Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Datenbankmanagement hat sich binnen eines Jahres nahezu verdreifacht. Gleichzeitig wächst in vielen Unternehmen die Sorge, dass Governance, Sicherheit und Compliance mit der Geschwindigkeit der Transformation nicht Schritt halten.
Redaktionelle Bearbeitung: Technische Rundschau
Unternehmen treiben die Einführung von KI- und Cloud-Technologien im Datenbankumfeld mit hohem Tempo voran. Doch mit der Dynamik steigt auch die Komplexität. Zu diesem Ergebnis kommt der «State of the Database Landscape Report 2026» von Redgate, einem Anbieter von Database-DevOps-Lösungen .
KI-Nutzung steigt rasant – Fundament bleibt oft fragil
Laut der Studie stieg der KI-Einsatz im Datenbankmanagement von 15 Prozent auf 44 Prozent innerhalb eines Jahres . Grundlage sind die Angaben von 2’162 Fachkräften und C-Level-Entscheidern aus Nordamerika, EMEA, APAC und weiteren Regionen .
Die Motive sind klar: KI verbessert Automatisierung, Performance, Produktivität und Kosteneffizienz . Mehr als 80 Prozent der Befragten planen, zusätzliche KI-Tools in ihrem Verantwortungsbereich einzuführen .
Doch während die Innovationsgeschwindigkeit steigt, bleibt die strukturelle Basis vieler Organisationen heterogen. Über die Hälfte der Unternehmen betreibt zwei bis drei Datenbankplattformen, 73 Prozent setzen auf hybride Modelle . Diese Fragmentierung erschwert eine konsistente Governance über Plattform- und Cloud-Grenzen hinweg.
Gerade hier offenbart die rasche Integration von KI ihre Kehrseite: Entweder Unternehmen beschleunigen weiter und akzeptieren steigende Risiken, oder sie konsolidieren zunächst ihre Datenbankarchitekturen und Governance-Modelle .
Sicherheit bleibt Priorität – mit Ambivalenz
Datensicherheit und Datenschutz geniessen bei 64 Prozent der Befragten oberste Priorität . Gleichzeitig zeigen sich deutliche Zielkonflikte: 58 Prozent wären bereit, ein höheres Sicherheitsrisiko zugunsten von Effizienzgewinnen durch KI in Kauf zu nehmen .
Unternehmen ohne KI-Einsatz reagieren zurückhaltender. 73 Prozent dieser Gruppe äussern erhebliche Sicherheitsbedenken . Dadurch vertieft sich die Kluft zwischen KI-Vorreitern und abwartenden Organisationen.
Parallel wächst der regulatorische Druck. 40 Prozent der Unternehmen betrachten Compliance als zentrale Herausforderung, nach 32 Prozent im Vorjahr . Die Kombination aus hybriden Architekturen, KI-gestützten Workflows und regulatorischen Anforderungen erhöht den Steuerungsaufwand signifikant.
Fachkräftemangel als Beschleuniger und Risiko
Der anhaltende Mangel an qualifizierten Datenbank- und IT-Fachkräften verstärkt die Dynamik. KI gilt als Mittel, Engpässe zu kompensieren. Gleichzeitig berichten 49 Prozent der Unternehmen, aufgrund der Verfügbarkeit von KI weniger Nachwuchskräfte einzustellen .
Diese Entwicklung birgt ein strukturelles Risiko. Wenn weniger Nachwuchs aufgebaut wird, fehlen mittelfristig erfahrene Spezialisten für Architektur, Sicherheit und Governance komplexer Datenbanklandschaften.
Oliver Stein, Geschäftsführer DACH bei Redgate, ordnet die Ergebnisse ein: «Der State of the Database Landscape Report 2026 zeigt, dass wachsende Datenbankkomplexität und die Geschwindigkeit der KI-Einführung für Unternehmen zu einem strategischen Risiko werden. Um die Lücke zwischen schnellerer Innovation und Sicherheit zu schliessen, müssen Unternehmen nicht nur ihre Kultur und Workflows anpassen. Es gilt auch, auf skalierbare Lösungen für das Datenbankmanagement zu setzen, die KI-basierte Funktionen, Governance und Transparenz direkt in die alltäglichen Prozesse integrieren.»
Strategische Weichenstellung im Datenbankmanagement
Die Studie verdeutlicht, dass technologische Innovation allein nicht genügt. Entscheidend ist die Integration von KI in belastbare Database-DevOps-Strukturen, klare Governance-Modelle und transparente Prozesse.
Wer Datenbankplattformen, Cloud-Modelle und KI-Workflows isoliert betrachtet, erhöht Komplexität und Risiko. Wer hingegen Architektur, Sicherheit und Automatisierung zusammendenkt, schafft die Grundlage für skalierbare, regelkonforme und leistungsfähige Dateninfrastrukturen.
Der vollständige «State of the Database Landscape Report 2026» steht laut Redgate kostenlos zum Download bereit . Zudem werden zentrale Ergebnisse in einem Webinar am 12. März 2026 vorgestellt .
Über Redgate Software
Redgate unterstützt Unternehmen bei der souveränen Steuerung ihrer Datenbanken. Mit seinen Database-DevOps-Tools ermöglicht der Anbieter die sichere Automatisierung und Skalierung von Datenbankumgebungen. Durch den Einsatz von KI können Organisationen echten Mehrwert erwirtschaften und ihr Wachstum steigern. Insgesamt reduziert das Lösungsportfolio von Redgate die Komplexität des Datenbankmanagements über den gesamten Database-DevOps-Lebenszyklus hinweg.
Auf diese Weise erleichtert es den Arbeitsalltag von IT-Entscheidern, Entwicklungs- und Betriebsteams, steigert deren Effizienz, reduziert Fehler und schützt geschäftskritische Daten. Mehr als 200.000 Unternehmen weltweit, darunter 92 Prozent der Fortune-100-Unternehmen, vertrauen auf die benutzerfreundliche Software von Redgate.
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