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Videokonferenzen: Kommt die Zeit der Hologramme?

Videokonferenzen: Kommt die Zeit der Hologramme?
Videokonferenz der Zukunft: Das BeingThere Centre der ETH Zürich hat die nächste Generation von Holographie, 3D-Darstellung & Co. anstelle der langweiligen Bildschirmdarstellungen bereits auf den Weg gebracht.
Bild: ETH Zürich/BeingThere

Prof. Markus Gross von der ETH Zürich ist überzeugt, dass es in naher Zukunft bessere Alternativen zu den derzeitigen Videokonferenzen à la Zoom oder Skype geben wird.

«Stellen sie sich vor, sie sagen dem System einfach ‹Ruf meine Eltern an› – die physisch weit entfernt sind oder die sie nicht besuchen dürfen, weil sie zu einer Risikogruppe gehören – und die fotorealistischen Avatare ihrer Eltern erscheinen bei ihnen zu Hause und setzen sich auf das Sofa neben sie, um ein Gespräch zu führen. Alles Science-​Fiction? Nein, wir sind nicht allzu weit von einer solchen Realität entfernt, denn die Technologie ist fast da.»

Dieses Szenario stellt Markus Gross, Professor für Informatik und Direktor des Laboratoriums für graphische Datenverarbeitung an der ETH Zürich, in einem Zukunftsblog der ETH vor. In seinen Forschungen auf dem Gebiet der visuellen Datenverarbeitung hat er an mehreren Konzepten sogenannter «immersiver Telepräsenz» gearbeitet. Ziel dabei ist die Erzeugung von Hologrammen oder stereoskopische 3D-Projektionen der Gesprächspartner. 

Im Forschungsprojekt «BeingThere», das zusammen mit der University of North Carolina und dem Nanyang Institute of Technology vorangetrieben wird, ist die nächste Generation für Tele-Inversion bereits auf den Weg gebracht. Auch die Industrie arbeitet fleissig an einer Umsetzung der Hologramm-Darstellung, die wir aus Star Wars kennen.

«Ich bin guter Hoffnung, dass eine solide und glaubwürdige Telepräsenz schneller realisierbar sein wird. Gegenwärtig erleben wir, dass sich grundlegende Schlüsseltechnologien sehr rasch entwickeln. Ich denke da an künstliche Intelligenz, Echtzeit-​Computerbild und maschinelles Lernen, realistische 3D-​Grafik, hochauflösende 3D-​Erfassung, digitale Menschen und Avatare, Lichtfeld-​Displays und Mixed-​Reality-Plattformen. Einen Vorgeschmack auf das, was bald kommen wird, liefert z.B. Microsofts Room2Room-​Projekt sowie deren Holoportation Plattform oder die digitalen Avatare der Reality Labs von Facebook», schliesst Markus Gross sein Essay.