Über mehr als 15 Jahre hinweg hat sich zwischen dem Automobilzulieferer Endurance SpA und dem Maschinenbauer Grob eine enge industrielle Zusammenarbeit entwickelt. Die Fallstudie zeigt exemplarisch, welche Bedeutung Fertigungstechnologie, Projektorganisation und Kontinuität im europäischen Powertrain-Sektor haben.
Redaktionelle Bearbeitung: Technische Rundschau
Endurance SpA, Teil der Endurance Technologies Ltd, fertigt Aluminium-Druckguss- und Bearbeitungskomponenten für europäische OEMs. Der Fokus liegt auf Powertrain-Anwendungen, von klassischen Verbrennungsmotoren über Hybridlösungen bis hin zu Komponenten für Elektromobilität sowie PHEV- und MHEV-Getriebe. Das Unternehmen agiert damit in einem Markt, der sich seit Jahren unter starkem technologischem und strukturellem Wandel befindet.
Beginn der Zusammenarbeit ab 2009
Die ersten Kontakte zu Grob entstanden 2009, als der Maschinenbauer einspindlige Bearbeitungsmodule verstärkt für Tier-1-Zulieferer positionierte. Über die italienische Vertretung SIMU folgten Gespräche über Maschinenkonzepte und Fertigungslinien. Entscheidende Impulse lieferten Besuche bei Volkswagen-Standorten in Deutschland, wo bestehende Grob-Linien im Serienbetrieb analysiert wurden.
Technologie und Umsetzung in der Serie
In der laufenden Produktion sind die eingesetzten Maschinen auf hohe Präzision, Prozessstabilität und Verfügbarkeit ausgelegt. Ergänzt wird dies durch ein strukturiertes Projektmanagement, das Planung, Installation und Hochlauf neuer Linien umfasst. Gerade bei komplexen Powertrain-Komponenten ist diese Kombination zentral für die Einhaltung von Qualitäts- und Taktzeitvorgaben.
Von der Geschäftsbeziehung zur etablierten Zusammenarbeit
Mit zunehmender Projekterfahrung verdichtete sich die Zusammenarbeit. Regelmässige Abstimmungen und persönliche Kontakte trugen dazu bei, Entscheidungsprozesse zu verkürzen und neue Projekte effizient umzusetzen. Die Grob-Anlagen sind heute ein fester Bestandteil der Fertigung bei Endurance, insbesondere bei Projekten für OEMs wie Volkswagen, Audi oder Porsche.
Die 100. Maschine als Markierung eines Entwicklungspfads
Die Installation der 100. Maschine markiert keinen Abschluss, sondern einen sichtbaren Punkt in der industriellen Entwicklung von Endurance. Sie steht sinnbildlich für den Ausbau von Produktionskapazitäten und für eine langfristige Ausrichtung im Powertrain-Sektor.
Ausblick
Auch künftig bleibt Anpassungsfähigkeit gefragt. Neue Antriebskonzepte und volatile Märkte erfordern flexible Fertigungsstrukturen. Langjährig etablierte Industriepartnerschaften werden dabei als ein stabilisierender Faktor gesehen.
Impressum
Textquelle: Grob
Bildquelle: Grob
Redaktionelle Bearbeitung: Technische Rundschau
Informationen
Weitere Artikel
Veröffentlicht am: