Technische Rundschau mit polyscope' Schweizer Fachmagazin für Industrie-Technologien

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Urma eröffnete Experience Center in Mägenwil

3’500 Quadratmeter Zuversicht

Urma hat in Mägenwil ein Experience Center eröffnet. Das Haus ist grösser ausgefallen, als der Maschinenhandel allein verlangt. Ein Rundgang zeigt, warum.


Autor: Eugen Albisser


Zuerst wurde getrommelt. Der Tambourenverein eröffnet die Einweihungsfeier, dann kommen Grüsse, Händedruck, Apérogläser und jene wache Unruhe, die zu Industrieeröffnungen gehört: gefeiert wird, aber niemand vergisst ganz, dass der Bau auch zum Arbeiten da ist. Mehr als 250 Gäste sind gekommen, am nächsten Tag sollen nochmals über 250 Kundinnen und Kunden folgen.

Zwischen den Reden bleibt eine einfache Frage stehen: Warum baute Urma dieses grosse Experience Center in Mägenwil? Warum 3’500 Quadratmeter auf drei Ebenen, 300 Tonnen Armierung, Partnerflächen, Auditorium, Erdsonden, Photovoltaik und 300 Kilometer Elektrokabel? Warum stellt ein Schweizer Industrieunternehmen in dieser Lage einen solchen Bau hin?

Das Urma Experience Center bietet zusätzliche Arbeitsplätze und schafft gleichzeitig eine Plattform, auf der Kunden, Partner und Interessierte Innovationen erleben und sich direkt austauschen können. Quelle: Urma AG

Urma hat in Mägenwil ein Experience Center eröffnet. Das Haus ist grösser ausgefallen, als der Maschinenhandel allein verlangt. Ein Rundgang zeigt, warum.


Autor: Eugen Albisser


Zuerst wurde getrommelt. Der Tambourenverein eröffnet die Einweihungsfeier, dann kommen Grüsse, Händedruck, Apérogläser und jene wache Unruhe, die zu Industrieeröffnungen gehört: gefeiert wird, aber niemand vergisst ganz, dass der Bau auch zum Arbeiten da ist. Mehr als 250 Gäste sind gekommen, am nächsten Tag sollen nochmals über 250 Kundinnen und Kunden folgen.

Zwischen den Reden bleibt eine einfache Frage stehen: Warum baute Urma dieses grosse Experience Center in Mägenwil? Warum 3’500 Quadratmeter auf drei Ebenen, 300 Tonnen Armierung, Partnerflächen, Auditorium, Erdsonden, Photovoltaik und 300 Kilometer Elektrokabel? Warum stellt ein Schweizer Industrieunternehmen in dieser Lage einen solchen Bau hin?

Yannick Berner, der Urma mit seinem Bruder und seiner Schwester in dritter Generation führt, gibt beim Rundgang eine erste Antwort. Er beginnt an der Eingangswand voller Namen: Haas, Emco, Zorn, EOS, Markforged, Formlabs, Dihawag, Rösler, AM Solutions, iCAM, Productec, Motorex. Aus der Nähe wird aus der Markenwand ein Ablaufplan: Was braucht ein Teil, bis es wirklich fertig ist? Die Namen stehen für Wege, die ein Bauteil nehmen kann: Maschine, Werkzeug, Daten, Oberfläche, Kühlung, Nacharbeit.

All diese Firmen sind im neuen Experience Center vertreten, teils mit eigenen Räumlichkeiten und Mitarbeitenden vor Ort. Wer mit einem Teil oder einem Prozessproblem kommt, soll hier in Mägenwil die nächsten Ansprechpartner im selben Haus vorfinden.

Nach der Begrüssung durch Co-CEO Yannick Berner sowie Grussworten vom Aargauer Regierungsrat Dieter Egli und Swissmechanic-Präsident Nicola Tettamanti wurden die neuen Räumlichkeiten offiziell eingeweiht. Quelle: Urma AG
Nach der Begrüssung durch Co-CEO Yannick Berner sowie Grussworten vom Aargauer Regierungsrat Dieter Egli und Swissmechanic-Präsident Nicola Tettamanti wurden die neuen Räumlichkeiten offiziell eingeweiht. (Bild: Urma AG)

Rupperswil bleibt Werkstatt, Mägenwil wird Treffpunkt

Urma bleibt natürlich weiterhin in Rupperswil verwurzelt. Dort sitzt die Werkzeugentwicklung und Produktion, jener Teil des Unternehmens, der aus der mechanischen Werkstätte von Willy und Elisabeth Berner hervorgegangen ist. Mägenwil übernimmt Maschinenhandel, Schulungsräume, Ausstellungsflächen, Büros und eben Partnerflächen. Die Firma verteilt ihre Arbeit entlang ihrer eigenen Geschichte: hier das Werkzeugwissen, dort die Anwendung am Markt.

Denn der Maschinenhandel ist gewachsen. Seit 2003 betreibt Urma das Haas Factory Outlet Switzerland, danach kamen weitere Marken und Technologien hinzu: CNC-Maschinen, additive Fertigung, Nachbearbeitung. Wer heute eine Maschine verkauft, spricht rasch über das Davor und Danach: über Daten, Werkzeuge, Spannmittel, Automation, Oberfläche, Service und Ausbildung. Dafür braucht es Menschen, Teile, Versuche und kurze Wege zwischen den Disziplinen.

Wo Industrie noch Boden findet

Auch das Grundstück gehört zur Antwort, warum Urma baute. In Rupperswil war Urma ausgebaut, rundherum wuchs Wohnraum, zusätzliche Industriefläche gab es kaum mehr. Berner schildert die Landsuche als zähen Teil des Projekts. In Mägenwil passte schliesslich ein Areal, das für Logistiker zu klein war und für Urma gerade richtig: gross genug für Maschinenhandel, Schulung und Partnerflächen, nah genug an Rupperswil, um die Herkunft nicht zu verlieren.

Foto: Das Center mit Showroom vereint ein breites Spektrum an Lösungen für die zerspanende und additive Industrie.Ziel des Experience Centers ist es, das Verständnis für moderne Bearbeitungstechniken wie CNC-Bearbeitung, industriellen 3D-Druck und zerspanende Fertigungstechnologien zu vertiefen und individuelle Lösungen für Kunden zu entwickeln. (Bild: Urma AG)


Ein Fundament für Maschinenruhe

Urs Berner, Verwaltungsratspräsident, Bauherr und Vater von Yannick Berner, greift bei der Einweihungsrede am Rednerpult zu Zahlen. 15’000 Kubikmeter verbaut, 3’500 Quadratmeter Geschossfläche, 300 Tonnen Armierung, 40 Zentimeter Boden- und Deckendicke. Der Bau ist auf Maschinen ausgelegt, die Gewicht, Ruhe und stabile Bedingungen brauchen.

Auch energetisch ist der Neubau als Betriebsanlage gedacht. Sieben Erdsonden reichen je 240 Meter tief, die Deckenflächen heizen und kühlen. «Wir benötigen hier keine Airconditioning», sagt Urs Berner. Auf dem Dach leistet die Photovoltaikanlage 135 kWp, die erwartete Jahresproduktion liegt bei rund 150 MWh. Mit Erdsonden, Deckenflächen, Photovoltaik und Kabeltrassen ist der Bau selbst Teil der technischen Infrastruktur.

Das Center mit Showroom vereint ein breites Spektrum an Lösungen für die zerspanende und additive Industrie. Quelle: Urma AG

Foto: Das Center mit Showroom vereint ein breites Spektrum an Lösungen für die zerspanende und additive Industrie.Ziel des Experience Centers ist es, das Verständnis für moderne Bearbeitungstechniken wie CNC-Bearbeitung, industriellen 3D-Druck und zerspanende Fertigungstechnologien zu vertiefen und individuelle Lösungen für Kunden zu entwickeln. (Bild: Urma AG)


Ein Fundament für Maschinenruhe

Urs Berner, Verwaltungsratspräsident, Bauherr und Vater von Yannick Berner, greift bei der Einweihungsrede am Rednerpult zu Zahlen. 15’000 Kubikmeter verbaut, 3’500 Quadratmeter Geschossfläche, 300 Tonnen Armierung, 40 Zentimeter Boden- und Deckendicke. Der Bau ist auf Maschinen ausgelegt, die Gewicht, Ruhe und stabile Bedingungen brauchen.

Auch energetisch ist der Neubau als Betriebsanlage gedacht. Sieben Erdsonden reichen je 240 Meter tief, die Deckenflächen heizen und kühlen. «Wir benötigen hier keine Airconditioning», sagt Urs Berner. Auf dem Dach leistet die Photovoltaikanlage 135 kWp, die erwartete Jahresproduktion liegt bei rund 150 MWh. Mit Erdsonden, Deckenflächen, Photovoltaik und Kabeltrassen ist der Bau selbst Teil der technischen Infrastruktur.

Ein Saal für jede Woche

In der Mitte des Gebäudes hat Urma mehr Platz gelassen, als der Maschinenhandel allein braucht: ein Auditorium für über 100 Personen. Hier wird klar, dass das Experience Center als Showroom allein  nicht leben soll. Yannick Berner spricht von Eventräumlichkeiten für externe Schulungen, Seminare, Kundenevents, Hochschulen, Berufsbildung und Branchenaustausch. Gerade in der additiven Fertigung sei der Transferbedarf da. Bei der Vielzahl an Anwendungen, die Urma und die Partner abdecken, sind die technischen Themen allein schon unerschöpflich. Doch Yannick Berner schliesst auch wirtschaftliche und politische Themen nicht aus.

Sein Ziel: «50 Events im Jahr». Jede Woche ein Anlass. Ob sich der Saal jede Woche füllt, weiss heute niemand. Berner sagt, die Räumlichkeiten können für verschiedene Formate gemietet werden. Jedenfalls ist eines klar: Der Name «Experience Center» steht für mehr als einen Showroom mit Kaffeemaschine.

Die modernen Räumlichkeiten können für Meetings, Konferenzen, Schulungen oder Firmenevents mit bis zu 100 Teilnehmenden gebucht werden. Quelle: Urma AG

Ein Saal für jede Woche

In der Mitte des Gebäudes hat Urma mehr Platz gelassen, als der Maschinenhandel allein braucht: ein Auditorium für über 100 Personen. Hier wird klar, dass das Experience Center als Showroom allein  nicht leben soll. Yannick Berner spricht von Eventräumlichkeiten für externe Schulungen, Seminare, Kundenevents, Hochschulen, Berufsbildung und Branchenaustausch. Gerade in der additiven Fertigung sei der Transferbedarf da. Bei der Vielzahl an Anwendungen, die Urma und die Partner abdecken, sind die technischen Themen allein schon unerschöpflich. Doch Yannick Berner schliesst auch wirtschaftliche und politische Themen nicht aus.

Sein Ziel: «50 Events im Jahr». Jede Woche ein Anlass. Ob sich der Saal jede Woche füllt, weiss heute niemand. Berner sagt, die Räumlichkeiten können für verschiedene Formate gemietet werden. Jedenfalls ist eines klar: Der Name «Experience Center» steht für mehr als einen Showroom mit Kaffeemaschine.

Gratulationen zum Mut

Ein Wort, das an der Eröffnungsfeier mehrmals fällt, ist Mut. Nicola Tettamanti, Präsident von Swissmechanic, gratuliert der Familie Berner in seiner Rede und lobt den Mut, in ungewissen Zeiten einen solchen Schritt zu machen.

Regierungsrat Dieter Egli macht die Lage konkreter. Er nennt den starken Franken, die schwierige Lage Deutschlands, die ungeklärte Beziehung zur EU, steigende Energiekosten, US-Politik, Handelsbarrieren, Kriege und Zölle. Dann sagt er: «Die Lage ist sehr ernst.» Der Satz fällt in einen Raum, in dem kurz zuvor noch Gläser klangen.

Urma investiert also nicht in einer Zeit, in der alles leicht aussieht. Klar, das Gebäude löst keine Konjunkturfrage, senkt keine Energiekosten und füllt keine Lehrstellen. Es schafft aber Bedingungen: für Versuche, Schulungen, Partnergespräche und jene Abklärungen am konkreten Teil, von denen Fertigung lebt. Urma hat einen Ort gebaut, an dem die Frage nach Produktivität nicht an der Maschinentür endet. Ob es klappt, entscheidet sich nicht am Eröffnungsabend, sondern an den Tagen, Wochen und Monaten danach. Die Voraussetzungen dafür stehen in Mägenwil nah genug beieinander.

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Impressum

Autor: Eugen Albisser

Bilder: Urma

Redaktionelle Bearbeitung: Technische Rundschau

Informationen

Urma

www.urma-group.com

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Veröffentlicht am: 11.05.2026

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