Die neue Agathon Nova markiert einen bedeutenden technologischen Fortschritt in der Laserbearbeitung und dürfte Massstäbe setzen für Präzision und Leistung.
«Die Nova ist unsere Lasermaschine in Werkzeugmaschinenqualität. Wir kombinieren die Genauigkeit, die unsere Kunden von den Agathon-Schleifmaschinen kennen, mit der Dynamik einer Lasermaschine», erklärt Stephan Scholze, CTO der Firma Agathon. Er betont, dass die grösste technologische Herausforderung darin bestand, «die synchrone Bewegung der mechanischen und optischen Achsen zu erreichen.» Denn normalerweise hat man einen schnellen Laserstrahl und dazu im Vergleich relativ langsame mechanische Achsen.
Agathon hat es aber fertiggebracht, einerseits die mechanischen Achsen auf hohe Dynamik auszulegen und dazu noch eine fortschrittliche Steuerungs- und Programmiertechniken hinzuzufügen, welche beide Systeme exakt synchronisiert.
Der Laser
Die Nova nutzt ultrakurzpuls-Lasertechnologie (UKP-Laser), um eine Mikrometergenauigkeit bei der Bearbeitung von Hartwerkstoffen wie PKD (polykristalliner Diamant) und CBN (kubisches Bornitrid) zu gewährleisten. Dabei arbeitet sie im Bereich der sogenannten «kalten Ablation», wodurch schadenfreie Schneidkanten mit minimaler Randzonenschädigung erzeugt werden können. «Wir können physikalisch gesehen eine präzise Bearbeitung dieser Materialien realisieren, und das zusammen mit der genauen Mechanik, die dafür notwendig ist», erklärt Scholze weiter.
Das Messsystem
Ein weiteres technologisches Highlight ist das Messsystem der Nova, das sowohl optische als auch mechanische Komponenten integriert. Während optische Systeme die Kontur des Werkstücks exakt erfassen und ausrichten, ergänzen mechanische Messsysteme die Präzision, indem sie zusätzliche Referenzpunkte liefern. «Wir haben neben dem optischen Messsystem auch mechanische Taster, die dann aufeinander referenziert sind. Dadurch können wir die jeweiligen Messaufgaben optimal lösen», erläutert Scholze. Die Maschine bietet sogar eine vollumfängliche 3D-Kalibration, die sicherstellt, dass das optische und mechanische System im gesamten Arbeitsvolumen zueinander perfekt referenziert sind.
Das Design
Auch das Design der Nova trägt zur technologischen Exzellenz bei. Die kompakte Bauweise und die zentrale Massenverteilung der mechanischen Komponenten sorgen für eine hohe Dynamik. «Durch die kompakte Konstruktion und den Einsatz von Direktantrieben haben wir eine extrem hohe Dynamik erreicht, die optimal auf die Bearbeitung kleiner Werkstücke wie Wendeschneidplatten ausgelegt ist», fügt Scholze hinzu. Diese Merkmale machen die Nova zu einer vielseitigen und zukunftssicheren Lösung für die Präzisionsbearbeitung, die nicht nur für heutige, sondern auch für zukünftige Anforderungen in der Industrie ausgelegt ist.
Agathon auf den nächsten Messen
SIAMS 2026: Halle 1.1, Stand D18
Grindinghub 2026: Halle 9, Stand C20
Impressum
Autor: Eugen Albisser
Bildquelle: Agathon
Redaktionelle Bearbeitung: Technische Rundschau
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