Swissmem und Swissmechanic wollen fusionieren
Swissmem und Swissmechanic starten ein Fusionsprojekt. Dahinter steckt mehr als Verwaltungseffizienz: Es geht um politisches Gewicht.
Textquelle: Swissmem
Die Annäherung begann leise. Seit Anfang 2026 bündeln Swissmem und Swissmechanic ihre Aktivitäten in der nationalen beruflichen Grundbildung unter dem Dach von Swissmem. Offenbar verlief diese Zusammenarbeit reibungslos genug, um grössere Pläne auszulösen: Am 26. Februar 2026 beschloss der Swissmem-Vorstand, am 15. April 2026 der Swissmechanic-Verbandsrat, ein Fusionsprojekt aufzugleisen.
Das Ziel ist ein einziger Verband für die gesamte Schweizer Tech- und MEM-Industrie. Swissmem bringt rund 1500 Mitgliedfirmen ein, Swissmechanic rund 1300. Zusammen vertreten sie eine Branche mit circa 20'000 Lernenden in der Schweiz und weiteren 550'000 Beschäftigten weltweit.
Was die Mitglieder davon haben sollen
Die Verbände versprechen ein breiteres Dienstleistungsangebot aus einer Hand: Berufsbildung, Rechtsberatung, Informationen zu Handelskonflikten, Schulungen im Nachhaltigkeitsbereich, Unterstützung in Krisenfällen. Mindestens ebenso wichtig dürfte der politische Hebel sein. Zwei getrennte Stimmen in Bern klingen anders als eine, die für 325'000 Beschäftigte spricht und 7 Prozent der Wirtschaftsleistung repräsentiert.
Wie es weitergeht
Eine gemischte Arbeitsgruppe aus Führungspersonen beider Verbände erarbeitet jetzt die Detailplanung. Die Grundsatzentscheide stehen im Sommer und Herbst an: Swissmem stimmt voraussichtlich an der Mitgliederversammlung am 23. Juni 2026 ab, Swissmechanic an der Delegiertenversammlung vom 24. Oktober 2026.
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