AMB 2026: Zehn belegte Hallen und ein Thema mehr


Die AMB füllt vom 15. bis 19. September 120'000 Quadratmeter in Stuttgart, und das Rahmenprogramm wächst auf über 107 Punkte. Wer die fünf Tage plant, sortiert am besten entlang der drei Fokusthemen Automatisierung, KI und Kreislaufwirtschaft.



https://www.technische-rundschau.ch/cnc-maschinen-verstehen-eine-einfuehrung-und-leitfadenTextquelle: Messe Stuttgart, bearbeitet durch die Redaktion


Rund 1'150 Aussteller haben ihre Teilnahme an der AMB 2026 bestätigt. Damit sind alle zehn Hallen der Messe Stuttgart belegt. Auf einer Fläche von 120'000 Quadratmetern wird die Prozesskette der Metallzerspanung abgebildet. Knapp ein Drittel der Aussteller, genau 31 Prozent, reist aus dem Ausland an, insgesamt sind 34 Länder vertreten. Diese Zahlen hat die Messe Stuttgart an der AMB Preview vorgelegt, dem Vorabtermin für Aussteller, Verbände und Medien. Die Messe selbst findet vom 15. bis 19. September 2026 statt.

Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, wertet die Zusagen als Bekenntnis: «Das ist eine Investition, das ist Aufwand, das ist Haltung.» Seit 1982 gehört die AMB zu den festen Terminen der internationalen Zerspanungsbranche. Bleinroth führt dies auf einen einfachen Umstand zurück: «Sie ist ein Ort, an den die Branche kommen will.»

Defence kommt ins Programm

Die AMB räumt dem Rüstungssektor erstmals ein eigenes Format ein. «Defence & Security Opportunities» entwickelt die AMB gemeinsam mit dem VDMA, und die Messe begründet diesen Schritt mit der wachsenden Bedeutung des Themas. Die Leitfrage richtet sich direkt an die Zerspaner: Wie lassen sich Fertigungsprozesse im Defence-Sektor schnell und zuverlässig skalieren, vom Einzelteil bis zur Serie?

Im Rahmen des Formats werden Defence-OEMs und Zulieferer mit den Ausstellern zusammengeführt. In Impulsvorträgen berichten Unternehmen über skalierbare Fertigung. Danach finden zwei geführte Touren durch ausgewählte Hallen statt. Wer dabei sein möchte, meldet sich vorab an. Die Runde tagt am Mittwoch, dem 16., und am Freitag, dem 18. September, in geschlossenem Rahmen, die Plätze sind begrenzt.

Zehn Verbände am Eingang Ost

Internationaler wird es vor der Halle 1: Bei der «International Gallery powered by BW_i», einer neuen Kooperation mit Baden-Württemberg International, sind zehn internationale Verbände vertreten, darunter VDMA India, Italcam aus Italien, TMBA und TAMI aus Taiwan sowie AFM aus Spanien. Länderspezifische Happy Hours sollen den Austausch über die jeweiligen Märkte in Gang bringen.

Messe nach Feierabend

Die AMB Night am Freitagnachmittag richtet sich an Facharbeiterinnen und Facharbeiter, die nach ihrer Schicht kommen möchten. Ein vergünstigtes Ticket gewährt Zugang zur Messe und zum anschliessenden Abendprogramm, bei dem Content Creators aus der Branche für ein Meet & Greet bereitstehen.

Den Weg in die Betriebe hat die AMB schon vorher gesucht. Im Sommer machte der Roadshow-Van an über zehn Stopps in der Region halt und führte im direkten Austausch mit Dreherinnen und Drehern sowie Fräserinnen und Fräsern. Während der Messe steht der Van im Messepark und dient dort als zusätzlicher Treffpunkt.

Der Mittwoch gehört der KI

Die AMB Stage wechselt täglich den Schwerpunkt. Am Dienstag geht es um Luft- und Raumfahrt, am Freitag um Instandhaltung. Der Mittwoch, der 16. September, gehört der KI in der Fertigung. Ab 12:00 Uhr läuft das Programm des VDMA Software und Digitalisierung. Um 14:00 Uhr folgt die vom WIN-Verlag organisierte Podiumsdiskussion «KI in der Produktion: Vom Hype zur Wertschöpfung».

Auf der Tagesordnung stehen Prozessoptimierung, Predictive Maintenance, KI-gestützte Qualitätskontrolle und die Frage, ob sich solche Projekte rechnen. Wer danach weiterfragen möchte, hat bei «Meet the Expert» in der VIP-Lounge die Gelegenheit dazu.

Fachbeiträge mit Bodenhaftung liefert das VDMA Technologieforum in Halle 1, unter anderem zu den Themen Kreislaufwirtschaft und kosteneffiziente Fertigung.

Start-ups und Nachwuchs sind am Eingang Ost zu finden.

Die Start-up-Area im Eingang Ost gibt einen kompakten Überblick über neue Ansätze und Technologien. Der AMB Award zeichnet Neu- und Weiterentwicklungen aus. Im Atrium nebenan lässt die Nachwuchsstiftung Maschinenbau in ihrer Sonderschau «Bildung» CNC, Automatisierung und digitale Produktionsprozesse live ausprobieren.

Beim Business Breakfast in der Region Stuttgart-Lounge stehen am Mittwoch Robotik und am Donnerstag Quantentechnologie und -sensorik im Mittelpunkt. Und der Wettbewerb «Kunst trifft Technik» kehrt zurück, diesmal unter dem Claim «Where metal comes alive».

Über 107 Programmpunkte mit rund 50 Referentinnen und Referenten verteilen sich auf fünf Tage. Alles mitzunehmen hiesse, gut zwanzig Punkte pro Tag zu besuchen, und von den zehn Hallen bliebe wenig übrig. Beim Sortieren helfen die drei Fokusthemen, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm ziehen: Automatisierung, künstliche Intelligenz und Kreislaufwirtschaft.



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