Moxa stellt die zweite Generation seiner UPort-USB-zu-Seriell-Konverter vor. Die G2-Modelle arbeiten mit einem neuen Chipsatz, sitzen in einem um 30 Prozent kleineren Gehäuse und lösen ein altes Ärgernis: den COM-Port-Wechsel beim Umstecken.
Serielle Schnittstellen verschwinden aus Laptops und Workstations, aus der Industrie verschwinden sie nicht. Maschinen, Messgeräte und Steuerungen kommunizieren nach wie vor über RS-232, RS-422 oder RS-485. Wer sie an aktuelle Rechner anbinden will, braucht einen USB-Seriell-Konverter. Moxa hat die dafür seit Jahren eingesetzten UPort-Konverter überarbeitet und bringt sie als G2-Serie auf den Markt.
Kompakter gebaut, breiter bestückt
Die neuen Modelle gibt es in drei Varianten: den UPort 1200-G2 mit zwei seriellen Ports, den UPort 1400-G2 mit vier Ports und den UPort 1600-8-G2 mit acht Ports. Eine Ausführung mit 16 Ports ist laut Moxa in Vorbereitung. Alle drei Serien unterstützen USB 3.2 Gen 1 mit bis zu 5 Gbit/s auf der Host-Seite und Baudraten von 50 bit/s bis 921,6 kbit/s auf der seriellen Seite, einschliesslich nicht-standardisierter Baudraten.
Der auffälligste Unterschied zum Vorgänger: Das Metallgehäuse ist rund 30 Prozent kompakter. Wer schon einmal einen Schaltschrank mit USB-Konvertern bestückt hat, weiss, was das auf der DIN-Schiene bedeutet. Dazu kommen verschraubbare USB-Anschlüsse auf der Geräteseite, die bei Vibrationen Kontaktprobleme verhindern sollen.
Im Inneren sitzt ein neuer Moxa-Chipsatz, der laut Hersteller die Latenz verringert und weniger Strom aufnimmt. Das RS-232-Modell mit vier Ports (UPort 1410-G2) kommt bei 12 VDC mit 200 mA aus, die RS-422/485-Variante mit 240 mA. In der Praxis heisst das: Bei kleineren Konfigurationen genügt die USB-Busspeisung, ein externes Netzteil entfällt. Für Installationen, die eine unabhängige Speisung verlangen, akzeptieren die Geräte 12 bis 48 VDC.
Der COM-Port bleibt, wo er ist
Eine Neuerung, die im Alltag auffallen dürfte: Die COM-Port-Nummer bleibt fest, auch wenn der Konverter an einen anderen USB-Anschluss des Rechners wechselt. Wer in der Produktion regelmässig Geräte umsteckt oder Notebooks tauscht, spart sich damit die Neukonfiguration.
Die G2-Modelle sind nach EN 55032 und IEC 61000-4 zertifiziert, mit ESD-Schutz nach IEC 61000-4-2 (4 kV Contact, 8 kV Air) und 0,5 kV Surge-Schutz auf den Signalleitungen. Für den erweiterten Temperaturbereich gibt es Varianten, die von −40 bis 75 °C spezifiziert sind. Treiber stehen für Windows (bis Server 2025), Linux (Kernel 4.x bis 6.x) und macOS (Intel, ab Version 10.10) zur Verfügung. Moxa gewährt auf alle UPort-Produkte fünf Jahre Garantie.
Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten
Impressum
Textquelle: Omni Ray
Bildquelle: Omni Ray
Redaktionelle Bearbeitung: Technische Rundschau
Weitere Artikel
Veröffentlicht am: