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Ionisierte Luft soll Kühlschmiermittel ersetzen

Teure Kühlschmiermittel seien in der Werkzeugmaschinenindustrie nicht mehr nötig, um Werkstücke und Schneidwerkzeuge zu kühlen und schmieren, verspricht die ECE EcoCooling Engineering Ltd. SSie bietet stattdessen ein nachweislich grünes und sauberes Verfahren namens EcoCooling an, das nur mit gekühlter ionisierter Luft arbeitet und keine der mit ölbasierten Flüssigkeiten verbundenen Umweltgefahren und Kosten birgt.

EcoCooling ist das Ergebnis langjähriger interdisziplinärer Forschungs- und Entwicklungsarbeit desselben Teams, das bereits für die Technologie hinter Amazons Kindle-Geräten mit integriertem Frontlicht verantwortlich zeichnet. Nun hat die Gruppe der Wissenschaftler, Ingenieure und Geschäftsleute aus unterschiedlichen Fachrichtungen ein trockenes, sauberes und umweltfreundliches Verfahren zur Schmierung von Metallwerkstücken mittels ionisierter und gekühlter Luft ohne den Einsatz von Emulsionen entwickelt.

«Produktionsbetriebe wollten die gefährlichen Flüssigkeiten schon lange loswerden. Viele haben nach einer Lösung für dieses Problem gesucht, jedoch stets mit mangelhaften Ergebnissen», erklärt Leo Hatjasalo, Mitbegründer und CEO von EcoCooling. «Jetzt haben wir die Antwort auf alle Nachfragen gefunden, denn EcoCooling kann sogar für die härtesten Metalle wie Chrom, Titan und Wolframcarbid eingesetzt werden.»

Der globale Markt für Kühlschmiermittel wird in diesem Jahr auf ein Volumen von 12 Mia. USD geschätzt. Er wächst kontinuierlich, da man im Laufe der nächsten fünf Jahre ein Wachstum des weltweiten Werkzeugmaschinenmarktes von 120 auf 150 Mia. USD erwartet.

«EcoCooling basiert auf dem Prinzip, dass ionisierte Luft die Schneidzone durchströmt und eine trockene Schmierschicht bildet, dabei die beim Schneiden entstehende Reibung und Wärme reduziert und gleichzeitig die Bildung einer Oxidschicht beschleunigt», erläutert Hatjasalo. «Das Verfahren ist auf allen Kontinenten patentiert, und derzeit prüfen wir, wie es sich für alle Arten von Werkzeugmaschinen umsetzen lässt.»

Hatjasalo betont, dass dank EcoCooling nicht nur die Kosten für Emulsionen gesenkt werden können, sondern das Verfahren zudem eine Steigerung der Produktivität durch höhere Schnittgeschwindigkeiten, geringeren Verschleiss von Schneidwerkzeugen und minimierte Wartungskosten ermöglicht.

«Da die Metallspäne nicht durch Flüssigkeiten kontaminiert sind, lassen sie sich auch ohne Reinigung vollständig wiederverwerten», fügt er hinzu. «Ein weiterer grosser Vorteil ist die Vermeidung toxischer Abfallstoffe und Dämpfe durch Kühlschmiermittel – zusätzlich zur Minimierung der CO2-Emissionen, weil kein Öl zum Einsatz kommt.»

Die innovative Technologie ermöglicht ausserdem den Bau kleinerer und preisgünstigerer Metallverarbeitungsmaschinen, da die EcoCooling-Einheit sehr kompakt ist.

«Die Einheit ist wartungsfrei und verlängert die Lebensdauer der Schneidwerkzeuge nachweislich signifikant», so Hatjasalo. «Auch ältere Werkzeugmaschinen lassen sich problemlos damit nachrüsten.»

In den letzten Jahren hat EcoCooling international zahlreiche kommerzielle Erprobungen in anspruchsvollen Umgebungen mit Erfolg durchlaufen. Da nunmehr erwiesen ist, dass das Verfahren hervorragende Ergebnisse erzielt, grosse Einsparungen und eine bessere Ökobilanz ermöglicht, lautet das Ziel nun, eine vielseitige EcoCooling-Produktfamilie zu entwickeln, die sich nicht nur für Drehmaschinen, sondern für alle Werkzeugmaschinen eignet.