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Industrie-Index macht Einbruch wett

Industrie-Index macht Einbruch wett
Der Einkaufs-Index für die Industrie hat sich wieder erholt.
Bild: Pixabay

Der Einkäufer-Index für die Industrie hat im Juli seinen pandemiebedingten Einbruch wieder aufgeholt. Der Dienstleistungssektor liegt sogar über der Wachstumsschwelle. Das geht aus dem aktuellen Purchasing Managers' Index von procure.ch und Credit Suisse hervor.

Der Purchasing Managers' Index (PMI) für die Industrie hat mit 49,2 Zählern im Juli fast die Wachstumsschwelle von 50 Punkten erreicht. Damit notiert der gemeinsam mit der Credit Suisse erstellte Index laut einer Mitteilung des Fachverbands für Einkauf und Supply Management, procure.ch, beinahe wieder auf dem Stand von Februar 2020 und liegt über dem Wert von vor einem Jahr.

Die Lieferfristen haben sich wieder normalisiert. Die Subkomponente «Produktion», die tiefer gefallen war als in der Finanzkrise 2009, notiert den zweiten Monat in Folge wieder in der Wachstumszone. Jedoch lasse der nach wie vor sinkende Auftragsbestand erwarten, dass die Erholung der Produktion eher schleppend verlaufen wird. 

Der Personalbestand hat im Juli weiter abgenommen. Doch erreichte die Subkomponente «Beschäftigung» dank eines markanten Indexanstiegs zumindest den höchsten Stand seit Februar 2020. Zudem befinden sich mit 16 Prozent deutlich weniger Menschen in Kurzarbeit als noch im Mai (28 Prozent) und im Juni (27 Prozent). Ebenfalls gesunken (17 Prozent) ist der Anteil der Beschäftigten im Home-Office. Im Juni waren es noch 20 Prozent, im März 37 Prozent.

Jedes zweite Unternehmen plant, seine Lieferkette zu diversifizieren und vornehmlich in der EU einzukaufen. Ein ähnliches Bild bietet sich auch im Dienstleistungssektor: Rund 40 Prozent haben solche Anpassungen bereits vorgenommen, weitere 40 Prozent planen sie.

Der PMI des Dienstleistungssektors hat im Juli wieder die Wachstumszone erreicht. Er liegt um 30,2 Punkte höher als am Tiefpunkt im April. Als Pendant zur Produktion in der Industrie hat sich auch in der Dienstleistung die Subkomponente «Geschäftstätigkeit» markant verbessert. Jedoch schwächt sich diese Tendenz zusehends ab.

Nach wie vor wird Dienstleistungspersonal abgebaut. Die Quote der Angestellten in Kurzarbeit beträgt mittlerweile 18 Prozent, gegenüber 20 Prozent im Vormonat. Ein Drittel der Beschäftigten arbeitet von zuhause. Im März und April waren es noch rund die Hälfte.