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Konjunktur 2026: Vorsichtig optimistisch

Jährliche TR-Umfrage bei den Verbänden zur Konjunktur

Die alljährliche Umfrage der TR bei den Verbänden zeigt: Für 2026 sieht die MEM-Branche (Tech-Industrie) zarte Chancen für eine moderate Stabilisierung, dies «ohne Erwartungen an einen raschen Aufschwung».


Umfrage erstellt durch: Selina Mathis

Die Technische Rundschau befragt alljährlich zum Jahreswechsel die Verbände Swissmem, Swissmechanic, SwissT.net, Tecnoswiss/Gruppe Metall und den Giesserei-Verband der Schweiz (GSV) zum Konjunkturverlauf des vergangenen Jahres sowie zu den Erwartungen für das laufende Jahr. Hier ihre Antworten.



«Die Lage der Tech-Industrie bleibt auch 2026 schwierig»

Jean-Philippe Kohl, Vizedirektor und Bereichsleiter Wirtschaftspolitik Swissmem

Jean-Philippe Kohl Vizedirektor und  Bereichsleiter  Wirtschaftspolitik Swissmem

Konjunkturverlauf 2025 im Rückblick

Die globale Unsicherheit im Welthandel hielt auch 2025 an und dämpfte die Investitionsgüternachfrage, so dass die Schweizer Tech-Industrie ein weiteres schwieriges Jahr durchleben musste. Über die ersten neun Monate betrachtet stagnierten der Umsatz (-0,7 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode) sowie die Exporte (+0,6 Prozent) der Branche.

Besonders belastend sind der starke Franken sowie die schwache Konjunktur in den wichtigen Absatzmärkten EU und China. Die bis Anfang 2025 überaus dynamische Entwicklung des US-Marktes – mit 15 Prozent Exportanteil der zweitwichtigste Absatzmarkt der Tech-Industrie – wurde durch die unberechenbare Zollpolitik des amerikanischen Präsidenten jäh gebrochen. Der Strafzoll von 39 Prozent gegen die Schweiz hat in wenigen Wochen eine einschneidende Wirkung entfaltet. So sind die Exporte der Tech-Industrie im 3. Quartal (gegenüber dem Vorjahresquartal) um über 14 Prozent geschrumpft, im Subsegment Maschinenbau kam es regelrecht zu einem Einbruch (-25 Prozent).


Konjunkturausblick 2026

Die Reduktion des US-Importzolls auf Schweizer Produkte von 39 Prozent auf 15 Prozent bringt zweifellos eine Entlastung. Damit fallen die massiven tarifären Nachteile gegenüber den Konkurrenten unter anderem aus der EU und Japan weg.

Die Lage der Schweizer Tech-Industrie bleibt jedoch auch 2026 schwierig, denn weiterhin wirken sich viele Faktoren negativ auf die Chancen der Schweizer Exportindustrie aus: Die US-Zollpolitik kann sich schlagartig wieder ändern; Verlässlichkeit und Berechenbarkeit sind nicht absehbar. Der starke Franken wird als Dauerbelastung bestehen bleiben. Die Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukten von 50 Prozent gelten weiterhin und eine Reihe von US-Untersuchungen sind am Laufen, die zu zusätzlichen Zöllen führen können. Die globale Unsicherheit wird auch nächstes Jahr dominieren. China steckt in einer Krise und ob sich die europäischen Märkte nach ersten positiven Anzeichen wirklich erholen werden, muss sich erst noch bestätigen.


Besondere Herausforderungen

Der Zugang zum US-Markt bleibt aus politischen Gründen fragil und droht weiter wegzubrechen. Die Firmen müssen deshalb Alternativen suchen. Eine Umfrage in der Swissmem-Mitgliedschaft hat ergeben, dass 80 Prozent der Firmen mit der Erschliessung neuer Absatzmärkte reagieren. Für die Tech-Industrie ist deshalb zentral, dass der Marktzugang in jeglicher Hinsicht erleichtert wird. Dazu braucht es den Abschluss neuer und die Weiterentwicklung bestehender Freihandelsabkommen. Im Weiteren gilt es den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt der Tech-Industrie – der EU – mit den Bilateralen III auf eine neue, langfristig gesicherte Grundlage zu stellen. Schliesslich ist eine erfolgreiche Abstimmung über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes nötig, die zeitgemässe Regeln bei Rüstungsexporten bringt. Bewährte Kontroll- und Schutzmechanismen bleiben bestehen, gleichzeitig wird der Export in klar definierte Partnerstaaten erleichtert.

www.swissmem.ch

«Wir erwarten eine schrittweise Stabilisierung auf niedrigem Niveau»

Marcel Menet, Geschäftsführer Giesserei-Verband der Schweiz (GVS)

Marcel Menet Geschäftsführer  Giesserei-Verband   der Schweiz (GVS)

Konjunkturverlauf 2025 im Rückblick

Die Mitgliedsfirmen des Giesserei-Verbands der Schweiz blicken mit einem durchzogenen Konjunkturverlauf auf ein anspruchsvolles Jahr 2025 zurück. Im ersten Halbjahr bewegte sich die Auftragslage auf einem stabilen, wenn auch niedrigen Niveau. Doch nachhaltige Wachstumsimpulse blieben aus. Über alle Anwendermärkte hinweg betrachtet, gingen die Kundenbedarfe überwiegend zurück. Die Auslastung blieb mehrheitlich schwach. Insbesondere für die spezialisierten Schweizer OEM-Zulieferer wirkte sich die verschärfte Krise der deutschen Automobilhersteller nochmals stark dämpfend auf den bereits schwierigen Geschäftsverlauf aus.

In der zweiten Jahreshälfte trübte sich die konjunkturelle Lage für die Schweizer Giessereiindustrie gesamthaft weiter ein. Ausgelöst durch die unkalkulierbare US-Zollpolitik manifestierten sich Unsicherheiten, bis hin zu einer regelrechten Schockstarre in den betroffenen Märkten. Dies führte zu willkürlichen Reaktionen, kaum fassbaren Szenarien – und erschwerte die ohnehin volatile Auftragslage.

Gleichzeitig gab es Lichtblicke im zurückliegenden Jahr. Eine wichtige Ausnahme bildeten dabei die Nachfragen aus der Schienenfahrzeugbranche und aus dem Bereich der Grossmotoren, die sich als vergleichsweise stabil erwiesen und tendenziell sogar ein leichtes Wachstum verzeichneten. Zudem profitierten Schweizer Giessereien punktuell von der markanten Wirtschaftskrise in Deutschland, wo Insolvenzen und Betriebsschliessungen von Giessereien zu Verschiebungen im Markt führten. Solche Effekte zeigten, dass Schweizer Giessereien im internationalen Vergleich als verlässliche Partner wahrgenommen werden. Eine der GVS-Mitgliedsfirmen konnte konkret dadurch neue Kunden mit relativ grossen Auftragsvolumina gewinnen.


Konjunkturausblick 2026

Unser Ausblick auf 2026 ist von vorsichtigem Optimismus geprägt, ohne Erwartungen an einen raschen Aufschwung. Eine leichte Aufhellung am Horizont lässt sich beispielsweise durch neue Modellreihen deutscher Fahrzeughersteller ausmachen, deren Marktdurchdringung sich jedoch schwierig gestaltet und deren positive Impulse für unsere Industrie damit vorerst noch begrenzt bleiben dürften.

Sofern sich keine neuen geopolitischen Risiken ergeben, rechnen wir 2026 gesamthaft nicht mit einer signifikanten Trendwende, aber mit einer schrittweisen Stabilisierung auf weiterhin niedrigem Niveau und konjunkturellen Erholung unserer Anwendermärkte. Wir erhoffen uns dadurch wieder mehr Investitionsbereitschaft und Innovationsdrang für technologisch anspruchsvolle Entwicklungsprojekte, die dank hoher Qualität, solider Zuverlässigkeit und kompetenter Umsetzung weiterhin in der Schweiz verankert werden.


Besondere Herausforderungen

Der starke Franken, die hohen Energie- und Netzkosten sowie der anhaltende Fachkräftemangel werden die Schweizer Giessereien auch in den kommenden Jahren fordern und unsere Marktbedingungen im internationalen Wettbewerb erschweren. Zwar haben sich die Energiepreise gegenüber früheren Spitzen etwas entspannt, doch die steigenden Netzgebühren und Abgaben bleiben belastende Rahmenbedingungen.

Diese Faktoren erhöhen den Druck auf unsere GVS-Mitgliedsfirmen, bestehende Strukturen konsequent zu modernisieren und gezielt auf ihre Kernkompetenzen zu setzen. Weitere Teilverlagerungen von Serienproduktionen mit hohem Automatisierungsgrad in kostengünstigere Standorte im Ausland werden unvermeidlich dort erfolgen, wo sie wirtschaftlich sinnvoll sind.

Gleichzeitig wird die Schweiz das Zentrum für die Innovation, Entwicklung und anspruchsvolle Fertigung unserer Industrie bleiben. Hierzulande wird sich unsere Wertschöpfung weiter konzentrieren. Innovationen in der Schweiz sind notwendig, um bestehen zu bleiben – im Verbund mit den Auslandstandorten.

Für unsere Mitgliedsfirmen werden dabei vor allem Investitionen in die Digitalisierung und Automatisierung eine zentrale Schlüsselrolle spielen, um wirtschaftlich noch effizienter zu werden und noch besser dem Arbeitskräftemangel zu begegnen.

Aus Sicht des GVS und seiner Mitgliedsfirmen liegen genau darin zugleich Chance und Herausforderungen in unserem dauerhaft anspruchsvollen Umfeld: Wir müssen technologische Substanz halten und weiter aufbauen, um auch in Zukunft unter schwierigen Bedingungen wettbewerbsfähig zu bleiben und die Stärken des Standorts Schweiz gezielt auszuspielen.

www.giesserei-verband.ch

«Die Erwartung einer weiteren Eskalation ist merklich gesunken»

Nicola Tettamanti, Präsident Swissmechanic

Nicola Tettamanti Präsident Swissmechanic

Konjunkturverlauf 2025 im Rückblick

Aus Sicht unserer Mitglieder war 2025 ein ausgesprochen herausforderndes Jahr. Die MEM-KMU standen nicht nur unter dem bekannten Druck durch einen starken Franken, hohe Kosten und eine volatile Nachfrage, sondern wurden zusätzlich vom sogenannten Zollhammer hart getroffen. Die zwischenzeitliche Einführung beziehungsweise Ankündigung deutlich erhöhter Zölle traf viele Betriebe unerwartet und mit voller Wucht. Für zahlreiche exportorientierte Unternehmen bedeutete dies massive Unsicherheit, kurzfristige Neuverhandlungen mit Kunden und eine spürbare Zurückhaltung bei Investitionen. Diese handelspolitische Zuspitzung hat die ohnehin angespannte konjunkturelle Lage weiter verschärft und 2025 stark geprägt. Es war weniger ein Jahr des Wachstums als eines des Reagierens, Absicherns und Durchhaltens.

 


Konjunkturausblick 2026

Der Blick nach vorne fällt vorsichtig zuversichtlicher aus: Für 2026 deutet sich eine gewisse Beruhigung an, nicht zuletzt, weil sich abzeichnet, dass die Zölle weniger drastisch ausfallen beziehungsweise teilweise wieder gesenkt werden. Allein diese Entwicklung sorgt bei vielen KMU für etwas mehr Planungssicherheit.

Das heisst nicht, dass die Probleme gelöst sind oder ein rascher Aufschwung bevorsteht, aber die Erwartung einer weiteren Eskalation ist merklich gesunken. Wenn sich diese Entspannung bestätigt und das internationale Umfeld stabil bleibt, besteht die Chance auf eine moderate Stabilisierung und eine schrittweise Rückkehr zur Investitionsbereitschaft.


Besondere Herausforderungen

Die zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre bleiben bestehen. Wirtschaftlich sind es vor allem der internationale Wettbewerbsdruck, die weiterhin fragile Handelspolitik, Währungsrisiken und der anhaltende Margendruck.

Technologisch stehen viele KMU vor der Aufgabe, trotz begrenzter finanzieller Spielräume in Automatisierung, Digitalisierung und neue Produktionsprozesse zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Hinzu kommen strukturelle Themen wie der Fachkräftemangel und der bevorstehende Generationenwechsel in zahlreichen Betrieben. Darauf reagieren lässt sich nur mit einem ganzheitlichen Ansatz: durch gezielte Investitionen in Aus- und Weiterbildung, durch Offenheit für technologische Innovationen, durch eine breitere Abstützung der Absatzmärkte – und durch stabile, verlässliche Rahmenbedingungen.

www.swissmechanic.ch

«Der Fokus liegt klar auf Automatisierung und Digitalisierung»

Yannik Moser, Tecnoswiss, Präsident Gruppe Metall

Konjunkturverlauf 2025 im Rückblick

2025 war für die Mitglieder von Tecnoswiss/Gruppe Metall ein anspruchsvolles Jahr. Die Investitionsbereitschaft der Kunden blieb verhalten, was vor allem im Neumaschinengeschäft zu Verzögerungen und verschobenen Projekten führte. Geopolitische Spannungen und Kriege erschwerten zusätzlich die Planung und Versorgung und sorgten für Unsicherheit in den Märkten.

Auch die Zollbelastung im Handel mit den USA setzte die Branche unter Druck: höhere Kosten, mehr Administration und eingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit. Der Fachkräftemangel blieb ein zentrales Problem – besonders in Service, Inbetriebnahme und Applikationstechnik. Insgesamt zeigte sich ein gemischtes Bild: stabile Serviceumsätze, aber schwache Investitionsdynamik.


Konjunkturausblick 2026

Die Gruppenleitung blickt verhalten optimistisch auf 2026. Die wirtschaftliche Lage dürfte sich schrittweise stabilisieren, und die Investitionsbereitschaft könnte leicht zunehmen. Ein mögliches Zollabkommen mit den USA wäre ein wichtiger Schritt für mehr Planungssicherheit und bessere Wettbewerbsbedingungen. Für die Schweiz wird ein moderates Wachstum erwartet, getragen von Ersatzinvestitionen, Automatisierung und Effizienzsteigerungen. Auch aus Europa kommen erste positive Impulse, die sich im Jahresverlauf verstärken könnten. Insgesamt rechnet die Gruppenleitung mit einer vorsichtigen, aber nachhaltigen Verbesserung der Geschäftslage.


Besondere Herausforderungen

Die kommenden Jahre bringen technologische und wirtschaftliche Herausforderungen und Chancen. Entscheidend wird sein, den Standort Schweiz zu stärken: Stabile Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie, offene Märkte und eine starke industrielle Basis sind dafür unerlässlich.

Technologisch liegt der Fokus klar auf Automatisierung und Digitalisierung. Robotik, vernetzte Produktionssysteme und datenbasierte Services sind Schlüssel, um Effizienzpotenziale zu nutzen und dem Margendruck zu begegnen. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine der grössten Hürden. Neben Aus- und Weiterbildung sind die Attraktivität technischer Berufe und der Einsatz digitaler Lösungen zur Entlastung der Teams zentrale Erfolgsfaktoren.

www.tecnoswiss.ch

«Resilienz bleibt eine Daueraufgabe»

René Brugger, Präsident des Verbandsvorstands SwissT.net

René Brugger Präsident des  Verbandsvorstands SwissT.net

Konjunkturverlauf 2025 im Rückblick

Der Konjunkturverlauf 2025 zeigte sich aus Sicht der Mitglieder von SwissT.net ausgesprochen heterogen. Ausschlaggebend war dabei nicht ein allgemeiner Branchentrend, sondern wo die Unternehmen ihre Absatzmärkte haben und in welchen Anwendungen sie tätig sind.

Eine starke Abhängigkeit innerhalb der Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie sowie vom exportorientierten, klassischen Maschinenbau erwies sich erneut als limitierend. Demgegenüber konnten Unternehmen mit Fokus auf Binnenmärkte – insbesondere Energie, E‑Mobilität, Kälte-, Wärme- und Klimatechnik sowie Rüstung – ein Wachstum verzeichnen.

Exportmärkte blieben volatil, Investitionsentscheide wurden vielfach verschoben. Insgesamt bewegte sich das Jahr seitwärts entlang der bereits 2024 erreichten Talsohle.

Die Robotik mit ihren zahlreichen Anwendungen im Werkplatz Schweiz ist ein Gradmesser für die inländische industrielle Investitionsfreude. Sie entwickelte sich verhalten. Zu strukturellen Faktoren wie kleinen Losgrössen kamen Unsicherheiten bezüglich Investitionszeitpunkten und technologischer Reife hinzu. Zugleich wächst jedoch die Erwartung, dass KI-basierte Ansätze hier mittelfristig neue Spielräume eröffnen.

Die US-Strafzölle führten zu zusätzlichen Unsicherheiten, deren Wirkung sich jedoch stark differenziert zeigte. Parallel dazu wird KI in den Unternehmen (zu?) vorsichtig, aber gezielt eingesetzt – mit dem Risiko, an Dynamik zu verlieren.


Konjunkturausblick 2026

Der Blick nach vorne bleibt von Vorsicht geprägt, aber nicht von Pessimismus. Die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem US-Zollregime dürften auch 2026 bestehen bleiben und weiterhin Unsicherheit in globalen Liefer- und Investitionsentscheidungen erzeugen. Gleichzeitig richtet sich der Blick verstärkt auf die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und in Europa insgesamt. Abseits der Rüstungsmärkte – an denen die Schweiz nur marginal partizipieren kann – bleibt das wirtschaftliche Umfeld fragil.

Künstliche Intelligenz dürfte deutlich stärker in administrativen Prozessen eingesetzt werden. Auch in der industriellen Automation gewinnt sie für Programmieraufgaben und anlagenspezifische Algorithmen an Bedeutung. Dieser Schritt erfolgt weniger spektakulär als oft prognostiziert, aber nachhaltig.

Die Robotik für den Werkplatz Schweiz dürfte 2026 auch für kleinere Losgrössen an Bedeutung gewinnen – nicht zuletzt dank KI-gestützter Ansätze, die Flexibilität und Inbetriebnahme verbessern.

Parallel dazu verdichtet sich die Automationspyramide weiter. Kommunikationsfähige Produkte und virtualisierte Rechenleistungen nehmen zu, während klassische Steuerungstechnik an Gewicht verliert. Big Data und datenbasierte Geschäftsmodelle eröffnen zusätzliche Wertschöpfungspotenziale, insbesondere dort, wo technologische Kompetenz und Domänenwissen zusammengeführt werden.


Besondere Herausforderungen

Ein zentraler Belastungsfaktor der kommenden Jahre wird die Cybersecurity sein. Das ist nicht neu, doch die steigenden Anforderungen – im Kontext des Cyber Resilience Act – machen Sicherheit zu einer dauerhaften, ressourcenintensiven Aufgabe. Hinzu kommt die Frage der Datensicherheit beim Einsatz generativer KI, insbesondere wenn industrielle Kernprozesse betroffen sind.

Auch regulatorisch bleibt vieles in Bewegung: Die neue Maschinenverordnung muss nicht nur formal umgesetzt, sondern inhaltlich verstanden und in technologische Konzepte übersetzt werden. Hier liegt zugleich eine Chance, Automationspotenziale gezielt zu nutzen und Sicherheit von Beginn an mitzudenken.

Über allem steht die Fähigkeit zur Anpassung. Finanzielle Unabhängigkeit, technologische Kompetenz und strategische Beweglichkeit bleiben die Schlüssel für unternehmerische Resilienz. In einem Umfeld, das sich weniger durch klare Zyklen als durch permanente Überlagerungen von Krisen und Chancen auszeichnet, ist diese Resilienz kein Zustand, sondern als fortlaufender Prozess zu verstehen.

www.swisst.net

Alle TR-Konjunkturprognosen von 2014 bis 2026

Das TR-Barometer: Die Verbände zeigten sich in den letzten Jahren zurückhaltend in ihren Erwartungen.  Für 2026 sehen sie Anzeichen einer schrittweisen Stabilisierung auf niedrigem Niveau.

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Veröffentlicht am: 24.02.2026

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