Weniger Aufwand bei der CNC-Programmierung
Neue Funktionen in Esprit Edge reduzieren den Programmieraufwand und erhöhen die Prozesssicherheit in der CNC-Fertigung. Besonders bei Mehrkanal- und Swiss-Bearbeitung zeigt sich das Potenzial der erweiterten Automatisierung.
Hexagon
Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit moderner Werkzeugmaschinen wächst auch die Komplexität in der CNC-Programmierung. Mehr Achsen, vernetzte Prozesse und anspruchsvolle Geometrien führen dazu, dass Programmierung und Verifikation immer aufwendiger werden.
Die aktuelle Weiterentwicklung von Esprit Edge setzt genau hier an. Ziel ist es, Fertigungsunternehmen dabei zu unterstützen, den Programmieraufwand zu reduzieren und gleichzeitig die Prozessstabilität zu erhöhen.
KI unterstützt bei Dreh- und Swiss-Bearbeitung
Ein zentrales Element ist die Integration von ProPlanAI. Die KI-gestützte Funktion analysiert Bearbeitungsstrategien und berücksichtigt Parameter wie Materialabtrag, um Programme effizienter zu erstellen.
Das reduziert manuelle Eingriffe und sorgt dafür, dass bewährte Strategien konsistenter angewendet werden. Gleichzeitig sinkt der Bedarf an Probeschnitten, was die Programmierzeit verkürzt.
Auch bei Swiss-Maschinen verbessert sich die Flexibilität: Unterschiedliche Guide-Bushing-Konfigurationen und der Chucker-Modus sind direkt im Maschinenmodell abgebildet. Dadurch lassen sich Setups schneller anpassen, ohne Maschinen neu definieren zu müssen.
Mehr Sicherheit durch verbesserte Kollisionskontrolle
Ein weiterer Fokus liegt auf der Zuverlässigkeit der Werkzeugwege. Die Kollisionskontrolle wurde erweitert und berücksichtigt nun auch Werkzeughalter sowie nicht schneidende Elemente.
Gerade bei komplexen Drehstrategien mit wechselnden Werkzeugorientierungen erhöht dies die Prozesssicherheit deutlich und reduziert das Risiko von Fehlern im realen Betrieb.
Effizientere 5-Achsen-Programmierung
Auch die Mehr-Achsen-Bearbeitung wurde überarbeitet. Die automatische Generierung von Werkzeugbewegungen macht externe Antriebsflächen überflüssig.
Das verkürzt die Vorbereitungszeit und vereinfacht die Programmierung komplexer Bauteile, etwa in der Serienfertigung oder im Werkzeug- und Formenbau.
Vernetzte Workflows verbessern Konsistenz
Ein überarbeiteter Cloud-Connector erleichtert den Zugriff auf Dokumentation, Community-Ressourcen und Erweiterungen. Dadurch entstehen konsistentere Workflows über Teams hinweg.
Zusätzlich ermöglichen wissensbasierte Funktionen eine präzisere Steuerung von Vorschubwerten und reduzieren Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Werkzeugstrategien.
Praxis: Schneller reagieren bei komplexen Bauteilen
Wie sich die neuen Funktionen auswirken, zeigt das Beispiel Edwards Vacuum. In einer Umgebung mit häufigen Designänderungen und hohen Präzisionsanforderungen beschleunigt Esprit Edge die Programmierung erheblich.
«Was sonst Tage der Neuprogrammierung erfordern würde, können wir in Minuten neu berechnen», erklärt Wayne Turner, Senior Manufacturing Engineer.
Fazit
Die Weiterentwicklung von Esprit Edge zeigt, wie sich steigende Komplexität in der CNC-Fertigung beherrschen lässt. KI-gestützte Funktionen, verbesserte Simulation und vernetzte Workflows tragen dazu bei, Programmieraufwand zu reduzieren und Prozesse robuster zu gestalten.
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