Wago erweitert Produktionsstandort Domdidier
Mit einer neuen Produktionshalle erweitert die Wago Contact SA ihren Standort in Domdidier. Der Neubau soll moderne Fertigungsprozesse ermöglichen, die Energieeffizienz steigern und Raum für weiteres Wachstum schaffen.
Textquelle: Wago
Die neue Halle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Werk. Ziel ist es, zentrale Produktionsprozesse neu zu organisieren und zugleich Raum für zusätzliche Produkte zu schaffen. Damit reagiert das Unternehmen auf steigende Anforderungen an Flexibilität, Effizienz und Energieverbrauch in der industriellen Fertigung.
Neue Produktionshalle für Kunststoffspritzerei
Ein zentrales Element der Erweiterung ist die Verlagerung der Kunststoffspritzerei in den Neubau. Die bisherige Produktionsfläche stösst aufgrund der begrenzten Deckenhöhe an technische Grenzen, da sich dort grössere und leistungsfähigere Maschinen nicht installieren lassen.
Im neuen Gebäude entstehen dagegen die Voraussetzungen für einen modernen Maschinenpark. Zum Produktionsstart wird zunächst nur ein Teil der insgesamt rund 11'000 Quadratmeter Produktionsfläche genutzt. Weitere Maschinen sollen schrittweise installiert werden, entsprechend der künftigen Entwicklung des Standorts.
Mehr Kapazität und breitere Produktion
Die frei werdenden Flächen im bestehenden Gebäude sollen künftig für zusätzliche Produkte aus unterschiedlichen Marktsegmenten genutzt werden. Damit verfolgt Wago das Ziel, die Produktion breiter aufzustellen und die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu reduzieren.
Auch personell wird der Ausbau Auswirkungen haben. Neue Maschinen und zusätzliche Produktionskapazitäten erfordern qualifizierte Mitarbeitende. Das Unternehmen hat deshalb bereits vor einiger Zeit reagiert und die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht. Ein Teil der Lernenden wird seine Ausbildung genau zu dem Zeitpunkt abschliessen, an dem die neue Produktionshalle den Betrieb aufnimmt.
Energieeffizienz mit Photovoltaik und BIM
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Energieeffizienz. Auf dem Dach des Gebäudes ist eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 3'500 Quadratmetern installiert. Zusätzlich kommen energieeffiziente Maschinen zum Einsatz.
Neben der eigentlichen Produktion wird auch die Infrastruktur optimiert. Dazu zählen unter anderem Systeme zur Erzeugung von Kühlwasser und Druckluft. Zudem ist geplant, die bei der Produktion entstehende Abwärme künftig stärker zu nutzen.
Bereits bei der Planung des Gebäudes setzte Wago auf digitale Methoden. Der komplette Bau wurde mit Building Information Modeling (BIM) geplant. Dieses Verfahren ermöglicht es, technische Anforderungen frühzeitig zu koordinieren und mögliche Konflikte zwischen Infrastruktur und Produktionsanlagen bereits in der Planungsphase zu erkennen. Darüber hinaus schafft BIM die Grundlage für einen einfacheren Betrieb und trägt langfristig dazu bei, Unterhalts- und Wartungskosten zu reduzieren.
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