Ergebnis ist Aluminium mit einem der besten Klimabilanzwerte, der heutzutage möglich ist. Auf Basis der Stromkennzeichnung 2020 unseres lokalen Lieferanten können so rund 700 Tonnen an Emissionen am Standort eingespart werden, bei einem bereits hohen Anteil erneuerbarer Energien von etwa 93 Prozent.» Damit und durch die gesetzten Massnahmen im neuen Projekt wird das Unternehmen seinen CO2-Fussabdruck, der bereits Benchmark in der Branche ist, weiter reduzieren. 

hydro.com