Sandvik Coromant

Das haben 1000 Hersteller aus Gewohnheit bewertet. Aber was bedeutet das wirklich?

Die erfolgreichsten Fertigungsunternehmen tun bestimmte Dinge bewusst. Wir nennen diese Gewohnheiten: beständige Verhaltensweisen, die über die Zeit angewendet werden und das Fundament florierender, widerstandsfähiger Unternehmen bilden. Zusammen sehen diese Gewohnheiten in der Praxis aus, wie die Herstellung von Wellness aussieht.

Die vollständige Aufschlüsselung findet sich in unserem allerersten globalen Wellness-Bericht zur Fertigung. Link in den Kommentaren.

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Zwei Fachleute mit Schutzbrillen begutachten ein gedrehtes Metallbauteil in einer Werkstatt
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  1. Mehr als 1000 Fachleute aus der Fertigungsbranche haben an der Umfrage teilgenommen. Die Befragten repräsentieren ein breites Spektrum an Herstellern, von kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zu grossen globalen Konzernen, und wurden über unsere digitalen Kanäle, Branchenveranstaltungen, Messen und durch direkte Kundenansprache erreicht.

    Die Umfrage basiert auf freiwilliger Teilnahme und ist daher nicht als statistisch repräsentative Stichprobe des gesamten Fertigungssektors gedacht. Umfang und Vielfalt der Befragten liefern aber wertvolle Einblicke in Branchentrends. Die Ergebnisse zeigen zudem deutliche Unterschiede zwischen den Unternehmensgrössen, wobei grössere Hersteller im Allgemeinen über stärkere Fähigkeiten berichten als kleinere Unternehmen.

  2. Tatsächlich tun die erfolgreichsten Hersteller nichts, was sich grundlegend von dem anderer unterscheidet. Vielmehr setzen sie die richtigen Massnahmen bewusster, konsequenter und unternehmensweit um.

    Eine der deutlichsten Erkenntnisse aus unserer Studie ist, dass die meisten Hersteller wissen, wie ein erfolgreiches Unternehmen aussieht. Sie verstehen die Bedeutung von Daten, Technologie, Automatisierung, Nachhaltigkeit, Personalentwicklung und starken Partnerschaften. Was die leistungsstarken Unternehmen auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, dieses Verständnis in die Tat umzusetzen.

    Viele Unternehmen arbeiten nach wie vor mit fragmentierten Daten, in Silos arbeitenden Teams, einer uneinheitlichen Anwendung von Verbesserungskonzepten oder Technologieinvestitionen, denen ein formeller Überprüfungsprozess fehlt. Andere haben zwar Nachhaltigkeitsziele oder Ziele zur Kompetenzentwicklung, verfügen jedoch nicht über die notwendigen Strukturen, um diese in den täglichen Betrieb zu integrieren.

    Die erfolgreichsten Unternehmen verfolgen in der Regel einen ganzheitlicheren Ansatz. Sie verbinden Strategie mit Umsetzung, stellen sicher, dass die Mitarbeiter die Unternehmensziele verstehen, machen Daten teamübergreifend zugänglich, investieren in kontinuierliches Lernen und arbeiten aktiv mit externen Partnern zusammen. In vielen Fällen liegt der Unterschied nicht im Bewusstsein oder in der Absicht, sondern in der Abstimmung, der Konsistenz und der Disziplin, diese Vorgehensweisen in grossem Massstab umzusetzen.

  3. Die Herausforderungen variieren erheblich von Hersteller zu Hersteller, abhängig von Faktoren wie Unternehmensgrösse, Marktdruck, demografischer Zusammensetzung der Belegschaft, digitaler Reife und Nachhaltigkeitszielen. Daher gibt es keine einzelne «schwierigste» Gewohnheit, die für jedes Unternehmen gilt.

    Was wir jedoch am häufigsten beobachten, ist, dass die Herausforderung selten in einem Mangel an Bewusstsein oder Wissen liegt. Die meisten Hersteller sind sich der Bedeutung von Bereichen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Personalentwicklung, datengestützter Entscheidungsfindung und Abfallreduzierung bewusst. Die grössere Herausforderung liegt in der Umsetzung, darin, die Strategie in konsequentes Handeln im gesamten Unternehmen zu überführen.

    Die erfolgreiche Verankerung dieser Gewohnheiten erfordert oft Veränderungen bei Prozessen, Unternehmenskultur, Kompetenzen, Führungsprioritäten und Investitionsentscheidungen. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten damit, die Interessen der Beteiligten in Einklang zu bringen, konkurrierende Prioritäten zu bewältigen oder Initiativen über Pilotprojekte hinaus zu skalieren. In diesem Sinne besteht die grösste Hürde nicht darin, zu wissen, was zu tun ist, sondern wie man es effektiv und nachhaltig umsetzt.

  4. Für Sandvik Coromant ist «Manufacturing Wellness» eine Vision der Fertigung, in der Unternehmen widerstandsfähig und erfolgreich sind und einen positiven Einfluss auf Menschen und Gesellschaft ausüben. Sie geht über Produktivität und Rentabilität hinaus und konzentriert sich auf den Aufbau gesunder, nachhaltiger Unternehmen durch die richtige Kombination aus Menschen, Wissen und Technologie.

    Das Konzept betont, dass erfolgreiche Fertigungsunternehmen sich kontinuierlich anpassen, dazulernen und verbessern. Durch die Kombination von technologischem Fortschritt mit qualifizierten Mitarbeitern und verantwortungsbewussten Geschäftspraktiken können Unternehmen eine stärkere Leistung erzielen und gleichzeitig einen positiven Beitrag für die Gesellschaft und die Umwelt leisten. Im Wesentlichen steht Wellness in der Fertigung für einen ausgewogenen Ansatz für industriellen Erfolg und nachhaltiges Wachstum.

  5. Für kleine Hersteller und Zulieferer bietet «Manufacturing Wellness» einen praktischen Rahmen, um Verbesserungsmassnahmen dort zu konzentrieren, wo sie die grösste Wirkung erzielen können.

    Kleinere Unternehmen sehen sich oft mit Einschränkungen konfrontiert, die grössere Organisationen nicht haben, darunter begrenzte Ressourcen, kleinere Teams und ein eingeschränkter Zugang zu Fachwissen. Die Untersuchung zeigt, dass diese Hersteller eher Schwierigkeiten in Bereichen wie Datenzugang, Technologieeinführung, Automatisierung und formellen Strategien zur Kompetenzentwicklung haben. Sie belegt jedoch auch, dass die Unternehmensgrösse allein nicht über den Erfolg entscheidet.

    In der Praxis hilft der Ansatz kleineren Herstellern dabei, ihr Unternehmen strukturiert zu betrachten, Lücken zu identifizieren, Investitionen zu priorisieren und sich auf Massnahmen zu konzentrieren, die messbaren Mehrwert schaffen. Dies kann bedeuten, vorhandene Daten besser zu nutzen, kontinuierliche Verbesserungsmassnahmen zu formalisieren, die Kompetenzen der Mitarbeiter weiterzuentwickeln oder enger mit Technologie- und Fertigungspartnern zusammenzuarbeiten.

    Anstatt zu versuchen, alles auf einmal zu verändern, hilft das Rahmenkonzept Unternehmen dabei, gezielte Verbesserungen vorzunehmen, die die Wettbewerbsfähigkeit stärken, die Effizienz steigern und die Widerstandsfähigkeit erhöhen.

Der vollständige Bericht «Manufacturing wellness in 2026» ist bei Sandvik Coromant erhältlich. Die Umfrage wurde 2025 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut B2B International durchgeführt. sandvik.coromant.com

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Redaktionelle Bearbeitung: Technische Rundschau

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