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Polierte Spanflächen, spezielle Spanformgeometrien sowie schleifscharfe Schneiden sorgen für eine sichere Späneabfuhr und beugen der Bildung von Aufbauschneiden vor.
Polierte Spanflächen, spezielle Spanformgeometrien sowie schleifscharfe Schneiden sorgen für eine sichere Späneabfuhr und beugen der Bildung von Aufbauschneiden vor.

Schluss mit Aufbauschneiden: So gelingt Aluminium-Fräsen


Lesedauer: ca. 2 Minuten
Quelle: Paul Horn


Wachsende Aluminium-Serien im Automobilbau erhöhen den Druck auf die Werkzeugtechnik. Horn setzt auf standardisierte PKD-Fräser.


Warum das wichtig ist

Aluminium klebt. Aufbauschneiden, Verklebungen und unkontrollierter Spänefluss gefährden die Prozesssicherheit in der Serienproduktion. Wer hohe Stückzahlen in Alu fräst, braucht Werkzeuge, die das Adhäsionsproblem lösen.

Die Neuigkeit

Horn hat sein PKD-Fräsprogramm seit 2024 standardisiert. Es umfasst PKD-bestückte Wendeschneidplatten und festbestückte Fräswerkzeuge für Aluminium und andere NE-Metalle. Das Programm ergänzt das bestehende Portfolio aus Vollhartmetall-Fräsern (VHM), Zirkularfräswerkzeugen und MKD-Lösungen für Hochglanzoberflächen.

Was macht die PKD-Werkzeuge interessant?

Polykristalliner Diamant verschleisst kaum und neigt wenig zur Adhäsion. Die scharfen Schneidkanten halten hohe Oberflächenqualitäten auch bei hohen Schnittparametern stabil. Für Grossserien in Aluminium ist das die Kombination, die zählt: lange Standzeiten bei konstanter Qualität.

Horns umfangreiches PKD-Frässystem für die prozesssichere Hochleistungszerspanung von Aluminium.
Horns umfangreiches PKD-Frässystem für die prozesssichere Hochleistungszerspanung von Aluminium.

Wo kommt es zum Einsatz?

Planfräsen: Strukturbauteile in Aluminium
Konturfräsen: Komplexe Geometrien in NE-Metallen

Wie wird das System flexibel?

Das DG-Wechselkopfsystem basiert auf einem bestehenden Hartmetallsystem, erweitert um PKD-Schneiden. Schaftvarianten aus Stahl oder Hartmetall decken auch grosse Auskraglängen ab. Dazu kommt ein Planfrässystem, dessen Steifigkeit Schnittwerte erlaubt, die laut Horn selbst leistungsstarke Fräsmaschinen an ihre Grenzen bringen.

Was treibt die Nachfrage?

Neue Fertigungstechnologien wie Gigacasting im Automobilbau treiben die Verwendung von Aluminiumbauteilen. Das verändert die Anforderungen: höhere Abtragsraten, konstante Qualität über lange Laufzeiten, mehr Flexibilität und Präzision bei wechselndem Legierungsmix.

Unterm Strich

Horn standardisiert, was bisher Sonderlösung war. Das PKD-Programm zielt auf Serienfertiger, die in Aluminium prozesssichere Standzeiten brauchen, ohne für jede Anwendung ein Spezialwerkzeug zu bestellen.

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Vertiefen

Textquelle: Paul Horn


Schluss mit Aufbauschneiden: So gelingt Aluminium-Fräsen

Vielseitig, aber tückisch: Aluminium fordert die Zerspanung mit Adhäsionsneigung und instabilen Prozessen heraus. Paul Horn zeigt, wie innovative Werkzeuge Aufbauschneiden bändigen und die Wirtschaftlichkeit in der modernen Fertigung garantieren.

Die globale Bedeutung von Aluminium spiegelt sich in den Produktionszahlen wider. Weltweit werden jährlich über 60 Millionen Tonnen des Leichtmetalls hergestellt, wobei insbesondere Asien und hier vor allem China eine treibende Rolle spielen. Aluminium ist nach Sauerstoff und Silizium das dritthäufigste Element der Erdkruste, kommt jedoch ausschliesslich in gebundener Form vor. Die industrielle Gewinnung erfolgt aus Bauxit über das Bayer-Verfahren und die anschliessende Schmelzflusselektrolyse. Durch gezielte Legierungselemente wie Silizium, Magnesium, Kupfer oder Zink lassen sich die mechanischen Eigenschaften anpassen, was wiederum direkte Auswirkungen auf das Zerspanungsverhalten hat.

Ausgeprägte Adhäsionsneigung

Beim Fräsen von Aluminium treten die werkstoffspezifischen Eigenschaften besonders deutlich zutage. Die geringe Härte und die niedrige Schmelztemperatur begünstigen zwar hohe Schnittgeschwindigkeiten, führen aber gleichzeitig zu einer ausgeprägten Adhäsionsneigung. Ohne geeignete Massnahmen kann es zur Bildung von Aufbauschneiden kommen, die sowohl die Oberflächenqualität als auch die Standzeit der Werkzeuge negativ beeinflussen. Moderne Fräswerkzeuge für Aluminium zeichnen sich daher durch scharfe Schneiden, polierte Spanflächen und spezielle Spanformgeometrien aus, die einen leichten Spanabfluss unterstützen. Ergänzend kommen Beschichtungen mit hohen Gleiteigenschaften zum Einsatz oder – je nach Anwendung – bewusst unbeschichtete Schneiden, um die Schärfe maximal auszunutzen.

Horn bietet für die Aluminiumbearbeitung ein umfassendes Programm an Fräswerkzeugen, das von Vollhartmetallfräsern über Zirkularfräswerkzeuge bis hin zu PKD- und MKD-Lösungen reicht. Gerade beim Fräsen mit hohen Zeitspanvolumina spielen einschneidige oder zweischneidige Werkzeuge mit grossen Spanräumen eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen hohe Vorschübe und Schnittgeschwindigkeiten, ohne den Spanfluss zu behindern. Typische Anwendungen sind das Taschenfräsen, das Eintauchen sowie das Besäumen von Aluminiumbauteilen mit grossen Materialabträgen.

Polykristalliner Diamant

Für anspruchsvollere Aufgaben und lange Standzeiten kommen vor allem diamantbestückte Werkzeuge zum Einsatz. Polykristalliner Diamant eignet sich aufgrund seiner hohen Verschleissfestigkeit und geringen Adhäsionsneigung hervorragend für das Fräsen von Aluminiumlegierungen, insbesondere bei hohen Stückzahlen. Die scharfen Schneidkanten ermöglichen hohe Oberflächenqualitäten und stabile Prozesse auch bei hohen Schnittparametern. Neben klassischen Drehoperationen hat sich PKD daher insbesondere im Fräsbereich etabliert, etwa beim Planfräsen von Strukturbauteilen oder beim Konturfräsen komplexer Geometrien.

In den letzten Jahren hat Horn sein PKD-Portfolio konsequent erweitert und bietet heute neben PKD-bestückten Wendeschneidplatten auch festbestückte Fräswerkzeuge, die speziell für die Hochleistungsbearbeitung ausgelegt sind. Diese Werkzeuge wurden erstmals im Jahr 2024 in einem standardisierten Programm vorgestellt und decken zahlreiche Anwendungen ab – nicht nur in Aluminium, sondern auch in anderen Nichteisenwerkstoffen. Das Werkzeugsystem ermöglicht eine hohe Steifigkeit und Rundlaufgenauigkeit, was sich unmittelbar in Oberflächenqualität und Prozessstabilität niederschlägt.

Neue Potenziale in der Hochleistungszerspanung

Ein Beispiel hierfür ist das DG-Wechselkopfsystem mit PKD-Schneiden, das auf einem bestehenden Hartmetallsystem basiert und um diamantbestückte Schneiden erweitert wurde. Durch die modulare Bauweise stehen unterschiedliche Schaftvarianten aus Stahl oder Hartmetall zur Verfügung, wodurch sich das System auch für Anwendungen mit grossen Auskraglängen eignet. Ein weiteres Highlight ist ein Planfrässystem mit präzisen Rund- und Planlaufeigenschaften. Die hohe Steifigkeit dieses Systems erlaubt Schnittwerte, die selbst leistungsstarke Fräsmaschinen an ihre Grenzen bringen, und eröffnet neue Potenziale in der Hochleistungszerspanung.

Für Anwendungen mit höchsten optischen Anforderungen, etwa im Werkzeug- und Formenbau, kommt zusätzlich die Hochglanzzerspanung mit monokristallinen Diamanten zum Einsatz. Auch beim Fräsen ermöglicht dieser Schneidstoff Oberflächenqualitäten, die ein nachträgliches Polieren überflüssig machen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern erhöht auch die Reproduzierbarkeit der Bauteilqualität. Gerade bei Bauteilen, deren Oberfläche später beschichtet oder verchromt wird, ist diese Prozesssicherheit ein entscheidender Vorteil.

Konstante Qualität über lange Laufzeiten

Die zunehmende Verwendung von Aluminiumbauteilen, etwa durch neue Fertigungstechnologien wie Gigacasting im Automobilbau, unterstreicht die Bedeutung leistungsfähiger Fräslösungen. Gleichzeitig verändert sich der Werkstoffeinsatz, was neue Anforderungen an Flexibilität und Präzision stellt. Moderne Fräswerkzeuge müssen daher nicht nur hohe Abtragsraten ermöglichen, sondern auch eine konstante Qualität über lange Laufzeiten sicherstellen. Mit abgestimmten Werkzeugkonzepten, innovativen Schneidstoffen und anwendungsspezifischen Geometrien lassen sich diese Anforderungen erfüllen und die wirtschaftliche Zerspanung von Aluminium nachhaltig optimieren.

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Impressum

Textquelle: Paul Horn

Bildquelle: Paul Horn

Redaktionelle Bearbeitung: Technische Rundschau

Informationen

horn-group.com

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Veröffentlicht am: 25.02.2026

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