Der M12-Steckverbinder gehört zur Grundausstattung jeder Industrieanlage. Mit der Serie PP12M und RP12M ergänzt Belden das bewährte Schraubformat um eine Push-Pull-Variante, die ohne Werkzeug verriegelt und trotzdem abwärtskompatibel bleibt.
Wer in einer Produktionshalle oder einem Schienenfahrzeug M12-Verbindungen montiert, kennt das Ritual: Kabel ansetzen, Überwurfmutter greifen, festdrehen, prüfen. Bei Dutzenden von Verbindungspunkten pro Schaltschrank summiert sich das. Das Push-Pull-Prinzip verkürzt diesen Vorgang auf einen Handgriff: Stecker in die Buchse drücken, bis die Verriegelungshaken einrasten. Fertig.
Was im Portfolio steckt
Lumberg Automation, die Steckverbinder-Marke von Belden, bietet die Push-Pull-Variante in zwei Baureihen an. Die Serie PP12M richtet sich an industrielle Standardanwendungen, die Serie RP12M an Bahntechnik mit den entsprechenden Zulassungen nach EN 45545-2 und EN 50155. Beide Serien sind in A-, D- und X-Kodierung erhältlich: A-kodiert für Sensor- und Aktorsignale, D-kodiert für Fast Ethernet mit 100 Mbit/s, X-kodiert für Gigabit Ethernet bis 10 Gbit/s.
Das Sortiment umfasst beidseitig umspritzte Verbindungsleitungen, einseitige Patchkabel (Pigtails), gewinkelte Varianten und frei konfektionierbare Steckverbinder mit Crimp-, IDC- oder Federanschluss. Kabellängen beginnen bei 10 cm und reichen bis 100 m.
Abwärtskompatibel zum Schraubformat
Ein zentrales Konstruktionsmerkmal: Das Buchsendesign nimmt sowohl Push-Pull-Stecker als auch herkömmliche M12-Schraubstecker auf. Bestehende Anlagen lassen sich schrittweise umrüsten, ohne dass alle Gegenstellen gleichzeitig getauscht werden müssen. Die Push-Pull-Steckverbinder erreichen die Schutzart IP65/IP67.
Details, die bei der Montage zählen
Ein Pfeil auf dem Steckverbindergehäuse zeigt die Kodierungsrichtung an. Damit lässt sich die korrekte Orientierung beim Einstecken sofort erkennen, ohne die Buchse am Gerät abzutasten. Rote Verriegelungshaken signalisieren optisch, ob der Stecker vollständig eingerastet ist. Ein Schutzkragen um den Kontaktbereich verhindert, dass Staub, Schweisspartikel und grober Schmutz in die Buchse gelangen.
Kompatibel mit Hirschmann-Switches
Die Push-Pull-Steckverbinder sind auf die BXP-Managed-Switches von Hirschmann abgestimmt, die ebenfalls zum Belden-Konzern gehören. Die Switches bieten bis zu 28 Ports, PoE++ mit bis zu 120 W und bis zu sechs 10-Gbit/s-Ports.
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Textquelle: Omni Ray
Bildquelle: Omni Ray
Redaktionelle Bearbeitung: Technische Rundschau
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